kalter Knoten a.d. Schilddrüse

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4 Antworten

Hallo Hawaii2000,

eigentlich sind das ja 2 Fragen:

1) muss man bei einem kalten Knoten an der Schilddrüse immer operieren

2) kann man da vielleicht etwas mit Homöopathie machen?

Daher auch getrennte Antworten, ok?

1) muss man bei einem kalten Knoten an der Schilddrüse immer operieren

Ich habe auch so Dinger in Meiner Schilddrüse - und ja, da droht eine Operation. Warum? Von "außen", also im Ultraschall kann man nur sehen, dass der Knoten da ist und man kann in regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen feststellen, ob er wächst. Im Szinti und mit Gewebeproben hat man weitere Untersuchungsmöglichkeiten. Ich weiß jetzt aber nicht, was bei Dir alles schon gemacht wurde.

Vermutlich nimmst Du nach Feststellung des Knotens Thyroxin in niedriger Dosierung. Das wird gemacht, um die Schilddrüse "zu beruhigen", einfach ausgedrückt. Man kann dann sicher sein, wenn die Leistung der Schilddrüse so heruntergefahren wird, dass ein im weiteren Verlauf beobachtetes weiteres Wachsen des Knotens nicht auf eine Schilddrüsenüberfunktion zurückzuführen ist. Der Knoten wächst dann also selbst.

Und erstens machen die Dinger ab einer bestimmten größe Beschwerden, zweitens _kann_ sich hinter einem solchen wachsenden kalten Knoten auch Krebs verstecken. Muss nicht sein, nicht gleich erschrecken, aber es kann halt sein. Ok?

Deswegen wird der Arzt den Knoten über einige Monate beobachten - und im Falle, dass er wächst, wird er Bestrahlug oder Operation empfehlen, weil man dann auf der sicheren Seite ist.

Zunächst sollte der Knoten aber (wenn er nicht sehr speziell sitzt) erst einmal beobachtet werden. Knoten in der Schilddrüse an sich sind nämlich weit verbreitet und im Prinzip harmlos, wenn halt gutartig. Also erst mal keine Panik. Hier ist ein längerer Text dazu, vielleicht erklärt das ein paar Deiner Fragen:

http://www.apotheken-umschau.de/Schilddruese/Schilddruese-Was-sind-heisse-und-kalte-Knoten-208445.html

2) kann man da vielleicht etwas mit Homöopathie machen?

Nein. Ganz sicher nicht.

Homöopathie wirkt nicht besser als ein Placebo. In homöopathischen Hochpotenzen (und das sind die handelsüblichen C12, D30, C30, C200,...) ist kein einziges Molekül des auf der Packung angegebenen Wirkstoffes enthalten. Es handelt sich um reine Zuckerpillen, die über das Ritual der Einnahme, aber auch durch die langen Anamnesegespräche, also die direkte ausführliche Zuwendung des Therapeuten hervorragende Placeboeffekte hervorrufen können, die der Patient an sich wirklich (auch messbar) spürt.

Dem Placebo sind aber enge medizinische Grenzen gesetzt. Er kann zwar unser Schmerzempfinden senken, unsere Leidensfähigkeit steigern und uns so spürbar helfen, eine Krankheit auszusitzen - er kann aber nicht auf den Krankheitsherd spezifisch heilend einwirken. Oder einfacher gesagt: Mit Homöopathie lässt Du die Krankheit komplett unbehandelt und behandelst nur Deine Fähigkeit, die Krankheit zu ertragen.

Bei Knoten in der Schilddrüse reicht das aber nicht. Sie werden durch Placebos nicht verschwinden. Zur Homöopathie empfehle ich das wirklich sehr unvoreingenommen geschriebene Buch "In Sachen Homöopathie - eine Beweisaufnahme" von Norbert Aust.

Und für Deine Knoten: keine Panik, vernünftige Diagnostik und regelmäßige Kontrollen. Ein großer Teil der erwachsenen Bevölkerung hat in Deutschland Knoten in der Schilddrüse. Raus müssen sie nur, wenn sie wachsen.

Grüße

Mit der richtigen Dosis Thyroxin kann man das Knotenwachstum beruhigen..vielleicht sogar leicht umkehren.

Wenn die Knoten trotzdem wachsen ist entweder die Thyroxindosis zu gering, da muss der TSH mit unter 1,2 gesunken sein, ist es dass?

Oder die Knoten wachsen autonom, was natürlich den Verdacht das es was bösartigen sein könnte hervorruft.

Dann kann man noch mit einigen Methoden auf Krebs testen ohne zu operieren.

Ist es aber ein bestärkter Verdacht wird operiert.

Da sollte man gewebeschonend operieren...also doch versuchen einen Grossteil der eigenen schilddrüse zu retten.

wenn der Operateur dann aber den driekten Blick auf die freigelegte Schilddrüse hat und noch mehr Gewebe auffällig findet und sich der Krebsverdacht weiter erhärtet, dann operiert er alles gründlich heraus.

Dann wenn alles weg ist ist der Körper aber umso empfindlicher bei der Dosisfindung. Die eigenen schilddrüse kann täglich die Produktion direkt auf den tatsächlichen Bedarf abstimmen. Wenn du nun die Tabletten bekommst...dann kann es immer wieder mal zu viel udn mal zuwenig sein....wenn du ne Radtour machst kanns zu wenig sein...wenn du noch postoperativ erschöpft auf dem Sofa verbleibst oder gar bettlägerig bist kann die vom arzt vorgesehene Dosis auch schnell zu hoch sein. Im Sommer wirst du weniger Thyroxin benötoigen als im Winter, da die Schilddrüse auch für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur verantwortlich ist und im Winter mehr heizen muss.

Wenn dir alles rausoperiert worden ist, dann habe Geduld.....lerne viel über die schilddrüse. Hole dir Zwietmeinungen ein...und lerne mit wie dein Körper auf die jeweilige Dosis Thyroxin reagiert. Vielleicht benötigst du auch irgendwann T3 mitdazu. Thyroxin heisst auch T4 weil es 4 Jodatome besitzt. Das Enzyxm Dejodase...entfernt ein Jodatom und aktiviert so das Hormon. T4 ist die Speicherform und T3 das eigentlich stoffwechselaktive Hormon.

Du wirst dann dein Leben lang abhändig von diesen Hormontabletten sein, sie ersetzen dir deine schilddrüse.

Mit Homöopathie kann man da sicher nichts machen.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

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Natürlich kann man da etwas mit Homöopathie machen. Allerdings findest du Infos darüber nicht hier, hier versucht man dir das auszureden und missioniert dich, sondern auf einem homöopathischen Fachforum.

Sir Gawain,

kannst Du eigentlich auch andere Sätze?

Natürlich kann man da etwas mit Homöopathie machen

Ich finde es nicht sehr verantwortlich, in Gesundheitsfragen falsche Hoffnungen zu wecken. Eine spezifische Wirksamkeit homöopathischer Hochpotenzen über Placebo hinaus widerspricht mehreren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und konnte prompt in Studien nie eindeutig und reproduzierbar nachgewiesen werden, obwohl man sich intensiv darum bemüht hat.

In einem homöopathischen Fachforum wird das dem Patienten so leider nicht gesagt. - Und das, obwohl sehr wohl auch Vertreter der Homöopathie zu ähnlichen Ergebnissen kommen.

So sagt Claudia Witt, die von der homöopathiefreundlichen Carstens-Stiftung bezahlt wird, 2010:

""Bisher ist nicht eindeutig belegt, dass sich homöopathische Arzneimittel von Placebo unterscheiden""

Und 2009 sagte sie:

""Metastudien, die die Wirksamkeit von homöopathischen Arzneien mit Placebo verglichen haben, zeigen widersprüchliche Ergebnisse. Demzufolge spielt die Wirkung der homöopathischen Medikamente nur eine geringe Rolle. Ich denke, dass insbesondere die individuelle und umfassende Art der Behandlung relevant für den Behandlungserfolg ist.""

Genau damit beschreibt sie den Placeboeffekt, der durch das "Drumherum" entsteht.

Es geht hier mit einem Knoten in der Schilddrüse um einen organischen Schaden. Da sollte man nicht mit Placebos herumspielen, sondern vor allem sauber regelmäßig im Ultraschall kontrollieren und kein Risiko eingehen.

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@uteausmuenchen

Das kann man ja ebenfalls tun. Hören Sie bitte endlich auf mit der ewigen Schlechtmacherei. Ich und meine ganze Familie werden seit vielen Jahren homöopathisch betreut und haben beste Erfahrungen gemacht. Es ist ein Ärgernis, andauernd solche - völlig ungebetene und unbelegte - Runtermache lesen zu müssen. Was wissen Sie denn darüber, was in tausenden homöopathischer Praxen vor sich geht? Was meinen Sie, warum die Homöopathie nach über 200 Jahren immer noch floriert? Obwohl damit keiner reich wird. Lassen Sies doch einfach mal gut sein. Und tschüss.

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@SirGawain

@ Sir Gawain

ich versuche eine sachliche Antwort, ja?

Es ist ein Ärgernis, andauernd solche - völlig ungebetene und unbelegte - Runtermache lesen zu müssen.

Es geht hier um einen guten Rat auf eine konkrete Frage. Und wenn man liest, dass jemand in ein Placeboverfahren unrealistische Erwartungen setzt, also Dinge erwartet, die der Placeboeffekt nicht leisten kann - wie hier das Auflösen von Schilddrüsenknoten - dann ist es sehr wohl im Interesse des Fragestellers, diesen darauf hinzuweisen, dass es sich um ein Placeboverfahren handelt.

Ob es auch in Ihrem persönlichen Interesse, wenn Sie zum Beispiel als Heilpraktiker arbeiten sollten, ist, ist dagegen nicht die Frage und ist für mich komplett uninteressant. Mir geht es darum, dass dem Fragesteller durch meine Antwort Informationen zukommen, die für seine Therapiewahl hilfreich sein können.

Zu Ihrem"unbelegt": es ist vor allem seit 200 Jahren eine spezifische Wirksamkeit unbelegt, die über Placeboeffekt hinausgeht. Darüberhinaus ist die Annahme einer solchen Wirksamkeit im Laufe dieser 200 Jahre in Widerspruch zu gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen geraten. Es gibt also gute Gründe für Die Aussage, dass die Homöopathie nicht mehr ist als ein Placebo - und wie ich belegte, sagen das auch ein paar Vertreter dieser Zunft.

Obwohl damit keiner reich wird.

Ein Mythos. Boiron macht etwa eine halbe Milliarde Jahresumsatz; Heel und DHU etwa zusammen 300 Millionen Euro.

Was meinen Sie, warum die Homöopathie nach über 200 Jahren immer noch floriert?

Das liegt an der Zuwendung zum Patienten, dem spürbaren Placeboeffekt, den Protestreaktionen vieler vom Gesundheitswesen Enttäuschter und intensiver Werbung der Branche, die sich als jung, wissenschaftlich, sanft und natürlich darstellt (obwohl keines der Attribute wirklich zur Homöopathie passt.)

Und ich habe eine Kopie dieses Kommentars. Beanstanden zwecklos. Danke

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@uteausmuenchen

Und ich habe eine Kopie dieses Kommentars. Beanstanden zwecklos. Danke

Der ist gut! Polizei, Gericht? Oder haben Sie ganz einfach das Monopol hier für die einzig gültige Definition, was medizinisch akzeptabel ist und was die community zu wählen hat und was nicht?...

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@SirGawain

Nein, SirGawain, edler Ritter, ich denke, es war völlig klar, was dieser letzte Satz meinte: Wenn der Kommentar durch klick auf "Kommentar beanstanden" wieder auf mysteriöse Weise verschwinden sollte, dann ist er schnell wieder da; ohne Mehraufwand für mich.

Hast Du auch irgendetwas zur Frage beizutragen oder sachlich zu entgegnen? Oder bist Du nur zum Beleidigen am PC?

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@uteausmuenchen

Beleidigen? Ich fühl mich nicht angesprochen. Wer da andauernd die Homöopathie und ihre Befürworter schlecht macht, das bin gewiss nicht ich.

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