Kampf gegen Magersucht in der Schwangerschaft, und immer kleiner werdendes Selbstwertgefühl?

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4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Feynja,

zunächst solltest du dir aufjedenfall wieder professionelle Hilfe suchen. Gerade jetzt und für die Zeit nach der Geburt ist das so imens wichtig.

Du darfst auch mal Schwäche zeigen und zugeben das du Hilfe brauchst. Lass es zu und lass dir helfen.

Jetzt geht es nicht mehr nur um dich. Jetzt ist da noch jemand. Ein kleiner Wurm wächst in dir heran. Du trägst schon jetzt eine größere Verantwortung und das ist natürlich nicht so ganz einfach.

Deine körperlichen Veränderungen sind keine Seltenheit. Natürlich ist es noch umso schwerer damit umzugehen wenn man bereits eine psychische Belastung mit sich herum trägt.

Bedenke aber das die körperliche Veränderung nun in den Hintergrund rücken muss. Es geht dabei nicht nur um dich. Es geht um den kleinen Menschen der in dir wohnt.

Derartige Veränderungen spüren viele werdende Mütter. Klar gibt es auch die glücklichen die quasi gar nichts von der Schwangerschaft zu spüren kriegen - aber das sind dann auch eher Ausnahmen.

Es ist schön zu lesen das du dich auf den kleinen Erdling freust. Das ist sehr wichtig und wird dir helfen auch dich wieder zu lieben.

Dein Körper verändert sich aber das ist nicht schlimm. Dies zu verstehen ist dein nächster Schritt. Wenn du dies nicht alleine schaffst - lass dir helfen! Es stehen dir viele Möglichkeiten offen.

Ich wünsche dir viel Kraft!

Lg

HelpfulMasked

Vielen Dank für die Auszeichnung ich hoffe es geht dir gut!

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Mutter zu werden bedeutet auch, dass man etwas von sich selbst gibt.
Manche Schwangeren verlieren Zähne, manche haben Dehnungsstreifen, wie du Besenreißer, Gewichtszunahme, die Brüste verändern sich durchs Stillen, etc.
Wenn du bislang auf dich selbst bezogen warst, dann funktioniert deine Sicht auf dich und die Welt nicht mehr, wenn du ein Kind bekommst.
Es geht jetzt nicht mehr nur um dich. Wie du aussiehst. Ob du kurze Hosen tragen kannst, etc.
Dagegen kannst du ankämpfen, nix essen, dich empören, verzweifeln.
Aber du bist spät dran, mit der Erkenntnis, dass ein perfekter Körper nun nicht mehr erreichbar ist.
Vielleicht kommst du jetzt endlich zum Nachdenken.
Über Körperkult. Schönheitswahn. Perfektionismus.
Das wonach du gestrebt hast, ist hinfällig geworden.
Das kannst du berechtigt betrauern. Aber gleichzeitig weißt du doch schon, dass jetzt eine neue Lebensphase begonnen hat.

Ich freue mich auch über das Kind. Aber durch die Krankheit macht mich das einfach fertig. Ich weiß das es viele gibt die noch schlimmer dran sind. Aber ich stelle die Frage ja auch für mich. Ich möchte irgendwie vernünftig damit umgehen. Aber es ist mir gerade einfach nicht möglich. Deswegen frage ich ja ob jemand ähnliches erlebt hat. 

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@Feynja

Es geht nicht mehr nur um dich.
Du klagst eine körperliche Veränderung durch die Schwangerschaft an. Darum geht es doch nicht mehr.
Dieses "Schicksal" teilst du mit allen werdenden Müttern.

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Wenn Du das nicht in die Reihe bekommst, besteht die Gefahr, dass Dein Kind behindert wird. Das ist viel schlimmer als ein paar Schwangerschaftsstreifen. 

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