Kaltblut, Eisen?

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7 Antworten

Das Problem an einem Beschlag ist, daß das nachgebildete Hufhorn noch schlechter wird ! Das hängt mit der Notwendigkeit der Hornbildung zusammen. Die Hornbildung ist ein ´adaptiver´ Prozess. Je mehr Abrieb - desto mehr und härteres Horn wächst nach. Beim Beschlag liegen mehr als 50% des Eisens auf der Sohle auf. Daher wird die Hufwand nicht mehr genügend belastet.

Grundsätzlich gilt: Wenn aus der Hornkapsel etwa 1,5 cm von der Lauffläche entfernt Stücke herausbrechen, ist der Huf grundsätzlich in Ordnung. Das ist die sogenannte Sollbruchstelle, dort bricht das Horn auch bei Wildpferden.

Bricht das Horn oft, so muss man sich über die Abrundung der Kanten Gedanken machen. Wildpferde haben die sogenannte "Mustangroll". Das ist eine umlaufende runde Abnutzung der Hornkapsel. Wird der Huf in dieser Weise bearbeitet, haben alle Stellen der Lauffläche die optimale Winkelung für den Lasteintrag.

Wenn es auch Stimmen gegen die Mustangroll gibt, so ziehen diese allesamt nicht in Betracht, daß der Huf von Menschen bearbeitet wird und damit niemals seinen natürlichen Verhältnissen entspricht. Eine Fase mit ca.45° (wie sie von einigen Hufschmieden angelegt wird) reicht dazu nicht aus

Das Abrunden der Außenkanten verändert die Bruchneigung signifikant.

LG Calimero

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Keine Eisen, sondern Bearbeiter wechseln. 

Dein Hufschmied schneidet unphysiologisch, also so, dass im Huf Spannungen entstehen und er ausbricht. 

Ich empfehle dir, einen Huforthopäden ans Pferd zu holen. Entweder von der difho (difho.de) oder von der DHG (dhgev.de).

Die schneiden dein Pferd korrekt aus. 

Hufeisen sind einfach so ungesund, dass mein Pferd schon halbtot im Stall liegen müsste, bevor ich die draufnageln ließe - natürlich nur metaphorisch gesprochen! 

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Unser hat mir davon abgeraten da solche Brüche Wetterabhängig sins (zumindest bei meinem Haffi). Das Horn nimmt ja feuchtigkeit auf und trocknet auch wieder aus. Ich habe von Effol ein Gel das ich an trockenen Tagen auf die Hufe schmiere und alle 10 Tage pfeilt unser Stallbesitzer die Kanten gaaaanz leicht nach (traue mich selber nicht). Seitdem haben wir deutlich weniger Probleme.
Lass am besten das Blut vorher nochmal kontrollieren da es häufig auch durch einen Mangel ausgelöst werden kann, dann füttert man anders und schon ists wieder gut :)

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Nein, der Beschlag würde das ganze auf Dauer nur verschlimmern. Das Eisen zwängt den Huf ein, aber es hilft nicht.

Was aber hilft, ist eine GUTE Hufbearbeitung, d.h. ein Huforthopäde, kein Schmied. Ein Schmied hat den Hufmechanismus nicht verstanden, sonst wäre er Barhufbearbeiter geworden und nicht Schmied.

Risse und fehlende Ecken entstehen, wenn der Huf in falscher Balance ist, d.h. auf der Hufwand zu viel Druck entsteht. Das kommt nicht durch "trockene" Hufe oder zu wenig "Hufpflege", sondern ausschließlich durch falsche Bearbeitung.

Es gilt also, diesen Huf wieder zu korrigieren, dass solche Spalten und Ecken gar nicht mehr entstehen.

Um einen vernünftigen Hufbearbeiter zu finden, schau mal im Verzeichnis bei www.difho.de nach.

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Was sagt denn der hufschmied dazu. Ich denke wenn das nicht besser wird mach Eisen drauf 

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Wenn du keinen guten Hufpfleger bekommst, der das in den Griff kriegt, würde ich Eisen drauf machen lassen.

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meine Freibergerstute lief auch ohne Eisen...trotz Problemhufen.  Dies bedeutete aber eine intensive Hufpflege von mir. Ich hab 1 x wöchentlich die Hufe mit der Feile in Form gehalten und sehr gut darauf geachtet, dass es keine Kanten gab, sondern die Trachten immer schön gerundet waren.

Ausserdem wurden sie täglich über längere Zeit abgespritzt, um sie zu befeuchten. 

Lass Dir vom Hufschmied genau zeigen wie Du feilen musst, damit die Wirkung nachher auch da ist. Wenn Du dies alleine nicht hin kriegst, würde ich das Pferd beschlagen lassen.

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