Kamera zum Action Film drehen?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hi,

http://www.amazon.de/Camcorder-Kamera-Foto/b/ref=sv_ph_4?ie=UTF8&node=273647011

gebe auf der rechten Seite deine 180€ ein und such dir ein aus.

Wenn du ein Camcorder mit Full-HD suchst, werden keine Megapixel angegeben sondern die Auflösung: 1920x1080 oder 1080p, das sind etwa 2 Mio Pixel

Ich suche eine gute kamera mit der man Action Filme drehen!

Allein für das Zubehör kann man schon das 10fache ausgeben... 600 EUR bis 900 EUR sollte man schon einplanen!

Filmen & DSLR ist so eine Sache…

Um wirklich sinnvoll filmen zu können braucht man diverses Zubehör wie Schwebestative, Dolly (Kamerawagen), Rig, usw.

Zum Zoomen muss man bei der DSLR an einem Ring am Objektiv drehen - Das verursacht Erschütterungen im Bild! Darum wird meist nicht gezoomt sondern die Kamera näher oder weiter weg gebracht. - Stichwort - Dolly (Kamerawagen) oder Schwebestativ (zum Ausgleich der Bewegungen des Gehens - Stadycam, Flycam, ...)

Professionelle Videographer setzen auch meist auf Festbrennweiten, einerseits wegen der besseren Bildqualität und der höheren Lichtstärke und andererseits wegen der kompakteren Bauweise.

Der AF ist bei der DSLR im LiveView- bzw. Videobetrieb kaum brauchbar:

  • langsam - Dauer zw. 2 und 6 Sek. bis die Kamera die optimale Schärfeeinstellungen gefunden hat sind keine Seltenheit!
  • pumpen - der AF fährt vor und zurück um die optimale Schärfepunkt zu finden
  • Nebengeräusche - der AF-Motor in der Kamera bzw. im Objektiv sorgt für Geräusche in der Tonspur

...und damit jedem 100 EUR Camcorder unterlegen.

Um das auszugleichen braucht man eine Möglichkeit manuell wackelfrei zu fokosieren. Das ermöglicht ein Rig. Ein Rig ist ein modular aufgebauter DSLR-Halter mit zB:

  • Fokusrad mit dem man den Fokusring der Optiken etwas feinfühliger und genauer aber vor allem Erschütterungsfrei über ein Umlenksystem bedienen kann,
  • Halter für größere externe Bildschirme,
  • Gegengewichten um die Kamera geschultert besser halten zu können,
  • Griffen für verschiedene Kamerapositionen,
  • etc.

Und dient zur besseren Handhabung.

Der eingebaute Ton ist auch meist grausam und vor allem hört man Fokus und Zoom-Geräusche. Da der Tom jedoch eher als Pilotton zur Nachvertonung gedacht ist stellt das wiederum kein Problem dar - Nur braucht man dann zusätzlich ein externes Mikrofon...

Ideal ist ein externes Mikrofon mit eigener Pegelsteuerung/Aufnahmegerät! Das hat viele Vorteile... Man kann es mit sozusagen jeder Kamera verwenden, Videos muss man ohnedies schneiden da kann man gleich eine 2. externe Tonspur mit einbauen und das interne Mikro nur als Pilotton verwenden.

Außerdem kann man bei etwas größeren Projekten einen Freund, Bruder, Schwester oder sonstjemand bitten den Ton zu machen und muss sich dann selber nur auf das Bild zu konzentrieren.

Weiters sind Mikrofone auch nicht universell. Je nach Einsatzort und Zweck ist da weiteres Zubehör wie ein Korb oder ein Ständer um es als Tischmikrofon zu verwenden sinnvoll. Da einige Kameras nach wie vor keine Pegelanzeige und Pegelsteuerung bieten ist das externe Aufnahmegerät mit Mikro sicherlich die bessere und flexiblere Option als der Aufpreis zum nächst besseren Kameramodell!

Eine richtig gute Lern-DVD ist "Praxistraining: Filmen mit der DSLR" aus dem Addison-Wesley-Verlag! Auf der wird alles von Kameraeinstellungen, Zubehör, Tonaufnahme bis zur Nachbearbeitung am PC und dem Schnitt beschrieben!

Hier siehst du mal den Video-AF einer Sony:

(Sony hat den besten AF bei Video)

mbauer588 10.06.2014, 19:37

Dann kommt da noch eine Kamera + Objektive dazu:

Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich!

Geh einfach mal in ein Geschäft und sieh dir die Kameras an, nimm die in die Hand und probier aus bei welcher dir die Bedienung und das Menü besser gefallen. Technisch nehmen sich die Hersteller nicht viel!

Du kannst auch getrost am Gehäuse sparen und lieber ein oder zwei gute Objektive kaufen... Da musst du bei Canon allerdings aufpassen, die günstigste Canon (1100D) wurde derart limitiert, dass man mit dem Modell bald keinen Spass mehr hat! Bei Nikon kann man auch schon mit der D3x00-Serie glücklich werden.

Daher mein Tip:

  • Nikon D3100 + 18-105mm Kit-Optik
  • Nikon D5100 + 18-105mm Kit-Optik
  • Nikon D7000 + 18-105mm Kit-Optik

Nimm auf KEINEN FALL ein Set mit 18-55mm Kit-Optik! Die ist sehr oft irgendwie zu Kurz und damit wirst du nicht glücklich auf Dauer. Zumindest ging es mir so. Da man sich den Fehlkauf dann auch nicht eingestehen will hab ich mir die 55-200mm Linsen nachgekaufen kann ist das "Doppelzooom-Kit" mit den 2 Linsen war auch nicht so toll. Andauernd die Linsen wechseln, hin und wieder her - was dann recht schnell Staub in die Kamera bringt und egal wo die 2. Linse mitnehmen - einfach nur nervig! Am Ende hab ich beide verkauft und ein 18-105er angeschafft.

Das Nikkor 18-105mm bietet dir sehr gute Bildqualität und deckt mit seinem Brennweiten-Bereich 90% der alltäglichen Fotoaufgaben ab!

Die kleine Nikon D3100 hilft dir auch mal weiter mittels Guide-Modus falls du mal bei einem Motiv nicht weiterkommst... Ich würde jedenfalls immer die "kleinere" Modellserie vorziehen und mir lieber mit dem gesparten Geld noch ein 2. Objektiv kaufen.

Der Grund warum ich eingentlich hautpsächlich Nikon empfehle ist der, dass man bei Nikon einige wirklich großartige Objektive bekommt. Vergleichbare Modelle Bei Canon sind dann nicht so gut oder man muss für vergleichbare Bildqualität deutlich mehr zahlen!

Zum Thema filmen mit der DSLR & DSLR-Kauf hab ich noch einige Infos in meinen Tipps: http://www.gutefrage.net/nutzer/mbauer588/tipps/neue/1

Gleiches gilt für Canon ab den 3-stelligen… Die EOS 1100D hat keine Sensorreinigung was dann dazu führt, dass man in kürzeren Abständen eine bezahlte Sensorreinigung bei Canon durchführen lassen muss. Leider ist das 18-135er Canon deutlich Schwächer im Weitwinkel-Bereich und kostet gute 100 EUR mehr :( Auch das 50mm f/1.8 ist nicht das gelbe vom Ei schon garnicht im Vergleich zum Nikkor... Für vergleichbare Bildqualität wie das 50mm Nikkor muss man bei Canon zum 3x so teuren f/1.4er greifen! Und ein 35mm Normalobjektiv ist ebenfalls gut 100 EUR teurer und 1/3 Blenden lichtschwächer...

Das und einige andere Dinge veranlassen mich eher Nikon im Crop-Segment zu empfehlen!

Noch wichtiger als die ganze Technik ist die Person hinter der Kamera! Beschäftige dich mal mit den Grundlagen der Fotografie - auf youtube gibt es hunderte gute Tutorials zu dem Grundlagen der Fotografie. Such einfach auf youtube nach "Fotografie Grundlagen" oder "Fotografie Basics"!

Denn erst wenn man die ganzen Grundlagen beherrscht und richtig Einsetzt werden die Bilder wirklich gut. Eine DSLR ist nur ein Werkzeug, dass man allerdings beherrschen muss denn sonst ist die Gefahr groß versehentlich oder unwissend etwas einzustellen, dass die Bilder nicht gerade verbessert. Auch die ganzen Automatiken der Kameras sind allzuoft suboptimal und liefern oftmals nur mäßige Bildergebnisse. Darum ist das lesen der Bedienungsanleitung und der Erlernen der Grundlagen der Fotografie entscheidend!

0
mbauer588 10.06.2014, 19:39
@mbauer588

Dann fehlen noch die Objektive:

UWW:

  • Tokina 12-24 f/4 - 450 EUR

Immerdrauf/Standard - Objektiv:

  • Nikkor 18-105 VR - 189 EUR - Preis/Leistungs-Tip. Idealer Allrounder…
  • Tamron 17-50mm f/2.8 - 220 EUR - Gut und Lichtstark - Oben rum sehr wenig Tele.

Normalobjektiv:

  • Nikkor 35mm f/1.8G - 170 EUR - Entspricht ca. dem menschlichen Sehfeld und ist dank seiner Lichtstärke sehr gut für Lowlight-Bilder geeignet. Gute bis sehr gute Abbildungsleistung.
  • Sigma 35mm f/1.4 HSM Art-Series - 700 EUR - Extreme Schärfe und grandiose Abbildungsleistung, die beinahe an ein Zeiss Otus 55mm 1.4 herranreicht. Derzeit das beste 35er am Markt.

Tele:

  • Tamron 70-300 VC USD - 330 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, gute Abbildungsleistung
  • Tamron 70-200 f/2.8 - 550 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, lowlight-tauglich, 1,2kg schwer!
  • Sigma 70-200 f/2.8 - 990 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, lowlight-tauglich, Stabilisator, 1,5kg schwer!

Portrait/Makro:

  • Nikkor 50mm f/1.8G - 170 EUR - günstigster Einstieg in die Portrait-Fotografie. Aber keine Makro-Linse...
  • Tamron 60mm f/2 - 330 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen aber für Tiere zu kurz - FLUCHTDISTANZ!!!
  • Tamron 90mm f/2.8 - 380 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen und Tiere

Zu guter letzt:

Sie sollte um die 20 Megapixel! Sie sollte nicht zu groß sein

Historisch war die Kamera eigentlich der Halter für den Film und irgendwann auch das Bedienteil vom Objektiv... Seit dem digitalen Zeitalter ist die Kamera wegen der techn. Daten vom Chip ein wenig mehr...

MPix, Lowlight-Performance und vieles mehr geistern in den Köpfen der Leute herum...

MPix sind vor allem entscheidend für die max. Ausgabegröße. Dabei kann man sagen 12 MPix reichen gerade für A3. 24 MPix reichen für A2. Fotografiert man nicht um A2-Plakate auszudrucken dann braucht man auch keine 24MPix. 14, 16 und 18 liegen irgendwo zwischen A3 und A2 bzw. bieten noch Crop-Reserven für A3-Drucke...

Viele MPix haben aber 3 Nachteile:

  • hoher Speicherverbrauch
  • hoher Ressoucenverbrauch bei der Bearbeitung - sprich der PC muss da dann auch etwas mehr Leistung haben um flüssig arbeiten zu können.
  • gesteigerte Anforderungen an die Objektive und damit auch höhere Folgekosten für Objektivkäufe...

Die ISO-Performance ist in einigen Fällen ein Kriterium. Vor allem in der Konzertfotografie wo man Menschen bei sehr bescheidenen Lichtverhältnissen ablichten will oder in der Astrofotografie, ist das entscheidend. Die Unterschiede sind jedoch nicht so gravierend... Ich habe die D90 (anno 2008) gegen eine D7100 (anno 2012) antreten lassen und für mich herausgefunden, dass die Steigerung ca. 1,0 - 1,3 Blenden sind. Sprich ISO 1.600 an der D90 ist genauso verrauscht wie ISO 3200 - 4300 an der D7100. Das entspricht einer Steigerung von gerade mal einer guten Blende in 4!!! Jahren!

Will man weder große Plakate drucken noch Konzertfotografie oder ähnliches betreiben dann ist der Kamera-Body absolut unwichtig! Jede derzeit im Verkauf befindliche DSLR (also von den Restposten der 2008er Modelle bis zu aktuellen brandneuen Modellen) macht hervorragende Bilder und die kleinen Unterschiede spielen nur in Grenzbereichen eine Rolle.

Der Vorteil einer (D)SLR ist es jedoch seit den ersten analogen Modellen, dass man die Kamera mit dem richtigen Objektiv an jede Aufnahmesituation anpassen kann - sprich eine (D)SLR ist immer nur so gut wie die eigene Objektiv-Auswahl.

Ganz abgesehen davon, dass beim Filmen nur 2Mpix aufgezeichnet werden!

0

Sie sollte um die 20 Megapixel!

Was nützen Dir 20 MP? Full HD hat eine Auflösung von 1920*1080 Pixel, das ergibt gerade mal 2 MP.

Außerdem findest Du in dieser Preisklasse nur Spielzeuge für Amateure...

Hast du dich vertippt und meinst 1800€? Wenn ja, da lässt sich was finden. Wenn nein: Warte und spare, für 180€ gibts nichts gutes. 500€ sollten es schon mindestens sein.

Die Nikon coolpix L840,

die kann man bei filmen niedrigerer qual. nutzen,kostet knapp 190 euro

Was möchtest Du wissen?