Kampfkunst Sportarten?

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6 Antworten

Wenn du offen bist für alles probiere aus was bei dir in der direkten Nähe liegt.

Jede Kampfkunst hat eine eigene Seele, informiere dich was am besten zu dir passt.

Ich kann Wing Chun bzw. Jeet Kune Do empfehlen, allerdings gibt es bei Wing Chun unzählige Stile und unfähige Schulen. Schau dir einfach mal paar Dokus/Filme an.

Yip Man - (klassisches) Wing Chun / eine eher Ruhevolle Kunst, Energie vom Gegner wird gegen Ihn gewandt | recht schwer umzusetzen, passiv

Bruce Lee (war sein Schüler) - Jeet Kune Do / Mischung aus Kung Fu und Wing Chun | Sehr effizient, passiv-aktiv

Scott Adkins - Taekwondo / sehr auf Tritte ausgelegt | Wettkampfsport, aktiv

Im allgemeinen ist zwischen passiv/Selbstverteidigung und aktiv/Angriff zu differenzieren.

Möchtest du dich in Wettkämpfen messen, Karate (Vollkontakt), Boxen, MMA, usw., etwas sanfter z.B. wären Judo oder Aikido.

In erster Linie für dich selbst, Wing Chun, JKD.

Wenn du die Möglichkeit hast solltest du dir Jeet Kune Do auf jeden Fall mal anschauen, bzw. gibt´s dazu auch sehr viel Möglichkeiten selbstständig zu trainieren.

LG Sun

Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Stilen - und das beginnt bereits bei Zielsetzung und Philosophie.

Unterschiede in der geistigen Haltung

Wettkampfsport hat einige gefährliche Techniken aus dem Trainingsplan genommen und setzt teilweise Schutzausrüstung ein. Es gibt somit Turniere, Meisterschaften usw.

Kampfkünste enthalten diese gefährlichen Techniken häufig noch, allerdings geht es nicht um Wettkampf oder Selbstverteidigung, sondern um die Entwicklung der Persönlichkeit.

Moderne Selbstverteidigungssysteme (SV) sind nicht auf Wettkämpfe oder asiatische Philosophie ausgerichtet, sondern auf maximale Effektivität, so dass es häufig ein Stilmix ist.

Unterschiede in den Techniken

Einige Stile wenden vor allem offensive, direkt Techniken an - Tritte, Fauststöße und Blocktechniken.

Andere Stile haben sich auf Techniken wie Gelenkhebel und Würfe spezialisiert, mit denen der Partner kontrolliert werden kann.

Manche Stile mischen offiziell zwar beide Elemente, meistens dominiert jedoch eine der beiden Elemente.

Manche Stile sind sehr akrobatisch mit Sprüngen, Überschlägen, Spagat und anderen visuell beeindruckenden Elementen

Gerade Kampfkünste lehren darüber hinaus teilweise auch den Umgang mit Waffen, wie Schwert und Stab. Diese Anwendungen lassen sich dann auf Alltagsgegenstände übertragen.

Aber auch moderne Selbstverteidigungssysteme vermitteln zB Wissen über den Einsatz von einfachen Hilfsmitteln.

Unterschiede in den Distanzen

Manche Stile sieht auf die Nahdistanz, den "Infight" spezialisiert, bei dem nur ein geringer Abstand zwischen den Personen besteht.

Andere Stile haben ihren Schwerpunkt auf Techniken die Distanz halten, oder sogar erforderlich machen - etwa Tritte mit gestreckten Beinen.

Welche Disziplin ist die beste?

Die "beste", "stärkste" oder "effektiviste" Disziplin für alle Menschen gibt es nicht - das sind unseriöse Werbeversprechen.

Im Ernstfall kommt es immer auf den Einzelnen und seine Nervenstärke und Anpassungsfähigkeit an - und die kann kein Stil garantieren.

Kampfsportler sind durch Wettkämpfe an Stress gewöhnt, Kampfkünstler durch mentales Training und SV-Übende haben ein möglichst realitätsnahes Training.

Es entscheidet also nicht der Stil, sondern die Fähigkeiten des Einzelnen, seine Erfahrungen den Erfordernissen anzupassen.

Welches ist "meine" Disziplin?

Der "ideale" Stil für dich selbst ist jener, dessen Training dir am meisten Spaß macht und dich langfristig motiviert. Denn nur das führt zu jahrelangem Training mit interessanten Erfahrungen.

Da ist es egal, ob es nun ein Wettkampfsport, eine Kampfkunst, oder ein SV-System ist, für das man sich selbst begeistert - Hauptsache, du hast Freude.

Einige Stile zeigen ihre tiefergehenden Elemente und wahre Effektivität erst nach längerem Training und auch positive Charakterentwicklungen kommen nicht über nacht - um so wichtiger ist Spaß und Freude.

Zu mir selbst

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido und habe hier in einem Text und mit ein paar Videos illustriert, weshalb ich es so mag

https://www.gutefrage.net/frage/welche-kampfsportart-gefaellt-euch-und-warum-welche-macht-ihr?foundIn=list-answers-by-user#answer-202694589

Ich kann eigentlich jedem empfehlen, Aikido mal eine Chance zu geben - aber das gilt letztlich natürlich auch für jeden anderen Stil.

Mein Tipp:

Suche dir die Vereine in deiner Nähe und informiere dich über das Angebot an Stilen, die Trainingszeiten, Preise usw.

Wenn du willst, kannst du dich vorab über die angebotenen Stile informieren - etwa ob sie deine "Wunschtechniken" enthalten. Es kann aber auch sehr gut sein, völlig unbelastet und ohne Erwartungshaltung zu wählen.

Vereinbare dann einen Termin für ein Probetraining. Das ist, je nach Verein, entweder als "Schnupperstunde" kostenlos, oder etwas länger gegen eine kleine Gebühr möglich.

Solch ein Probetraining ermöglicht dir auch gleich einen Einblick in die Atmosphäre vor Ort. Wie gehen die Menschen miteinander um? Sind sie freundlich? Herrscht Konkurrenzkampf? Ist der Trainer offen und hilfsbereit, oder eher ein Leuteschinder?

Es kann nämlich gut sein, dass du den Stil zwar spontan "genial" findest, dir aber die Atmosphäre dort nicht zusagt - dann suche dir eben einen anderen Verein mit dem gleichen Stil.

Egal für welche Disziplin du dich entscheidest - ich wünsche dir viel Spaß. :-)

Hallo Angelrose01,

wie die Erfahrung zeigt - und wie Du ja wahrscheinlich inzwischen auch schon bemerkt hast -, empfehlen bei solchen Fragen die meisten einfach das, was sie selbst am besten kennen. Das ist auch normal. Letzten Endes bringt es Dich aber bei Deiner Entscheidungsfindung nicht so viel weiter.

Am besten ist es, wenn Du mal ein paar verschiedene Kampfsportarten/ Kampfkünste ausprobierst. Es ist schließlich eine sehr persönliche Entscheidung. Die Kampfsportart/Kampfkunst muss Dir Spaß machen und Du musst Dich auch in der Gruppe und mit dem Meister/Trainer wohl fühlen. Alles Dinge, die Du nur durch Ausprobieren herausfinden wirst. Wohlgemerkt: durch Ausprobieren, nicht durch Zuschauen!

Ich selbst mache Kung Fu - genauer gesagt, einen auf dem klassischen Shaolin Kung Fu basierenden Stil - und würde Dir auch empfehlen, das mal auszuprobieren, weil es sehr vielseitig von den Techniken her ist und Körper und Geist gleichermaßen trainiert.

Kampfkunst oder Kampfsport? Das sind durchaus 2 unterschiedliche Begriffe die leider zu oft verwechselt werden. Kampfsport (Karate, Taekwondo, Judo usw.) sind auf den sportlichen Wettkampf ausgelegt in dem es feste regeln gibt(zumindest in unserer Westlich - Modernen Interpretation). Kampfkunst ( Wing tsun, JKD, Krav Maga) ist auf die Selbstverteidigung auf der Straße ausgelegt. Und selbst innerhalb der Kampfkunst/Kampfsport arten gibt es riesige Unterschiede.

Ja ich kann die auch Taekwondo empfehlen. Das mache ich momentan auch. Da geht es hauptsächlich um Selbstverteidigung und richtige Kämpfe wie beispielsweise bei Judo gibt es erst für die Fortgeschrittenen.
LG :)

Freund16 01.05.2016, 22:55

*dir

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Angelrose01 01.05.2016, 22:59

Ok danke dir Lg:)

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Für Taekwondo existiert ein reiches Angebot und es ist gut für Einsteiger geeignet.

mlg neumann

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