Kann ein Arzt die Behandlung ablehnen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich kann jeder Arzt auch Patienten ablehnen. Dann liegen aber in der Regel Sympathiegründe bzw ein Vertrauensbruch zugrunde. In seltenen Fällen kollidieren aber auch verschiedene Menschenbilder miteinander. So habe ich es einmal erlebt, dass eine Frau den Hausarzt, den sie über 20 Jahre hatte, als sie zur Palliativpflege wurde. Der Arzt konnte und wollte die Frau nicht in Frieden sterben lassen.

Es wäre unprofessionell aufgrund von missachten von Ratschlägen wie in deinem Beispiel. Jeder Arzt weiß, dass Rauchen und Alkohol Süchte sind und nicht so einfach abgestellt werden können. Es ist aber auch sein Job, natürlich auf die Gefahren hinzuweisen. Gerade dann, wenn sie auch zur Erkrankung geführt haben. Sie sollten aber auch wissen, dass nicht jeder Mensch die Kraft dazu hat, einen Entzug zu starten.

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Es gibt aber viele Ärzte die bestimmte Dinge als Hobby medizinisch zu empfehlen. z.B. Idealgewicht. Dann heisst es immer abnehmen abnehmen abnehmen.. Oder sie sind persönlich gegen Alkohol oder Tabak und wollen das Verhalten von allen ihren Patienten.

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@WOL50

Ja, das kann ein Hindernis sein, muss es aber nicht. Sicher muss man auch manchmal echt an sich halten, bei COPDlern, die auch noch Rauchen, Leberzirrhose und Trinken oder Diabetes uns Naschen... aber alles davon ist menschlich.

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Grundsätzlich darf ein Vertragsarzt eine Behandlung nicht ablehnen.

"Die Wahl des Arztes ist in der Regel frei (vgl. § 76 SGB V). Ist denn ein Arzt in seiner Wahl genauso frei oder ist er verpflichtet, jeden zu behandeln, der zu ihm kommt? Es muss zwischen Kassenärzten und privat abrechnenden Ärzten unterschieden werden.

Kassenärzte

Kassenärzte haben sich verpflichtet, an der medizinischen Versorgung der Kassenpatienten teilzunehmen. Ein Kassenarzt darf einen Kassenpatienten daher nicht ablehnen, es sei denn, er hat keinen Termin frei."*https://www.das.de/de/rechtsportal/patientenrecht/arztpflichten/behandlungspflicht.aspx

Dies ist sehr oft so.Nur wird es dem Patienten nicht gesagt . Die Ärzte agieren nach dem Motto:"Was der Patient nicht weiß, kann er nicht vermissen".Vor allem in meinem Heimatland den USA, mittlerweile aber auch hier in Deutschland(gesetzlich Versicherte) wird man "schlampig" untersucht und Untersuchungswünsche zu Diagnosen bleiben daher unerfüllt. Zu der eigtl. Frage muss natürlich gesagt werden,dass es juristisch nicht möglich ist . Die Praxis( :) Wortspiel weil es auch Arztpraxis sein kann) sieht aber anders aus.

Liebe Grüße,

John

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