Kamera: gestochen scharf fotografieren?

11 Antworten

Wenn deine Fotos nicht gestochen scharf sind, kann das unterschiedliche Gründe haben, die häufigsten davon sind:

  • Bewegungsunschärfe
  • Verwackeln
  • Bildrauschen
  • falsch fokussiert oder Tiefenschärfe reicht nicht aus

Diese 4 Punkte fallen nicht plötzlich weg, wenn du eine neue Kamera anschaffst. Weder dann, wenn die neue Kamera genau so "billig" ist wie deine Handykamera, noch dann, wenn du mit einer sehr guten teuren Kamera im Automatikmodus drauflosknipst.

Wenn die Fotografierbedingungen nicht gut sind (beispielsweise schlechte Lichtverhältnisse), dann braucht man Kenntnisse über die Auswirkungen von Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert, um gute Fotos machen zu können.

Oft ist es ein Abwägen und Ausprobieren, wie lang die Belichtungszeit gerade noch sein darf, damit man keine Bewegungsunschärfe bekommt, wie weit die Blende geschlossen werden muss, damit alles scharf werden kann, was scharf werden soll, und ob bei dem ISO-Wert, der dann daraus folgt, das Bildrauschen noch akzeptabel ist.

Wenn du bei Nacht bewegungslose Dinge fotografierst, dafür ein Stativ benutzt und die Kamera richtig einstellst, dann kann dein Handy auch tolle scharfe Fotos aufnehmen. Bessere Fotos, als sie in derselben Situation eine teure Vollformatskamera mit Billigobjektiv ohne Stativ aus der Hand im Automatikmodus aufnehmen könnte...

Woher ich das weiß:Hobby

Ob man scharfe Bilder macht ist keine Frage der Kamera, sondern der richtigen Bedienung.

Scharfe Fotos sind mit den meisten Kameras realisierbar.
Scharfe Fotos sind wie folgt möglich:

  • kurze Verschlußzeit in Abhängigkeit der Brennweite (ohne fotografisches Grundwissen geht das nicht)
  • Optimale Blende verwenden und die maixmale Schärfeleistung des Objektives nutzen zu können.
  • Stativ nutzen
  • Fernauslöser nutzen
  • Aufnahmen aus der Hand ruhig halten. Ellenbogen am Körper anlegen. Luft vor dem Auslösen einatmen und anhalten (das machen die beim Biathlon beim Gewhrschießen auch). Nach dem Foto kann natürlich wieder Luft geholt werden ;-)
  • ...

Hallo

"gestochen" scharf ist erstmal ein Frage der Winkelgschweindigkeiten im Motiv in Relation zur Verschlusszeit, der Optik und dann kommt der Sensor dahinter und danach das Bildprozessing. Und zuletzt kommt das Wiedergabemedium. Auf Fotopapier ist gestochen Scharf visuell etwas anderes als auf Monitoren. Je höher die Auflösung des Monitors und je weiter der Sichtabstand um so "gestochener" aber ein Fineprintdruck oder eine Laserausbelichtung ist bisher noch nicht von Monitoren erreichbar

Ich rate mal dazu eine Leica Q oder Sony RX1R auszutesten danach ist das Thema gestochen Scharf definitiv ein Problem der Wiedergabekette oder eben eine bewusste Freistellung/Verunschärfung von Motivteilen.

Bei Gebrauchtkauf kann man für Anfänger zb eine Leica X Vario (Typ 107) empfehlen. Gehört zwar zur Slow Shooting Klasse aber die Bildqualität der Zoomoptik ist auch heute noch umwerfend für die Preisklasse egal ob auf einem Monitor oder Fineprintposter. Zudem ist die Kamera extrem "Fehlertolerant" bzw werden Fehler zu "Effekten".

Der Vorteil der Leica Optik ist diese ist nie sichtbar (Liquid Lens) es gibt absolut keine Abbildungsfehler oder Streulicht bei Nachtmotiven und dazu noch das Bokeh zwischen Elmar und Summicron mit Analogfilmlook bei hohen ISO.

Wenn man nur wenig Budget hat dann wäre eine gebrauchte Canon G1 X sowas wie die Leica X Vario fürs Taschengeld. Klar ist die Optik nicht ganz so gut/sauber wie die Leica Optik aber gut genug. Erst eine Sony RX100 ist Objektivseitig deutlich besser bzw näher an Leica aber mit dem Zeiss Look. In der Preislage gibt es auch schon eine gebrauchte Pentax K20 mit DA 18-55 WR oder Nikon D3300 mit AFP 18-55

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