Kampfsportart lernen, im Verein oder an einer Schule?

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5 Antworten

Kann man pauschal nicht sagen. Es gibt gute und schlechte Vereine wie gute und schlechte Schulen.

Man muss aber gerade bei Schulen, also gewerblich betriebenen Einrichtungen, beachten, dass grundsätzlich die Möglichkeit besteht, dass es dem Besitzer oder dem Trainer (was häufig ein und dieselbe Person ist)  eher darum geht, an das Geld seiner Kunden zu kommen, als eine gute Ausbildung zu gewähren. Deshalb sollte man Erkundigungen über die Schule einholen. Hier am Ort gibt es zum Beispiel eine Schule, die u.a. Taekwondo und Hapkido anbietet, bei der es keine Seltenheit ist, dass Anfänger nach einem Jahr einen "schwarzen Gürtel" haben. "Meiterschaften", an denen diese Schule teilnimmt, sind stets Veranstaltungen, an denen nur drei Schulen (bei denen es bei allen gleich zugeht) teilnehmen und jeder (!) bekommt irgendeinen Titel. Notfalls, wenn mehr als drei Sportler in einer Klasse antreten, wird eine neue Gewichtsklasse oder sowas erfunden.
Sowas nennt man "McDojo" und die Chance, dort etwas wirklich zu lernen, ist sehr gering.

Bei Vereinen kann es andererseits sein, dass das Training nicht von einem ausgebildeten Trainer geleitet wird, eventuell sogar nur von einem Schülergrad. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass das schlecht ist, aber es kann halt sein. Deshalb sollte man auch bei Vereinen überprüfen, wer das Training leitet und was für nachprüfbare Qualifikationen der Trainer hat.

Aber:

Selbstverständlich sind die meisten Schulen seriös. Dort hat man den Vorteil, dass man häufiger trainieren kann als im Verein, da eigene Räumlichkeiten vorhanden sind Und ebenso selbstverständlich haben die meisten Vereine vorzügliche Trainer - und den Vorteil, preisgünstig zu sein.

Deshalb unterscheide ich nicht zwischen Schulen und Vereinen. Man soll dort trainieren, wo es einem gefällt, wo die Gruppe nett ist, wo die Trainer angenehem sind und wo es Spaß macht. Egal, ob das ein Verein, oder eine Schule ist.


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Kommentar von Enzylexikon
11.10.2016, 21:49

Achja, die "McDojo" - das Franchise-System für möglichst schnelles Wachstum vieler Zweigstellen bei gleichzeitig minimaler Qualität.

Oft wird ja dann auch noch "Bullshido" unterrichtet - irgendwelche fragwürdigen Pseudo-Stile, die dann natürlich als authentisches Kungfu/Ninjutsu/etc beworben werden.

Absolute Zustimmung zu deinen Ausführungen.

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Ich persönlich sehe da keinen großen Unterschied.

Eine Kampfsportschule ist für mich einfach ein Kampfsportverein mit festen Räumlichkeiten (Dojo) in denen man sich zum Training trifft.

Ein Verein kann sich aber zB auch in einer normalen Schulsporthalle treffen, dort die Matten für die Dauer des Trainings auslegen und sie dann  wieder wegräumen.

Das hat weder Einfluss auf die Qualifikation des Lehrers, noch sagt es für mich etwas über die Qualität des angebotenen Trainings aus.

Hauptsache die sanitären Standards und gesetzlichen Regeln werden eingehalten und der Mitgliedsbeitrag entspricht den äußeren Umständen.

Von irgendwelchen dubiosen Hinterhof-Fightclubs halte ich dagegen grundsätzlich überhaupt nichts.

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido in einem festen Dojo.

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Denke, dass das egal ist. Der Ton macht die Musik. Heißt: Der Trainer beeinflusst das Training, nicht der Trainingsraum.

Ich war ebenfalls  schon in "Kampfsportschulen" die in Turnhallen an Schulen unterricht gegeben haben. Genauso wie in Schulen die feste und fixe Räumlichkeiten haben.

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Ich persönlich würde zuerst in eine Schule gehen, denn ein Verein wird dir zwar helfen, aber ein grundstandard solltest du schon haben. 

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Ich würde meiner meinung nach in eine Akademie( Schule) gehen, da du da feste Räumlichkeiten hast(dojo).

Aber es sagt nichts über den Unterricht aus.

Was willst du denn für Kampfsport machen?

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