Kamera für Produktfotos?

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3 Antworten

Die Kameras die du dir da ausuchst sind Bridgekameras und damit hast du schon ein Problem. Kleiner Sensor mit schlechterer Detailwiedergabe! Darüber hinaus sind Bridgekameras nicht erweiterbar. Also wenn dir irgendwann was fehlt dann kannst du nicht einfach ein anderes Objektiv kaufen und das wechseln.

350 EUR sind OK, spar noch ein wenig und leg 50 EUR drauf dann hast du eine DSLR. zB Nikon D3300 + 18-55mm Kit. Nichts besonderes aber für den Anfang kannst du damit schon mal viel machen.

Produktfotografie ist allerdings wieder eine ganz andere Liga. Die Beleuchtung, Acryl-Podeste für Spiegelungen, Hintergründe, Lichtformer und anderes Zubehör benötigen schnell mal das doppelte deines Budgets.

Außerdem verlangt das gebiet schon einiges an Wissen, da du Licht selber Setzen und Aufbauen musst, ist es notwendig die Grundlagen der Fotografie und die  wichtigsten Kamera-Einstellungen aus den FF zu beherrschen. Das ist als ob du gleich mit dem Hürdenhauf anfangen willst bevor du überhaupt gehen gelernt hast.

Für Produktfotos ist ein Stativ, Licht und Hintergrund wichtig, die Kamera eher nicht.

MGeeeee 15.01.2017, 23:27

Stativ besitze ich schon und zum Thema Licht und Hintergrund habe ich bereits vor mir ein Lichtzelt zu kaufen. Habe im Internet aber gelesen das beim Kauf einer Kamera auch nicht jede geeignet ist. Deshalb bezog sich meine Frage auch auf die Kamera.

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mbauer588 16.01.2017, 08:33
@MGeeeee

Lichtzelt

... Kommt auf die Art der Beleuchtung an. Mit Dauerlicht kommt jede klar. Mit Blitzlicht sieht es etwas anders aus vor allem wenn man Blitzautomatiken verwenden will. Aber Blitzlicht ist ohnehin für einen Anfänger kaum ordentlich meisterbar... Da muss man schon einiges wissen um Blitzlicht schön einzusetzen und nicht alles totzublitzen. Vor allem bei Produkten. 

Reflaktoren und Abschatter sind ebenfalls Pflicht...

Stativ

Wenn das so ein Hama-Teil ist dann kannst das gleich wieder entsorgen. Stabile und ordentliche Stative kosten schnell mal über 100 EUR. Ab ca. 70 EUR lassen sich vereinzelt brauchbare Modelle finden.

Die Kamera muss unter Umständen Sekundenlang stabil gehalten werden und das während du dich bewegst... Der Boden überträgt Vibrationen und Zehntelmillimeter entscheiden über ein gelungenes Foto oder ob das Foto für die Tonne ist.

Mein Tipp wäre:

  • Cullmann Nanomax 260
  • Velbon Sherpa

Das Velbon ist schwerer und stabiler. Bei den günstigen Modellen gilt als Faustregel: schwer = stabil. Leicht und Stabil geht auch - wird aber Sauteuer. Für gute Carbon-Stative zahlt man schnell mal 300 EUR und mehr.

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mbauer588 16.01.2017, 08:38
@mbauer588

Ganz nebenbei sind Lichtzelte nicht gerade das Nonplusultra für kreative Fotografie. Die Dinger sind nur für eines gut - Produkte als Freisteller zu fotografieren und das Massenweise. Also eher Fließbandarbeit und keine Kunst.

Abgesehen davon gibt es weitaus bessere Möglichkeiten Freisteller zu machen ohne Lichtzelt.

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