Kann Autismus auch geheilt werden?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Trotz vielfältiger Einzelergeb­nisse hat die Ursachenforschung bislang nicht zu allgemein verbindlichen Ergebnis­sen geführt. Als pri­märe Ursache ist eine biologische bzw. hirnorganische Basis anzunehmen, während Umwelteinflüsse für den Verlauf von Bedeutung sind.

Und nein - es müssen nicht immer Medikamente sein - auch mit Vitamin B6 und Magnesium wurden schon gute Erfolge bobachtet.

https://www.autism.com/trans_german_b6

Nein.Autismus ist ja keine Krankheit, sonderen eine andere Art, die Welt wahrzunehmen.
Medikamente gibt man da nicht so schnell, eher eine Verhaltenstherapie. Weil es geht ja um Kommunikation, um sprechen, um planen, um Dinge in einer bestimmten Zeit tatsächlich motorisch umgesetzt zu bekommen... .

Jeder Autist ist aber anders ( es gibt da sehr große Unterschiede in Schwere und Art und Weise) , und deswegen muss man da eigene Wege finden, damit umzugehen.
Der Psychologe/Familientherapeut hilft dabei, dass der Umgang damit für alle Familienmitglieder erträglicher wird.

Das hilft schon enorm für die Welt drumherum weiter.

Glücklicherweise weiß man mittlerweile, dass Autisten lernfähig- auch auf sozialem Gebiet-  sind.

Das bedeutet, das gewisse soziale "Defizite" im Laufe der Jahre kleiner werden können.

Ganz verschwinden? Glaube ich nicht dran. Man bleibt "etwas seltsam für die Anderen", so würde ich das mal ausdrücken.


Hallo :)

Heilbar ist es nicht. Sie ist nicht krank, wozu sollte sie dann geheilt werden?
Sie nimmt die Welt anders wahr, es fällt ihr schwer alles um sie herum zu verarbeiten. 

 Ich kann euch verstehen, dass es für euch als Familienmitglieder schwer ist, ihr vielleicht nicht genau wisst wie ihr sie am besten fördern könnt, aber versucht das bitte nicht mit irgendwelchen Medikamenten. Leute, die behaupten man müsste diese Kinder heilen, oder ihnen was geben, diskriminieren uns und kennen sich scheinbar gar nicht mit dem Thema aus.

Also ich meinte jetzt die Ärzte damit, die sowas behaupten. Dass du nicht genau weißt was gut und was nicht gut ist, ist ok. Du meinst es nur gut. 

Wie das bei kleinen Kindern aussieht, also wie man sie fördern kann, weiß ich nicht genau. Aber gebt ihr bitte nicht das Gefühl, dass sie unnormal sei. Man selbst fühlt sich auch nicht unnormal, man denkt man wäre "normal", schließlich weiß man nicht wie andere alles wahrnehmen.

Mit den Ärzten ist das immer so eine Sache. Ich will nicht sagen, dass es schlecht für sie sein muss, aber ich wurde schon zu vielen Ärzten geschickt. Keiner hat was gebracht. Mir wurden Sachen angedreht, die ich überhaupt gar nicht habe. Als ich 13 war musste ich Marienkäfern Punkte anmalen und meinen Namen in den Sand schreiben.... ich bitte dich....

Umso älter man wird, desto mehr lernt man sich aber anzupassen. Es kann sich wirklich "bessern". Aber wie gesagt, ihr solltet sie nicht behandeln als wäre sie unnormal. Denn das ist sie nicht.

Hallo,

Also erstmal toll, dass du dich informierst.

Autismus ist angeboren und nicht heilbar.
Wie deine Schwester mit ihrem Autismus klar kommen wird, hängt von ganz vielen Faktoren ab.
Zum einen, wo im Spektrum sie sich befindet, also wie stark sie von ihrer anderen Wahrnehmung und Verarbeitung beeinträchtigt wird.
Wie gut sie selber lernt zu kompensieren.
Dann, ob sie irgendwelche Begleiterkrankungen hat die man noch mit Behandeln muss und sie anstrengen.

Mich wundert, dass sie Medikamente bekommen soll, da Autismus nicht durch Medikamente sondern durch Verhaltenstherapie und Ergotherapie bzw. logopädie positiv unterstützt werden kann.

Auch ihr könnt deine Schwester unterstützen, indem ihr ihr einen Tagesablauf bietet, der viele Routinen beinhaltet. Das entlastet den "Arbeitsspeicher" im Kopf und lässt Raum um zu lernen.
Neue Situationen sollten vorher angekündigt werden.
Auch könnt ihr ihr soziale Interaktionen immer wieder kindgerecht erklären. Oder mit Bilderbüchern Gesichtsausdrücke und Gefühle erkennen lernen üben.

Das ganze aber bitte spielerisch und ohne Zwang.

Hat sie Spezialinteressen? Darauf kann man auch gut aufbauen um zu Lernen oder soziale Interaktion zu fördern.

Aber wie gesagt, jeder Autist ist anders und hat andere Bedürfnisse.
Sprecht mit den Ärzten und Therapeuten, die an der Diagnostik beteiligt waren.

Ich wünsche euch ganz viel Erfolg

Bei mir wurde - als ich zwischen 8 und 11 Jahre alt war - auch zuerst Autismus diagnostiziert. Später selektiver Mutismus, was ein gravierender Unterschied ist. Das war vor über 30 Jahren.

In den letzten 15 Jahren bin ich zwei Psychologen begegnet; zuletzt vor vielleicht vier Jahren. Keiner wußte, was selektiver Mutismus ist. - Der eine schaute in sein Fach-Wörterbuch, dem anderen musste ich es erklären.

Wie das bei Autismus ist, weiß ich nicht. Aber mein Mutismus war irgendwann (ca. mit 18) einfach weg. Ohne Medikamente.


Heilbar ist es nicht, aber viele können lernen wunderbar damit zurecht zu kommen und ein ziemlich normales Leben führen

Hey also soweit ich weiß ist der autismus nicht zu heilen tut mir echt leid mit deiner Schwester...Aber er kann ein wenig herausgezögert werden durch Medikamenten Gabe....Sie kann aber trd ein tolles leben führen mit guter Unterstützung aus der Familie ...Sie ist zwar anders aber immer noch deine Schwester ich denke das wird nichts ändern ...
Viel Glück euch

...Aber er kann ein wenig herausgezögert werden durch Medikamenten Gabe.

Das ist so nicht richtig.

Medikamente werden also nur eingesetzt um die Begleitsymptome von Autismus zu behandeln und nicht um Autismus an sich zu bekämpfen.

3

Was möchtest du bitte herauszögern?
Autismus ist keine sich verschlechternde Erkrankung. Es ist eine andere Form der Wahrnehmung und deren Verarbeitung mit der man (bedingt) umzugehen lernen kann.
Medikamente sind erst einmal nicht erforderlich. Der Autismus an sich kann auch damit nicht behandelt werden. Manche "Begleiterkrankungen" schon. Einer Dreijährigen würde ich aber keine Medikamente verabreichen, sondern ersteinmal den Tagesablauf für sie durch Pläne (mit Bildchen) und Rituale nachvollziehbar machen. Wenn dann Begleiterscheinungen sich nicht bessern weiter schauen.

1

Nein, danke.

Man kann nur Autisten beibringen, wie sie sich zwischen neuroptypischen Menschen verhalten müssen. Aber sie bleiben Autisten.

Ich meine im Internet gelesen zu haben das es momentan keine wirkliche Behandlung gibt aber es sich mit dem Alter bessern kann

Liebe Malku,

ich möchte dir einen Blog empfehlen:

Ellas Blog

sowie die Seite www.rehakids.de. Dort gibt es ein "Unterforum" Autismus mit unwahrscheinlich vielen Themen und kompetenten Eltern und Fachleuten.

Habt ihr schon Kontakt zu einem Autismus-Therapie-und Beratungszentrum? 

Alles Gute!

Sonskyn

Was möchtest Du wissen?