Kaliber 22lfb. tödlich?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Servus,

nur weil es "Kleinkaliber" heißt ist es nicht weniger gefährlich als ein Großkaliber, oder umgekehrt.

Es gibt zwar spezielle Munition für Sportwaffen, aber diese hat meist nicht weniger Energie als "normale", sind meist nur für einen bestimmten Waffentyp (Gewehr,Freie Pistole oder Sportpistole) optimiert

Es gibt Patronen mit deutlich kleinerem Kaliber (Geschossdurchmesser) als die .22lfb die sogar noch mehr Energie haben.

Hier einige Beispiele:

Eine 22.lfb hat einen Geschossdurchmesser von 5,6 mm und eine Mündungsenergie von etwa 50-200 Joule, je nach Munitionstype.

Eine 17. HMR hat einen Geschossdurchmesser von 4,5 mm (gleich wie bei denn meisten Luftgewehren) und eine Mündungsenergie von bis zu 350 Joule.

Eine .204 Ruger hat einen Geschossdurchmesser von 5 mm und eine Mündungsenergie von bis zu 1800 Joule.

Ich würde daher sagen das jede Patrone von der .22 Short aufwärts potentiell tödlich sein kann, je nach dem wo man getroffen wird, welches Geschoss (Vollmantel,Teilmantel oder Deformationsgeschoss) verwendet wurde, und ob es sofort zu einer Ärztlichen Behandlung kommt.

MfG.

Man kann an einer Schußwunde durch eine Kugel Kal..22lfb sterben.

Siehe: http://www.focus.de/regional/bayern/in-silvesternacht-erschossen-bericht-polizei-fasst-mutmasslichen-todesschuetzen-der-elfjaehrigen-janina_id_5206200.html

Auf der anderen Seite gibt es Leute, die einen Treffer durch eine Kugel Kal. .45ACP oder sogar .50BMG überlebt haben.

Das Kaliber hat also nur begrenzt mit der Tödlichkeit zu tun. Mit entscheidend sind z.B. auch die verwendete Munition, Distanz, Trefferlage, die Art der Verletzungen und die Schnelligkeit der medizinischen Versorgung.

Zum Thema tödlich wurde ja schon das passende Beispiel geliefert. Grundsätzlich ist ein Sportschütze aber eher an schwächer geladener Munition interessiert wg Rückstoß. Es ist aber trotzdem "echte" Munition, keine Plastikkugeln oder ähnliches 

Was möchtest Du wissen?