Kann Beruhigungsspritze beim Zahnarzt irgendwie auf die jährlichen Medikamentenzuzahlungen angerechnet werden im Sinne einer Zuzahlungsbefreiung?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

die Kosten dafür müssen im Vorfeld, also bevor die Behandlung stattfindet, bei der Kasse beantragt werden. im Nachgang gibt es keine Erstattung.

der Arzt prüft übrigens bereits im Vorfeld, welche Kosten über die Kasse laufen. alles was möglich ist, wird bereits über die Karte abgerechnet. alles was nicht darüber abgerechnet wird, kann auch nicht von der Kasse zurückerstattet werden. da hast du keine Chance.

eine Anrechnung auf die Zuzahlung besteht auch nicht, da bei der Zuzahlung nur die gesetzlichen Zuzahlungen gemeint sind. also die 5 oder 10 Euro bei Medikamenten usw.

Kosten die man als Eigenleistung trägt, sind hierbei nicht inbegriffen. diese Kosten kann man ggf. über die Steuererklärung geltend machen.

O.K. danke Dir für Deine aufschlussreiche Antwort. Die erste Spritze für diese OP kann ja in Raten gezahlt werden. Jetzt müsste für den 2. Schritt ja ohnehin erst mal eine hausärztliche Überweisung zum Neuro-Psychologen her und wer weiss, wann man bei dem einen Termin bekommt.

Die erste Behandlung musste halt schnell wegen akuter Schmerzen und starker Schwellung + diverser Zysten erfolgen. Da bot es sich von vornherein an, schon mal 4 weitere Zähne mit ziehen zu lassen, nachdem die beiden ganz schlimmen Lümmel ausgegraben waren.

Die erste Voll-OP samt Narkose und Prothese war komplett als medizinisch notwendig anerkannt .

Nun im 2. Schritt für die letzten 6 Zähne müssen wir jetzt abwarten, wie es mit dem Termin beim Psychologen klappt. Wenn es nicht hin haut, dann gibt es statt 500 Euro für die Narkose noch mal eine Spritze für ca. 80 Euro und der Müll ist endlich raus. Für die dann folhende Vollprothese wird vorab ja eh ein Heil und Kostenplan erstellt.

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Die einzige Chance ist, dir eine Angststörung vom Psychiater bescheinigen zu lassen.

Die Krankenkasse übernimmt keinerlei Zuzahlung für Narkosen, Spritzen etc., wenn sie nicht medizinisch notwendig sind.

...Ich spreche leider aus Erfahrung...

Ja, das empfahl der Zahnarzt als Überweisung durch den Hausarzt an einen Neuropsychologen schon für die komplette OP unter Vollnarkose. Jetzt wurden aber mit der Spritze für etwa 80 Euro gleich 6 Zähne anstatt der 2 akut schmerzenden gezogen. ( die Spritze sollte sich ja wenn schon dann auch lohnen )

Könnte eine positive Feststellung einer Angststörung denn auch im Nachinein eine Übernahme durch die KK für die aktuelle und die bald folgende Spritze ermöglichen ?

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@Parhalia

Ob das im Nachhinein möglich ist, weiß ich leider nicht. Da kann dir vermutlich nur die Krankenkasse eine verlässliche Antwort geben. Sorry

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@Birdistheword

Die erste Behandlung musste halt aus akuter Not / Schmerzen sehr zeitnah  erfolgen und deswegen war vorab auch keine Zeit, grossartig was abzuklären. :-(

Man kann die Kosten für die erste Spritze ja bei diesem Arzt in Raten zahlen.

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Im Nachhinein auf KEINEN FALL. Das geht bei Krankenkassen grundsätzlich nicht. Angststörung ist keine Diagnose die man ad hoc bekommt. Und wenn das zeitlich im Zusammenhang mit Beantragung der Kostenübernahme steht... Gnade Gott dem bescheinigenden Arzt. Der Patient ist ggf wg Betrug dran. Ausserdem unglaubwürdig wenn es erst so schlimm ist dass so ne Bescheinigung ausgestellt wird, dann aber keine Therapie erfolgt.

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@Seanna

Hier geht es keineswegs um Betrugsversuche, aber akute Probleme und richtig herbe Zahnschmerzen können halt auch mal sehr plötzlich kommen und der Dreck muss sofort raus.

Und deswegen war in diesem Fall leider keine Zeit, grossartig Gutachten und H+K - Pläne von der KK einzuholen. Das wird jetzt folgen, denn die 6 gerupften und ausgegrabenen Zähne haben auch gewisse Wunden hinterlassen.

Und solche Probleme wünsche ich selbst meinem ärgsten Feind nicht an den A***h . 

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@Parhalia

Das bezog sich auch ausschließlich auf die nächste Behandlung. 

Aber wenn es so dringend war und die Angststörung schon länger besteht (und nicht "plötzlich auffällt" weil Kosten gemindert werden können), dann weiss man das doch Monate vorher und nicht erst im Akutfalle..

Ich sag nur, man sollte nicht leichtfertig mit so ner Diagnose umgehen und die hat auch Folgen - nicht nur Erlass von Kosten.

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@Seanna

Eine "Akutbehandlung" resultiert auch aus einem akuten ( plötzlichen ) Vorfall. Da kann man vorzeitig schlecht planen.

Das Thema mit der Vollnarkose für die Folgebehandlung hat sich ohnehin erledigt, weil die "LMA-Spritze" wirklich half und das Schlimmste nun raus ist.

Bei einer weit über 10 Jahre zurückliegenden Zahn-OP mit Vollnarkose war das ja alles im Vorfeld planbar und es war dementsprechend auch genug Zeit für einen Heil-und Kostenplan. Da wurde alles ( incl. Narkose ) übernommen.

Ist aber jetzt auch egal. Das schlimmste ist jetzt raus und binnen 6-8 Wochen wird es incl. Terminierung keinen Verfahrensantrag incl. H+K geben für die Abschlussbehandlung . ( Entfernung der letzten paar Zähne )

Danke aber für Deine Anteilnahme und Mithilfe. Die Person ist froh, dass ein jahrzehntelanges Martyrium endlich endet.

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Ohne medizinische Indikation - und ne Angststörung ist ne ernste Diagnose, die genau geprüft und dann auch weiter behandelt wird! - übernimmt die Kasse nix.

Zum Glück - sonst würde das ja jeder so machen, der sein Geld lieber für anderes verwendet...

Achja: Anrechnung auf Befreiung nicht möglich, da private Leistung.

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