Kamerad mit ADHS

4 Antworten

Tja, der Arme ist zu bedauern: So wird er sein ADHS nie loswerden. Die Lehrer sollten verklagt werden, die solchen Schaden anrichten ! Aber wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter. Der beschriebene Schüler wird sich eher freuen über die jetzige Nachsicht - später wahrscheinlich beschweren, weil man ihm nicht wirklich geholfen hat.

Da hast du Recht.

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@tk201

ADHS wird er NIE loswerden .... toller kommentar!

Aber ansonsten geb ich dir Recht. Jeder ADS'ler muss haerter arbeiten fuer das gleiche Ergebnis. (Das ist zumindest meine persoenliche Erfahrung).

Warum die Lehrer gerade mit ihm so "vorsichtig" umgehen? Keine Ahnung! Wahrscheinlich der Weg des geringsten Widerstands, nach dem Motto, "bringt eh nix"??

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Hey! Macht doch eine Namensliste mit all den Leuten, die das ungerecht finden. Und bringt das dann zu eurer Klassenlehrerin. Wenn die nicht reagiert, könnt ihr ja zur Stufenleitung (wenn du in der Mittelstufe bist, dann z.B.: zur Mittelstufenleitung). Weil eigentlich darf das nicht sein, dass diese Person so viele Privilegien bekommt... Liebe Grüße, lea

Vorsicht, du weisst nicht was für Gespräche mir Eltern, Lehrern, ihm und eventuell Therapeuten/Ärzten im Hintergrund laufen.

Du sagst "Kamerad" - dann sei kameradschaftlich. Und offenbar ist er ein netter Kerl, sonst hättet ihr ihn nicht zum Klassensprecher gewählt.

Nimm ihn zur Seite und frag ihn einfach freundlich aus. Er wird es dir nicht übel nehmen und offen Antworten. Und wen es vernünftig klingt - gib ih den freundschaftlichen Rat das der Klasse auch zu sagen, er wird es akzeptieren.

Bitte keine Dinger wie Unterschriftenlisten oder ähnliches! Das würde ihn vor den bloßstellen und tief verletzen.

Im übrigen nutze eine zu starke Bevorzugung auch einem ADHSler nichts. Er muss es nämlich lernen.

Andererseits braucht er, bis er wirklich gelernt hat sein ADHS zu kompensieren (und das dauert und es ist nötig denn die Hirnchemie bleibt ja Lebenslang gestört - aber es geht) in bestimmten Situation besondere Rücksicht - aber die Grenze ist schwer zu treffen wie bei jedem "Nachteilsausgleich" (Hausaufgaben wegen Therapien aussetzen; Rechtschreibung aussetzen oder geringer Bewerten, ruhigere Räume oder mehr Zeit, den Platz frei auswählen können - und wenn's unter dem Tisch ist etc.).

Sei ein Kamerad und behandele ihn auch so!

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