Kaltwasserfische schwimmen ständig oben und schnappen nach Luft. Was kann ich tun?

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5 Antworten

Hallo

dieses in ein Kaltwasseraquarium mit Flussbarschen, Schleien, Graskarpfen und Rotaugen umgewandelt.

Das war kein guter Plan, du weißt dass das Becken für eine Dauerhaltung zu klein ist. Graskarpfen allerdings kannst du darin wegen ihrer Größe eigentlich auch nicht kurzfristig halten, die haben in normalen Aquarien nichts verloren- bei guter Fütterung und Bedingungen erreichen die mit einem Jahr eine Größe von locker 20 cm.

Zudem ist die Vergesellschaftung hoffnungslos übertrieben.

Ich bräuchte ein paar Infos mehr: Wo habt ihr die Fische her? Aus dem Zoofachhandel? Wie groß und wie viele sind es? Wie wird gefiltert?

Ein Photo wäre toll.

Schon am nächsten Tag schwammen die Fische oben und atmen schnell.

Das ist vorauszusehen bei plötzlichem Besatz. Es handelt sich um Vergiftung mit Nitrit/Ammoniak. Deshalb hätte sofort ein 90% Wasserwechsel erfolgen sollen.

den Filter gereinigt, den Untergrund entfernt und durch Aquarienkies ersetzt, weil uns das im Fachgeschäft empfohlen wurde.

Das war kontraproduktiv, weil die Bakterien, die die Gifte abbauen in Filter und Bodengrund setzen. Der Aquarienkies schadet nichts. Lass ab jetzt beides in Ruhe! Nur Wasser wechseln, jeden Tag bis keine Symptome mehr da sind.

Ein Luftausströmer und etwas Kochsalzzusatz (paar Teelöffel) würden auch nicht schaden, kommt bisschen auf die Besatzstärke drauf an, also nochmal bitte genauer beschreiben.

Die Werte sind mittlerweile den Teststreifen zufolge gut bis sehr gut. Aber die Fische schwimmen nach wie vor oben.

Vergiss die Teststreifen, Wasserwechsel machen, 90%, nächste Tage auch viel, es sollte besser werden. NICHT FÜTTERN heute und morgen. Falls ein katastrophaler Überbesatz vorliegt.... du siehst bitte gesamten Fischbestand verraten.

Bitte lass dir nicht einreden dass das irgendwas mit dem pH-Wert oder der Temperatur zu tun hast, kannst du sowieso nicht ändern.

Temperatur kann negativ nur über den Sauerstoffgehalt wirken. Ansonsten vertragen Barsche/Rotaugen bis 22/23 Grad problemlos, Schleien mehr, Graskarpfen viel mehr.

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Langfristig musst du überlegen wie du das handelst, ich hab keine Patentlösung.

Ich würde dir gerne helfen, die Situation einzuschätzen, aber dazu wäre es wie gesagt wichtig wo die Fische her sind und wie viele wie große es sind. Außerdem auch ob du Zugang zu einem Teich hast. Auf jeden Fall spätestens nächsten Sommer solltest du das ganze aufgelöst haben, blöderweise ist es im Moment draußen bereits recht kalt....usw usf.

Kennst du jemand mit einem geeigneten Teich (groß oder gefilterter Fischhaltungsteich nicht unter 10,12 Meter)

PS wenn du keinen Luftausströmer hast- kauf einen und schmeiß ihn an. Schaden wird es nicht.

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Geht nie wieder in diesen Laden, die haben keine Ahnung -.- Jeder Aquarianer weis, dass man Niemals den Filter reinigt und gleichzeitig nen Wassserwechsel macht. Und dann noch den Bodengrund wechselt...

Als erstes sollte man die Wasserwerte prüfen, danach überprüfen ob der Filter läuft und noch genug Druck hinter ist, anschließend die Temperatur überprüfen. Wenn da alles in Ordnung ist überlegen was sich verändert hat (neue Einrichtung, neue Fische etc) und eventuell gucken ob es Anzeichen für Krankheiten gibt. Das sollte jeder Aquarianer machen können, wenn man danach immer noch keinen Plan hat fragt man am besten jemanden der sich auskennt. Evtl. habt ihr auch zu viel gefüttert.

Wichtig wäre zu wissen wie oft und wie viel über welchen Zeitraum ihr das Wasser gewechselt habt. Wie ich in anderen Beiträgen sehen konnte weist du nicht viel über Wasserwechsel (warum auch immer).

Meistens wechselt man jeden Monat einmal 50% des Wassers. Dazu nimmt man entweder aufbereitetes (Wasseraufbereiter gibt's im Aquaristik Geschäft mit Anleitung), abgestandenes Wasser (je länger desto besser, Aufbereiter beschleunigt das aber) oder eingefahrenes Wasser. Das ist Wasser aus einem bereits bestehenden Becken, welches die richtigen Wasserwerte und Bakterien besitzt. Das kann man dann direkt ins Becken kippen.

Dass deine Fische noch oben schwimmen könnte viele Ursachen haben, einmal, dass das Becken zu sauber ist (die veränderten Werte, evtl Schadstoffe die durch das Fehlen des Aufbereiters immer noch im Wasser sind), dass deine Fische sich noch nicht angepasst haben (nur weil deine Werte jetzt besser sind, heißt dass nicht dass es ihnen Schlagartig wieder besser geht) oder ein anderer Grund der mir unbekannt ist.

Meine Frage wäre warum ihr einfach ein Aquarium übernehmt ohne euch vorher schlau zu machen, bzw. Anweisungen von dem Vermachenden bekommt.

Ein kleiner Tipp, beschafft euch "easy Life", ist zwar etwas teurer aber das Zeug schafft echt alles. Das könnt ihr ins Wasser tun gegen Algen, Krankheiten (wirkt nicht 100%, bei schweren Infektionen können auch härtere Mittel von Nöten sein), immer nach Wasserwechseln damit alle Bakterien vorhanden sind (ist aber nicht von nöten) oder direkt in den Filter (nach dem reinigen) damit sich schneller wichtige Bakterien bilden. Des weitern solltet ihr euch mal das Ökosystem See anschauen, das was ihr da habt ist nämlich quasi eine Art See (zumindest sind die Ökosysteme am besten mit einander zu vergleichen). Wichtig ist auch zu wissen warum eine See kippt.

Hoffe ich konnte etwas helfen, viel Glück euch :)

Als erstes sollte man die Wasserwerte prüfen

Nein, die WASSERWERTE schon gar nicht, wenn dann Nitrit und Ammoniak/Ammonium. Ist aber auch egal, es ist schon passiert.

Wasserwechsel muss jetzt gemacht werden, alles andere ist Makulatur. (Ich hasse diese Messerei nicht ohne Grund)

Meistens wechselt man jeden Monat einmal 50% des Wassers. Dazu nimmt man entweder aufbereitetes (Wasseraufbereiter gibt's im Aquaristik Geschäft mit Anleitung), abgestandenes Wasser (je länger desto besser, Aufbereiter beschleunigt das aber) oder eingefahrenes Wasser.

NEIN. Jetzt braucht es täglichen oder fast tägichen Wasserwechsel mit frischem Leitungswasser bis die Symptome weg sind.

Man kann doch nicht Aquarienwasser zum Wasserwechsel verwenden.

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@Grobbeldopp

Ich habe von dem Normalzustand beim Wasserwechsel gesprochen (wenn alles rund läuft). Wenn die jetzt schon das ganze Becken gereinigt haben mit tausend Wasserwechseln scheint die Ursache wohl woanders zu liegen.

Bei den meisten Messstreifen ist Nitrit ganz oben, außerdem muss es nicht unbedingt am Nitrit liegen.

Tägliche Wasserwechsel sind zu viel, da können sich die Werte ja gar nicht regulieren und wenn man weis was man tut reichen 1-2 Wasserwechsel, dann sollte der Nitrit wert wieder normal sein. Vor allen dingen haben sie den Filter gereinigt und den Grund gewechselt, es ist schon alles sauber, was sollen Wasserwechsel da noch bringen. Außerdem hat er geschrieben, dass die Wasserwerte wieder gut sind.

Das mit dem Aquarienwasser zum Wasserwechseln hab ich tatsächlich nicht richtig formuliert. Ich meinte wenn man nen Wasserwechsel macht kann man 50% Frischwasser und 50% Aquarienwasser zum auffüllen verwenden, weil dann schon wichtige Bakterien vorhanden sind (die meisten Fische sind ja auch Frischwasser nicht gewöhnt).

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@Pfauenlilie

Wenn die jetzt schon das ganze Becken gereinigt haben mit tausend Wasserwechseln scheint die Ursache wohl woanders zu liegen.

Also zunächst einmal ist die Reinigung des Beckens und des Filters wegen der Zerstörung der Bakterien kontraproduktiv. Zudem traue ich den Tests nicht und die beschriebenen Wasserwechsel sind zu spät und zu wenig. Du weißt auch nicht in welchen Abständen sie erfolgt sind.

Wenn die Schadstoffbelastung ok sein sollte- dann kommt nur ein massiver Überbesatz in Frage mit zu hoher Sauerstofffzehrung. Das wissen wir nicht weil der gesamte Besatz nicht auf dem Tisch liegt.

Bei den meisten Messstreifen ist Nitrit ganz oben, außerdem muss es nicht unbedingt am Nitrit liegen.

Doch. Ich kenne die Teststreifen. Woran es nicht liegt: Nitrat, GH, KH, pH, Kupfer, Chlor... kannst du alles vergessen, glaub mir. Alternative ist NH3/NH4.

Tägliche Wasserwechsel sind zu viel, da können sich die Werte ja gar nicht regulieren und wenn man weis was man tut reichen 1-2 Wasserwechsel, dann sollte der Nitrit wert wieder normal sein.

Tägliche Wasserwechsel sind DAS Mittel der Stunde. Es ist ein Notfall. Leitungswasser ist für Fische nicht tödlich, alles andere was sich da zusammenbraut kann es sein. Welche Magie sorgt dafür, dass nach deinen 1-2 Wasserwechseln sich kein Nitrit oder Ammoniak bildet?

Vor allen dingen haben sie den Filter gereinigt und den Grund gewechselt, es ist schon alles sauber, was sollen Wasserwechsel da noch bringen.

Du hast es nicht verstanden. Also: 90% aller nitrifizierenden Bakterien, die giftiges Ammoniak in ungiftiges Nitrat umwandeln sitzen im Filter und im Bodengrund. Wenn man beides gleichzeitig reinigt, dann geht man ein Risiko für Nitrit und Ammoniakanreicherung ein. Diese völlig kontraproduktiven Maßnahmen unterstützen also nicht den Wasserwechsel, im Gegenteil- sie machen Notwasserwechsel umso dringender.

Außerdem hat er geschrieben, dass die Wasserwerte wieder gut sind.

Siehe oben: Falls die Messungen stimmen bleiben nur Krankheiten (Arschkarte, keine Chance) oder genuiner Sauerstoffmangel durch massiven Überbesatz als Möglichkeiten.

50% Frischwasser und 50% Aquarienwasser zum auffüllen verwenden, weil dann schon wichtige Bakterien vorhanden sind (die meisten Fische sind ja auch Frischwasser nicht gewöhnt).

Bullshit. Bitte mal nachdenken: Wenn man nur Aquarienwasser rumtauscht kann man es gleich lassen, denn der Grund für Waserwechsel ist dass man ein Wasser zufügt, das nicht die Eigenschaften von Aquarienwasser hat. Reine Logik.

Bakterien im Freiwasser sind wenige, braucht man nicht, und Frischwasser aus der Leitung kann hie und da für eine Fischart vielleicht (kenne ich nur vom Hörensagen) etwas unangenehm sein (warum auch immer), aber hier geht es um einen Notfall, da ist das völlig irrelevant.

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@Pfauenlilie

Darf ich Dir empfehlen, dass Du Dich nochmal intensiv mit der Wasserchemie im Aquarium, sowie der Atmung der Fische auseinandersetzt?

Leitungswasser ist nicht schädlich oder giftig für die Fische.

Die für die Nitrifikation benötigten Bakterien befinden sich nicht im Wasser, sondern als Aufwuchs in Filter, auf Oberflächen etc. Deswegen gibt es kein "eingefahrenes Wasser".

Durch die Atmung der Fische entsteht Ammonium und Ammoniak. Ammoniak ist toxisch. Das wäre kein Problem, wenn die Nitrifikation nicht durch die Reinigungsaktion gestört worden wäre.

Da die notwendigen Bakterien aber eben zerstört worden sind, vergiften die Fische mit jedem Atemzug, jeder Ausscheidung ihr eigenes Wasser. Und so lange die Nitrifikation nicht richtig läuft, bekommst Du diese Giftstoffe nur aus dem Becken, indem Du das Wasser tauschst.

Für das in der Folge entstehende Nitrit gilt das Gleiche.

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@Lycaa

Nein darfst du mir nicht empfehlen und ich habe nicht gesagt dass Leitungswasser giftig ist.

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Auf welche Temperatur habt ihr das Wasser runter gekühlt? Kaltwasserfische brauchen kühles, sauerstoffreiches Wasser. Ist das Wasser zu warm, schnappen sie an der Wasseroberfläche nach Luft.

Und verwendet nach Möglichkeit Tröpfchen-Wassertests. Die Teststäbchen werden nicht umsonst von langjährigen Aquarianer als "Ratestäbchen" bezeichnet.

Die Temperatur liegt seit Tagen bei 18 Grad. Sollten wir zusätzlich einen Kühlstab verwenden? Wir werden auf jeden Fall die Tröpfchen-Tests ausprobieren. 

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@aiCaramba82

Kühlstab? Meines Wissens gibt es keine Kühlstäbe fürs Aquarium. Ihr benötigt eine Durchlaufkühler, welchen man wie einen Aussenfilter in Betrieb nimmt. Die Geräte sind sehr teuer und fressen auch eine Menge Strom.

Ich frage mich gerade, wie ihr die Wassertemperatur auf 18 Grad runter drücken könnt. Steht das Aquarium in einem kalten Keller? - Denn in einer Wohnung werden Aquarien, welche ohne Heizung betrieben werden meist über 20 Grad war, insbesondere auch dann, wenn man das Becken ein wenig beleuchtet.

Und ich hoffe, euch ist bewusst, dass 200 Liter eine Pfütze für eure Fische ist... welche in einem ausgewachsenen Zustand wohl mehrere Tausend Liter Wasser benötigen. Die Schleien werden 60 cm Prachtsexemplare, Graskarpfen werden über 1 Meter lang...
mit 200 Liter könnt ihr die Fische dann gerade mal "feucht" halten.

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@MuellerMona

Okay dann ist das auch nicht die Lösung. Das Aquarium steht bei uns in der Wohnung. Wir haben nichts weiter verwendet, als kaltes Wasser aus der Leitung. Und zu deiner Beruhigung: wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir die Fische nicht ewig in dieser "Pfütze" halten können. Jetzt sind sie noch klein, aber wenn sie größer werden, werden wie sie natürlich in ein artgerechteres Wasser entlassen. 

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Hallo MuellerMona

Nichts für ungut, es kann auch sein dass die Fische auch genuin Sauerstoffmangel haben unabhängig von etwaiger Vergiftung.

Allerdings stimmt es einfach nicht, dass hohe Temperaturen für die genannten Fische an sich schädlich sind oder sie einen hohen Sauerstoffbedarf hätten. Barsche und Rotaugen ok, die VERTRAGEN 23 Grad. Aber bei Graskarpfen z.B., die LIEBEN Temperaturen von 23 Grad und mehr.

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@Grobbeldopp

natürlich ist es schwierig eine Ferndiagnose zu stellen. Und meist tappt man bei gewissen Problemen auch ein wenig im Dunkeln, auch wenn man sich das Aquarium sogar ansehen könnte.

Aber wenn alle Kaltwasser-Fische an der Wasseroberfläche "kleben", tendiere ich als "Ferndiagnose" halt schon ein wenig zur nicht ganz so kühlen Aquarien-Temperatur. Vorallem wenn erwähnt wird, wie "sehr gut" die Wasserwerte sein sollen.

Und wir wissen ja alle, dass der Kreislauf eines Fisches, der in zu warmem Wasser gehalten wird, ordentlich hochgefahren wird. Was auf der einen Seite zur schnellen Verschmutzung des viel zu kleinen Aquariums beiträgt... und auf die Dauer nicht wirklich gesund für den Fisch ist.

Und nur weil ein Fisch eine gewisse Obergrenze einer Wassertemperatur verträgt, sollte man dies nicht als Standart-Temperatur im Aquarium "durchgehen" lassen...

Ohne wirklich grosses Aquarium, ohne wirklich leistungsstarke Filterung und ohne Wasserkühlung würde ich diese Kaltwasser-Fischgruppe nicht einmal versuchen in einer Wohnung zu "überwintern". Sowas grenzt aus meiner persönlichen Sicht an Tierquälerei.

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