Kamera kaufen - Anfänger?

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9 Antworten

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

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Hallo Vania96,

die beste Kamera für Dich ist diejenige, ...

◦ ...die Dir gut in der Hand liegt

◦ ...mit deren Bedienungskonzept Du gut zurecht kommst

◦ ...die Deine Ansprüche an Verarbeitungsqualität und Ausstattung erfüllt

◦ ...die zu Deinen fotografischen Schwerpunkten passt.

Deshalb wirst Du mit den "Ratschlägen" von Leuten, die ihre eigenen Kameras empfehlen, nicht weiterkommen. Du solltest besser in ein Fotofachgeschäft gehen (nicht in einen Elektronikmarkt) und verschiedene Modelle in die Hand nehmen und ausprobieren (vor allem auch draußen) und auch ruhig fachkundige Beratung in Anspruch nehmen. Damit wirst Du einer guten Entscheidung sehr viel näher kommen.

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Dann kauf Dir bloß keine Fudji - die Anleitungen für Fudji-Kameras haben selbst meinen Mann - und der fotografiert seit über 35 Jahren mit Leidenschaft - schon fast zur Verzweiflung gebracht.

Ich würde mir eine kleine Nikon kaufen. Da hat man keine Probleme mit den Einstellungen und kann ohne Probleme jederzeit Objektive nachkaufen.

Die ist ideal für Anfänger, kostet um die 530,- Euro, musst Du mal googeln, wer die günstigste im Moment anbietet.

http://www.nikon.de/de\_DE/product/digital-cameras/coolpix/bridge/coolpix-p900

Es gibt von Nikon natürlich auch günstigere Kameras. Geh am besten in ein Fachgeschäft und lass Dich ausführlich beraten. eine Kamera käuft man ja nicht alle Tage, Du sollst ja ein paar Jahre Spaß an ihr haben.

lg Lilo


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Ich setze auf Nikon und zwar aus folgenden Gründen:

  • Der Gebrauchtmarkt und das Angebot an neuen Objektiven und Zubehör ist sehr gut und reichhaltig.
  • Diverse Objektive wie zB 50mm 1.8 oder 35mm 1.8 sind bei Nikon deutlich günstiger bzw. besser als die Canon-Gegenstücke. Und mir pers. ist die Bildqualität am wichtigsten. Als etwas längere Normalbrennweite mit 1:1 Makro-Möglichkeit (ideal für Gegenstände oder Pflanzen) gäbe es ein 40mm Nikkor - Canon hat nichts derartiges im Programm.
  • Die neuen Modelle von Nikon haben keinen AA-Filter mehr. Das sorgt für beeindruckende Detailwiedergabe und Schärfe. Mehr Bildqualität bekommst du nirgends für das Geld. 

Daher mein Tip:

  • Nikon D3300 + 18-55mm Kit-Optik

Zum Üben und erlernen der Kamera-Funktionen reicht ein 18-55mm. Um die Kamera auszureizen sollte man sich später bessere Objektive zulegen. Ein Objektiv ist ein Werkzeug und man muss wissen was man benötigt und was für den Einsatzzweck passt. Daher kann ich dir hier nichts konkretes empfehlen. Wenn du die Bedienung der Kamera und die Grundlagen der Fotografie erst mal erlernt hast wirst du auch selber wissen was du brauchst und was dir fehlt.

Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen. Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich! Du kannst auch getrost am Gehäuse sparen und lieber ein oder zwei gute Objektive kaufen... 

Wer seine Kamera nicht bedienen kann oder die Grundlagen der Fotografie nicht beherrscht wird damit auch mit einer DSLR keine vorzeigbaren Bilder erzeugen! Das wichtigste ist und bleibt der Fotograf. Dinge wie Bildgestaltung oder der richtige Einsatz von Zeit, Blende, etc. ist essentiell aber heutzutage leicht erlernbar...

Es gibt hunderte Bücher, zig Lern-DVDs von Video2Brain oder Gallileo Design und auf youtube gibt es hunderte gute Tutorials zu dem Grundlagen der Fotografie. Such einfach auf youtube nach "Fotografie Grundlagen" oder "Fotografie Basics"!

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nextreme 20.01.2016, 12:52

Und wenn sie die Kamera nicht nach nem halben Jahr total enttäuscht auf dauer in die Schrankwand verbannen soll, würde ich wenn nur zum Body der Nikon raten und statdessen wenigstens ein 17-50 mit durchgehend f2,8 von Tamron oder Sigma zum Einstieg wählen. Was spräche auch sonst für eine DSLR im Urlaub ausser lichtstarke Objektive?

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mbauer588 20.01.2016, 12:59
@nextreme

Was spräche auch sonst für eine DSLR im Urlaub ausser lichtstarke Objektive?

Bessere Detailwiedergabe, Freistellung und Rauschverhalten.

Das 2.8er Zoom ist soll - geht sich aber mit dem Budget nicht mehr aus. 

Bei so kleinem Budget muss man irgendwo Abstriche machen! Und wer weiß ob Ihr 17-50mm liegen? Beim Fotografieren wird Sie merken was Ihr fehlt und dann wahrscheinlich das System erweitern... 

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Hallo,
das hängt von vielen Entscheidungen ab. Als erstes solltest Du Dich fragen wie viel Du bereit bist am Ende an Geld zu verlieren. Denn Kamera haben heißt nicht automatisch auch Kamera behalten. Sie kann geklaut, vergessen, verloren oder zerstört werden. Dann solltest Du Dich fragen welche Ansprüche Du an die Kamera hast. Willst Du nur Schnappschüsse machen um eine Erinnerung zu haben tut es jede günstige Kamera ab 100€ vom Mediamarkt/Saturn/etc. Willst Du aber z.B. Qualität musst Du tiefer in die Tasche greifen. Wichtig ist auch, da Du Dich als Anfänger bezeichnest, dass Du eine Kamera brauchst die dafür geeignet ist. Denn eine Kamera für 500€ kann zwar technisch mehr, ist aber für Anfänger schwieriger zu erlernen und der Frust kann schnell rauskommen.

Da Du ja aber eine Empfehlung haben wolltest. Schau Dir mal diese hier an: http://www.dkamera.de/testbericht/panasonic-lumix-dmc-tz61/

Damit wirst Du sicher nichts falsch machen. :)

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Mein Tip:

Lasse Dich in einem Fachgeschäft beraten. Für den Anfang reicht eine Kamera bis zu 200,-€ meine ich. Für eine höherwertige Kamera fehlt Dir die Erfahrung. Solch eine Kamera kannst Du garnicht ausnützen !

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http://www.chip.de/bildergalerie/Beste-DSLR-und-DSLM-fuer-Einsteiger-Galerie_69081718.html

Beste DSLR und DSLM für Einsteiger

  1. Panasonic Lumix DMC-G6 (ab 389 Euro)
  2. Olympus Pen E-PL7 (ab 339 Euro)
  3. Panasonic Lumix DMC-GF7 (ab 379 Euro)
  4. Panasonic Lumix DMC-GM1 (ab 352 Euro)
  5. Sony Alpha 5100 (ab 379 Euro)
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mbauer588 20.01.2016, 13:00

Bei den Tests kommt es sehr stark auf die Methodik an mit der die Tests gemacht wurden und welche Bereiche wie Stark bewertet werden. In Video sind die Sonys unschlagbar... Legt ein Test viel Wert auf Video kann das ein riesen Vorteil für Sony sein. Das hilft jemand aber nicht, der keine Videos machen will und zB nur auf geringes Rauschen bei Low-Light wert legt. Vor allem weil Sony die herausragenden AF-Funktionen in LiveView und Video mit dem Verlust von 1/2 Blende an Licht und ein wenig mehr Rauschen erkauft.

Ergo müsstest du dir aus den Messwerten selber einen für dich passenden Vergleich zusammenbasteln. Dabei muss man aber auch wissen wie man diese Messwerte interpretiert! Bei Color-Foto bekommt man die Messwerte auch einzeln heraus. Dann kannst du die für dich wichtigen Messwerte Vergleichen und für deine Bedürfnisse passend gewichten.

Andernfalls gibt jeder Test nur wieder was Tester XYZ denkt, dass für den Großteil der Leute ein möglichst gutes Gesamtpaket ergibt. Also ein Ergebnis, dass weder weder Fisch noch Fleich ist! - Denn jede Kamera hat Ihre Stärken und Schwächen. Weiters lassen die Tests generell die Objektiv- und Zubehör-Palette außer acht, was für viele Fotografen, die nicht nur mit der Kit-Linse herumlaufen wollen auch extrem wichtig ist.

Tests & Messwerte (vor allem) haben schon einen Sinn! Man muss die nur interpretieren können, wissen worauf es einem ankommt und was man braucht. Was nützt dir Modell X von Hersteller Y wenn du die Linse die du brauchen würdest nicht bekommst oder die Linse bei dem System übermäßig teuer ist? Was hilft ein Test, der sagt die Oly E-M5 ist die allerbeste aber man möchte am Abend Konzertfotografie oder Wildlifefotografie bei Low-Light machen... Mal ein Blick auf die Objektiv-Palette und schon ist man schlauer... Es gibt keine Linsen, die man dazu brauchen kann - Denn mit einer 75mm f/1.8 kommt man nicht weit und 820 EUR ist 30% teurer als bei einem anderen System eine 70-200mm f/2.8

Messwerte geben Aufschluss über zB das Rauschen der Modelle - das an sich ist gut zu wissen und hilft beim eingrenzen der Kandidaten. Die Testberichte die versuchen zu klären welche Kamera das beste Rundum-Von-Allem-Ein-Wenig-Paket bietet helfen nur wenn man die auf die für einen selbst wichtigen Punkte runterbricht.

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Soll sie für die Hosentasche sein, dann eine RX100 + Griff. Sie ist in der Größe ungeschlagen. Da zB mit 1" großem Sensor ausgestattet und auch im Dämmerlicht nutzbar. Für Nichtfotografen hat sie sehr viele Automatikfunktionen und natürlich Motivprogramme. Mit einer optional erhältlichen EYE-Fi-Speicherkarte kann sie jedes Foto, direkt nach dem Auslösen wahlweise per W-LAN ins Net stellen oder an ein Smartphone oder Laptop senden.

Beispielbilder siehe https://www.flickr.com/cameras/sony/dsc-rx100

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suchst du den eine spiegelreflexkamera oder eine kompakte?

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Vania96 20.01.2016, 20:43

Eine Spiegelreflex, da die Bildqualität /-auflösung von denen doch deutlich besser ist.

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