Kam es in Weimar zur Befreiung der Frau?

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1 Antwort

Ich kann mir die Antwort zwar schon denken, aber ich bin mir damit nicht 100% sicher.

Aha. Und was wäre dann bitte deine "Antwort"? Ich kann nur dann beurteilen, ob du das Richtige gelernt hast, wenn du wenigstens ein paar Stichpunkte gibst.

MfG

Arnold

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Synthese 03.12.2015, 17:57

Das ist ja der Grund warum ich überhaupt die Frage stelle. Ich bin mir nicht sicher, will nichts falsches sagen und warum solltest du beurteilen müssen, ob ich das Richtige gelernt habe?

Mit freundlichen Grüßen

Synthese

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ArnoldBentheim 03.12.2015, 18:25
@Synthese

... Ich bin mir nicht sicher, will nichts falsches sagen und warum solltest du beurteilen müssen, ob ich das Richtige gelernt habe?

Ich gebe hier keine Zensuren, sondern bin bereit zu helfen. Wie ich helfe, musst du schon mir überlassen!

Wenn du dich mit fadenscheiniger Begründung weigerst, das, was du angeblich zum Thema schon erarbeitet hast, hier zu präsentieren, dann gehe ich davon aus, dass du bisher nichts erarbeitet hast und du dich auf der Arbeit anderer hier bei GF ausruhen willst.

Um es ganz deutlich zu sagen: so nicht!!

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Synthese 03.12.2015, 21:28
@ArnoldBentheim

fadenscheiniger Begründung? Alles klar.. Mich auf der Arbeit anderer hier bei GF ausruhen? Alles klar.. Ist ja nicht so, dass  Gutefrage.net dazu da ist, Leuten die Fragen zu beantworten und  ihnen behilflich zu sein und nicht noch mehr Fragen hinzuklatschen. So nicht? Ich habe nichts getan! Meiner Meinung nach bin ich sogar ziemlich höflich geblieben. Aber wie Friedrich von Thun schon herausgestellt hat, jeder Mensch nimmt Sätze verschieden wahr. Also entschuldige ich mich und möchte einfach bitte nur die Antwort wissen. Ich persönlich würde sagen, dass es schon zur Befreiung der Frau kam, da es den Frauen erlaubt wurde zu arbeiten. Wie z.B. Als Sekretärin, aber sie durften auch in Männerberufe eintauchen. Außerdem bekamen die Frauen ein aktives und passives Wahlrecht.

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ArnoldBentheim 03.12.2015, 22:28
@Synthese

Na bitte, es geht doch.  :-)

Ja, es gab Fortschritte für die Frauen, etwa das aktive Wahlrecht. Aber ich stelle hier einmal Auszüge aus dem kaiserzeitlichen Bürgerlichen Gesetzbuch, das auch in der Weimarer Republik galt, ein. Ich finde, dass es da bemerkenswerte Aussagen gibt, die das Thema "Befreiung der Frau" trefflich beleuchten.

Fünfter Titel. Wirkungen der Ehe im Allgemeinen.

(...)

§. 1354.

Dem Manne steht die Entscheidung in allen das gemeinschaftliche eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten zu; er bestimmt insbesondere Wohnort und Wohnung,Die Frau ist nicht verpflichtet, der Entscheidung des Mannes Folge zu leisten, wenn sich die Entscheidung als Mißbrauch seines Rechtes darstellt.

§. 1355.

Die Frau erhält den Familiennamen des Mannes.

§. 1356.

Die Frau ist, unbeschadet der Vorschriften des §. 1354, berechtigt und verpflichtet, das gemeinschaftliche Hauswesen zu leiten.Zu Arbeiten im Hauswesen und im Geschäfte des Mannes ist die Frau verpflichtet, soweit eine solche Thätigkeit nach den Verhältnissen, in denen die Ehegatten leben, üblich ist.

§. 1357.

Die Frau ist berechtigt, innerhalb ihres häuslichen Wirkungskreises die Geschäfte des Mannes für ihn zu besorgen und ihn zu vertreten. Rechtsgeschäfte, die sie innerhalb dieses Wirkungskreises vornimmt, gelten als im Namen des Mannes vorgenommen, wenn nicht aus den Umständen sich ein Anderes ergiebt.Der Mann kann das Recht der Frau beschränken oder ausschließen. Stellt sich die Beschränkung oder die Ausschließung als Mißbrauch des Rechtes des Mannes dar, so kann sie auf Antrag der Frau durch das Vormundschaftsgericht aufgehoben werden. (...)

§. 1358.

Hat sich die Frau einem Dritten gegenüber zu einer von ihr in Person zu bewirkenden Leistung verpflichtet, so kann der Mann das Rechtsverhältniß ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, wenn er auf seinen Antrag von dem Vormundschaftsgerichte dazu ermächtigt worden ist. Das Vormundschaftsgericht hat die Ermächtigung zu ertheilen, wenn sich ergiebt, daß die Thätigkeit der Frau die ehelichen Interessen beeinträchtigt.Das Kündigungsrecht ist ausgeschlossen, wenn der Mann der Verpflichtung zugestimmt hat oder seine Zustimmung auf Antrag der Frau durch das Vormundschaftsgericht ersetzt worden ist. Das Vormundschaftsgericht kann die Zustimmung ersetzen, wenn der Mann durch Krankheit oder durch Abwesenheit an der Abgabe einer Erklärung verhindert und mit dem Aufschube Gefahr verbunden ist oder wenn sich die Verweigerung der Zustimmung als Mißbrauch seines Rechtes darstellt. Solange die häusliche Gemeinschaft aufgehoben ist, steht das Kündigungsrecht dem Manne nicht zu. (...)

§. 1362.

Zu Gunsten der Gläubiger des Mannes wird vermuthet, daß die im Besitz eines der Ehegatten oder beider Ehegatten befindlichen beweglichen Sachen dem Manne gehören. Dies gilt insbesondere auch für Inhaberpapiere und für Orderpapiere, die mit Blankoindossament versehen sind.Für die ausschließlich zum persönlichen Gebrauche der Frau bestimmten Sachen, insbesondere für Kleider, Schmucksachen und Arbeitsgeräthe, gilt im Verhältnisse der Ehegatten zu einander und zu den Gläubigern die Vermuthung, daß die Sachen der Frau gehören.

Sechster Titel. Eheliches Güterrecht.

I. Gesetzliches Güterrecht.

1. Allgemeine Vorschriften.

§. 1363.

Das Vermögen der Frau wird durch die Eheschließung der Verwaltung und Nutznießung des Mannes unterworfen (eingebrachtes Gut).Zum eingebrachten Gute gehört auch das Vermögen, das die Frau während der Ehe erwirbt.

Quelle:  https://de.wikisource.org/wiki/B%C3%BCrgerliches\_Gesetzbuch

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