Kann AIDS durch Mücken übertragen werden?

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Blut geht grundsätzlich nur einen Weg, und zwar durch den Saugrüssel in die Mücke hinein. Der zur Blutverdünnung in die Wunde eingespritzte Speichel, kommt aus einem anderen Kanal des Stechrüssels.

Der Malaria-Erreger kann innerhalb der Mücke überleben, ja sich sogar in ihr entwickeln und vermehren. Hat die Mücke Malariaverseuchtes Blut gesaugt, kommt der Virus nach dem Gang durch den Verdauungstrakt auch in den Speichel der Mücke.

Das AIDS-Virus ist ganz anders aufgebaut und kann in der Mücke nicht überleben.

Die Wahrscheinlichkeit, das am Saugrüssel der Mücke AIDS-verseuchtes Blut haften bleibt, das dann beim nächsten Stich in den Körper gelangt, besteht zwar, doch die Möglichkeit sich auf diesem Wege anzustecken, beträgt 1 zu 10 Millionen.

http://www.muecken.org/Uebertragen+Muecken+AIDS

Diese Frage ist viel diskutiert und auch von Experten experimentell angegangen worden. Die Antwort ist eindeutig: Ja, man kann durch Insektenstiche eine Infektion bekommen. Die Nachweise waren aber populationsbezogen immer schwer durchzuführen, da man z.B. in Slumgebieten, wo die Mückenbelastung hoch ist, nie genau sagen konnte, ob nicht auch andere Ansteckungsquellen sicher auszuschließen sind. Allerdings wurde in medizinischen Tests nachgewiesen, dass der HI-Virus in den Mundwerkzeugen von stechenden Insekten durchaus einige Minuten aktiv am Leben bleibt. Wenn innerhalb dieser Zeit ein erneuter Stich erfolgt, ist eine Infektion möglich. Ich selbst saß einmal zufällig in Washington DC an einem Abend in einer Gegend, wo ein typischer Schwulentreff war. Man konnte auch einige Männer sehen, die in Rollstühlen geschoben wurden (im fortgeschrittenen Aids-Erkrankungsstadium können die Patienten nicht mehr selber gehen. Als ich plötzlich von einer Mücke gestochen wurde habe ich eine fast panische Angst entwickelt, dass genau diese Mücke vielleicht vorher einen von den Aidskranken gestochen hatte und nun zum Überträger des Virus geworden war. Aus meinem Schreiben heute ist sichtbar, dass ich Glück gehabt habe. Ich habe allerdings in der Folgezeit immer mal wieder diskutiert - besonders bei Zahnärzten, die ich vor meiner Behandlung aufgefordert habe, den Griff an der einstellbaren Leuchte mit Alkohol zu reinigen. Sie tragen zwar Handschuhe, aber wenn sie vor mir einen Patienten behandelt haben und dabei etwas Blut an die Handschuhe gekommen ist, dann klebt dieses Blut nach einer Lampeneinstellung auch am Griff. Wenn 20 Minuten später - in dieser Zeit müssen die Viren noch nicht abgestorben sein - der Zahnarzt wieder die Lampe justiert und anschließend in meinen ebenfalls blutenden Mund greift, ist ein Infektionsrisiko gegeben.

Ansteckend sind allein Blut, Sper... und Vaginalflüssigkeit. Am häufigsten wird HIV in Deutschland durch Geschlechtsverkehr übertragen und - auf Grund verbesserter Prävention - nur noch in Einzelfällen durch intravenösen Drogenkonsum oder berufliche Exposition. Auf unverletzter Haut sind auch Blut, Sper... und Vaginalsekret nicht ansteckend, sollten aber dennoch mit Seife abgewaschen werden. Denn auch in der Haut befinden sich spezialisierte Immunzellen (Langerhanssche Zellen), die Zielzellen von HIV sind und – theoretisch - nach längerer Kontaktzeit infiziert werden könnten. http://www.hivandmore.de/hiv-informationen/uebertragung.shtml

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