Kann das Gehirn Audio auf 16.000HZ "entschlüsseln", bzw. Affirmationen in dem Bereich wie gehörte Frequenzen verstehen?

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2 Antworten

äh - kommt drauf an, wenn es "richtig" gemacht wurde, geht das, wenn aber nicht, dann nicht.

Mal als Beispiel: die Sprachnachricht "1 + 1 = 2" möge (mal angenommen) im Mittel bei 160 Hertz liegen. Sie liegt nicht "nur" bei 160 Hz, weil dann würde man nur einen Ton mit einer Laut-Leise-Modulation hören. Um den Text zu verstehen, wird zusätzlich Bandbreite benötigt.

Und damit möge obiger Text eben (nur als Beispiel, die Zahlenwerte mögen ganz anders liegen) im Bereich von 140 Hz bis 180 Hz liegen. Also Bandbreite 40 Hz, Mittenfrequenz 160 Hz.

Wenn obiges Gebilde nun auf 16.000 Hz gebracht werden soll, dann ist das ein Faktor 100. Und dieser Faktor muss auch auf die Bandbreite - das Signal geht dann also von 14 kHz bis 18 kHz. So, blöderweise hat das unerfreuliche Konsequenzen: die Zeit - das Signal wird auch um den Faktor 100 kürzer und dauert statt (z.B.) 2 Sekunden nur noch 20 Millisekunden - und das ist zum Verständnis wohl zu kurz (den meisten jedenfalls).

Wie bekommen wir die Zeit wieder auf den ursprünglichen Wert? - ganz easy, wir komprimieren die Bandbreite, dann geht das Signal von 15980 Hz bis 16020 Hz - und diese Frequenzunterschiede sind zu gering, um als "1 + 1 = 2" verstanden zu werden. Das klingt eher nach einer Laut-Leise-Modulation bei 16 kHz.

Also ist die Aufgabe, die Bandbreite hoch zu setzen und dabei die Zeit nicht zu verkürzen - wenn beides gelingt, dann versteht man auch den Text.

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NamenloserKerl 11.10.2017, 20:09

Gut, ich hab nämlich ein "Ultrashall" Add On für Audacity, womit ich die Audiodateien auf einen höheren Frequenzbereich machen kann. Die Zeit bleibt dadurch gleich, die Frequenz höre ich auch durch ein hohes, jedoch von der Höhe variierendes Piepen.

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Peter42 11.10.2017, 20:20
@NamenloserKerl

jo - wenn die Zeitdauer sich nicht ändert, dann haben die Programmierer diesen Teil also berücksichtigt. Dass der Rest allerdings nicht so verständlich ausfällt, liegt an den Frequenzen: obiges Zahlenbeispiel mit der Bandbreite von gerade mal 40 Hz ist prima zu rechnen, aber völlig unrealistisch: Sprache hat eine deutlich höhere Bandbreite. So, und "pustet" man die hoch auf 16 kHz Mittenfrequenz, dann liegt von der tatsächlichen Bandbreite ziemlich viel oberhalb von 18 kHz und damit außerhalb des Hörbereichs - der Kram ist unwiderruflich weg = unhörbar und fehlt damit zum Verständnis.

Wer obiges "richtig" machen will, muss also darauf achten, dass die höchsten entstehenden Frequenzen noch im Hörbereich liegen. Das mag dann die Folge haben, dass man das Signal nicht auf 16 kHz hochsetzen darf, sondern nur (z.B.) auf 12 kHz.

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Also...

  • 8.000 Hz kann eig jeder hören
  • 12.000 Hz unter 50
  • 15.000 Hz unter 40
  • 16.000 Hz unter 30
  • 17.000 Hz unter 24
  • 18.000 Hz unter 24
  • 19.000 Hz unter 20

    • Wenn du gleich noch den passenden Test deiner Ohren machen möchtest, kann ich dir diesen empfehlen:


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