Kann der Arbeitgeber bei einem Zwischenzeugnis beliebig schlecht beurteilen, inklusive das Verwenden von "versteckten Hinweisen" Was kann man dagegen tun?

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5 Antworten

"Beliebig schlecht" darf der AG kein Zeugnis ausstellen.

Das Zeugnis muss "wohlwollend" formuliert sein, der AG braucht aber bei schlechter Leistung nicht zu lügen und ein sehr gutes Zeugnis ausstellen.

Wenn das Zeugnis nicht in Ordnung ist, hast Du nach § 109 Gewerbeordnung ein Recht auf eine Zeugnisberichtigung.

Das BAG hat festgestellt, dass ein Zeugnis das der Note "Drei" entspricht durchschnittlich ist und der AG dies ausstellen darf. Ist das Zeugnis schlechter, muss der AG beweisen, dass es der Wahrheit entspricht. Möchte der AN ein "Zweierzeugnis", muss er beweisen, dass seine Leistungen besser sind als von AG bescheinigt.

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Kommentar von satebati
04.12.2015, 17:16

Und das gilt auch für Zwischenzeugnisse?

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Was die Bewertung betrifft, hat Hexle2 schon perfekt geantwortet. Man muss ggf, nachweisen, dass die Bewertung zu schlecht ist.

Die Verwendung von "versteckten Hinweisen" kann man ebenfalls anfechten. Allerdings nur, wenn es sich wirklich um (für den Laien) irreführende Formulierungen handelt. Dazu sagt der §109 der Gewerbeordnung:

"(2) Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen."

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du musst ein, deiner meinung nach, schlechtes zeugnis nicht einfach hinnehmen.

zitat: 

Die gute Nachricht ist, dass Sie einen Anspruch auf die Berichtigung Ihres Arbeitszeugnisses haben. Nehmen Sie so schnell wie möglich den Kontakt zum (ehemaligen) Arbeitgeber auf und unterbreiten Sie ihm Ihre Änderungswünsche. Wenn sich diese rechtfertigen lassen und in, aus der Sicht des Arbeitgebers, einem akzeptablen Rahmen bewegen, werden solche Wünsche meist ohne Probleme ausgeführt.

Sollte dies nicht der Fall sein, so treten Sie am besten mit Ihrem Anwalt in Kontakt. Dieser kann per Anwaltsschreiben erneut die Berichtigung anfordern. Geschieht dies immer noch nicht, lassen Sie sich über eine Zeugnisberichtigungsklage aufklären und professionell beraten. Doch an dieser Stelle wird es zunehmend schwierig, wie durch das aktuelle Urteil das BAG erneut bestätigt worden ist. Denn nun sind Sie in der Beweispflicht und müssen glaubhaft darlegen können, dass Ihnen die bessere Beurteilung zusteht. In dem ein oder anderen Fall mag dieser drastische Schritt sinnvoll sein und eventuell zum Erfolg führen. Besser wäre es jedoch, den Rat unserer Experten zu befolgen und das kontroverse Thema „Arbeitszeugnis“ schon vor dem Ausscheiden aus dem Betrieb vertraglich zu regeln. Lassen Sie sich zudem etwa alle fünf Jahre ein Zwischenzeugnis aushändigen. So haben Sie im eventuellen Konfliktfall später Vergleichsmaterialien zur Hand.

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nein ist es nicht, leider bin ich mir nicht sicher ob dies ein fall für die polizei ist

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Kommentar von satebati
04.12.2015, 17:17

Die Polizei hat damit sicher nichts zu tun.

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Können tut er das schon, aber Du hast das Recht dazu mit dem Zwischenzeugnis nicht einverstanden zu sein....und auf eine Änderung zu bestehen

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Kommentar von PeterSchu
04.12.2015, 22:45

Aber nur, wenn man nachweisen kann, dass die Änderung berechtigt ist.

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