Kaninchenhaltung auf dem Balkon

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Man muss hier zwei Fragen voneinander unterscheiden:

Da ist zunächst einmal die Frage der Tierhaltung. Sie läßt sich leicht beantworten: Das Halten von Kaninchen ist zulässig, auch ohne Zustimmung des Vermieters. Damit gehört auch das Aufstellen eines Stalles zum normalen Mietgebrauch.

Die zweite Frage ist die nach der Nutzung der Mietsache. Der Mieter ist berechtigt, die Mietsache nach seinem Gutdünken zu nutzen. Er darf die Mietsache dabei nicht beschädigen, er darf die Mitmieter nicht belästigen und er darf die Mietsache nicht verändern. Eine Beschädigung der Mietsache ist mit dem Stall nicht verbunden. Eine Belästigung durch Lärm oder Schmutz liegt auch nicht vor. Die Mietsache wird als solche auch nicht verändert. Allerdings wird ihre Ansicht verändert. Dies ist allerdings zulässig, wie schon die Beispiele vom Sonnenschirm und den Pflanzen zeigen. Grenzen setzt insoweit eigentlich nur das Gesetz (Stichwort: Hakenkreuzfahne).

Es gibt daher keine Anspruchsgrundlage, die der Vermieter heranziehen könnte, um dem Mieter das Aufstellen dieses Stalles zu untersagen. Es handelt sich um ein zulässiges Verhalten im Rahmen des normalen Mietgebrauchs. Etwas anderes könnte vielleicht bei besonders hochwertigen Wohnanlagen gelten, deren Qualität ganz wesentlich auch auf der Ästhetik beruht. Doch selbst da würde man wahrscheinlich eine entsprechende klare Regelung im Mietvertrag fordern, die dann aber auch nicht nur für Karnickelställe gelten dürfte.

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vielen Dank damit rücke ich morgen bei der Vermietung ein.

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falsch. die veränderung der ansicht kann - z.b. bei eigentumswohnungen - bis zum zwangsverkauf führen. die vorschriften zum einheitlichen bild können im einzelfall für pflanzen oder markiesen jedoch von der eigentümerversammlung beschlossen werden.

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@Obelhicks

Falsch. Zum einen kann auch bei Eigentumswohnungen nur die Veränderung des Hauses als solches als bauliche Veränderung untersagt werden, nicht aber die Aufstellung von sonstigen Gegenständen. Die kann höchstens gegen die Grenzen des Gebrauchsrechts verstoßen. Zum anderen sind das WEG-Recht und das Mietrecht zwei nicht miteinander vergleichbare Materien. Der vorliegende Fall ist rein mietrechtlich zu entscheiden.

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Das Problem hatte ich schon mal. Ich habe den Kaninchenstall dann so von außen verkleidet das er nichtmehr wie ein Stall zu erkennen war (Rasenteppich außen wo er zu sehen ist). Und dann noch Pflanzen drauf. Jedoch war das Problem nur kurzfristig gelöst weil sich meine Untermieterin über den Geruch vom Heu beschwert hat.

Mein Rat, lasse den Stall so wie er ist, aber stelle 2-3 grünpflanzen drauf. wenn andere das auch haben, kannst auch du dir das erlauben! Alles liebe, Sonyl

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Danke, ich fand das nämlich schon ungerecht. Vorallem wohne ich ganz unten in der Mitte vom Haus, das ist auch noch dir Rückansicht vom Gebäude und davor steht ein großer Baum. Ich lass das mit mir auch nicht machen.

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@Dynamomaus87

Hallo Dynamomaus87,

Deine Ansicht kann ich zwar verstehen. Du riskierst aber, wenn Du auf stur stellst, dass die Hausverwaltung Dich formal auffordern wird, den Kaninchenstall völlig zu entfernen und Dir bei Weigerung mit einer Abmahnung die Kündigung androht.

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Dieser Tipp hilft nicht.

Denn die Pflanzen auf dem Kaninchenstall beheben ja nicht das Problem, dass der k Kaninchenstall offensichtlich von der Strasse aus zu sehen ist.

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