Kaiserschnitt wirkt sich negativ auf Kinder aus, wer hat diese Erfahrung gemacht?

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14 Antworten

Es gibt Untersuchungen, die zu belegen scheinen, dass das Immunsystem schwächer ausgebildet ist bei Kindern, die durch einen Kaiserschnitt "geboren" wurden. So soll das Diabetes-Risiko etwa doppelt so hoch sein.

Unter anderem soll die Darmflora von Kindern die per Kaiserschnitt zur Welt kamen deutlich anders ausgebildet sein, als bei Kindern die eine normale Geburt durchgemacht haben.

Das jemanden mit persönlichen Erfahrungen dienen kann, bezweifel ich stark. Es dürfte schwierig wenn nicht unmöglich sein, nachzuweisen, dass ein "kränkelndes" Kind und Kaiserschnitt ursächlich zusammenhängen.

Die Zahl der Kaiserschnitte ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern erstaunlich hoch, und scheint rein wirtschaftlichen Interessen geschuldet zu sein und keineswegs einer medizinischer Notwendigkeit (Gefährdung von Mutter und/oder Kind).

Hinzu kommt (zumindest nach Ansicht einer Hebamme aus dem Bekanntenkreis), dass man den Müttern häufig zu einem Kaiserschnitt rät, anstatt sie auf eine normale Geburt vorzubereiten. Ob das gut oder sinnvoll ist, oder einfach nur der "Bequemlichkeit" geschuldet, darüber lässt sich trefflich diskutieren.

http://www.familie.de/schwangerschaft/geburt/artikel/kaiserschnitt-und-natuerliche-geburt/vor-und-nachteile-vom-kaiserschnitt-fuer-das-baby/

(...)Risiken fürs Baby beim Kaiserschnitt

Vor allem beim geplanten Kaiserschnitt kommt es oft zu Anpassungsstörungen der Atmung des Neugeborenen. So müssen doppelt so viele Kinder auf die Neugeborenen - Intensivstation verlegt werden, wie nach vaginalen Geburten. Während einer normalen Geburt wird die fetale Lungenflüssigkeit - oft irrtümlich als Fruchtwasser in den Lungen bezeichnet - herausgedrückt. Außerdem wird kurz vor und während der Geburt ein Stresshormon ausgeschüttet, das zur Reifung der Lungen führt. Da dies beim Kaiserschnitt nicht geschieht, kann es dazu führen, dass dem Baby vorübergehend die Atmung schwer fällt. Kaiserschnittkinder haben häufiger langfristige gesundheitliche Probleme, wie Allergien oder Typ 1 Diabetes. Kaiserschnitt kann psychische Folgen für die Mutter haben: Ein weites Feld sind die emotionalen Folgen der abrupten Geburt durch den Kaiserschnitt. Nicht wenige Mütter haben das Gefühl, keine „richtige“ Geburt zustande gebracht zu haben und leiden darunter:

Viele berichten von Schwierigkeiten beim Bindungsprozess zwischen Mutter und Säugling, dem Bonding.

Stillprobleme und Schmerzen im Wochenbett.

Und wie sieht die Zukunft aus? Gynäkologen mutmaßen, dass zu einem gewissen Zeitpunkt wegen des emotionalen Erlebnisses ein Revival der natürlichen Geburt einsetzen wird. Und er schätzt, dass sich die Kaiserschnittquote auf Jahre hinaus bei 25 % einpendeln wird, weil sich einfach nicht mehr Frauen auf die Operation einlassen wollen.(...)

Stillprobleme müssen nicht zwingend sein.

Wenn möglich, sollte deine Tante versuchen normal zu entbinden - also das Baby entscheiden lassen, wann es sich auf den Weg macht.

Und vor allen Dingen, versuchen zu stillen. Denn das senkt die oben genannten Risiken.

Ich habe beide meine Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt bringen müssen, da es während der Austreibungsphase zu Komplikationen kam. Einer hat kurzeitig Probleme mit Hypoglykämien, der andere mit der Atmung. Die Ärzte meinten, dass käme wahrscheinlich von der sehr langen anstrengend Geburt. Daher mussten sie erst mal auf die Neo, was meiner Meinung nach das Bonding verzögerte. Ob das alles bei einer Spontangeburt besser gewesen wäre, weiß ich nicht. Was ich aber weiß, beide sind kerngesund, haben keine Allergien, wir haben ein super Verhältnis. Körperlich ging es mir nach den Geburten auch super (ich war zum Teil fitter als Mütter nach spontanen Entbindungen), aber ich trauerte lange nach diesem tollen Gefühl, ein Kind auf normalen Weg zu bekommen. Ich kann nur jedem empfehlen, es erst spontan zu versuchen, falls es zu Problemen von Mutter oder Kind kommt, ist schnell aufgeschnitten. Und Langzeitfolgen für Kinder nach Sectio, kann man wahrscheinlich schlecht voraussagen.

ich habe beide Töchter per Schnitt entbunden... wegen der Gefahr eines epileptischen Anfalls unter der Belastung der Wehen.

ich habe beide Töchter voll gestillt, nach der OP bekam ich dafür eine Oxytoxin-Infusion zur Förderung des Milchflusses.

Andere Mütter haben sich teilweise über 24 Stunden im Kreißsaal gemüht, hatten Dammschnitte usw... und konnten dafür nach der Entbindung schnell wieder aufstehen.

ich bin ganz entspannt rein spaziert, bekam meine Narkose und wachte als Mutter weider auf.

Dafür konnte ich erst am 3. tag danach aufstehen, weil die Bauchwunde sich erst ausreichend schliessen musste.

Ich wusste es auch vorher... hätte ich unter einer normalen Geburt einen Anfall erlitten, hätte das beide Leben kosten können.

Übrigens: Man kann auch unter einer normalen Entbindung eine PDA erhalten... damit ist man je nach Narkosestärke ab Bauchnabel abwärts völlig schmerzfrei. Dafür muss man dann nach Hebammenkommando pressen, weil man nicht voll mitbekommt, wann es Not tut... weiß ich von einer Bettnachbarin, die diesen Weg wählte.

Vom Schnitt ohne Notwendigkeit rate ich ab. Das Narkoserisiko einzuegehn ohen medizinische Notwendigkeit ist einfach unnötig und die heutige Medizin bietet weiß Gott genügend Möglichkeiten, stressfrei und schmerzvermindert zu entbinden.

War bei mir leider nicht drin... hätte ich die Wahl gehabt, ich hätte normal entbunden.

denn... nach jeder Vollnarkose tapeziere ich die Zwischenintensiv mit meinem Mageninhalt... und das ist mit einer frischen Schnittentbindung richtig nett... das ziept gewaltig am Unterbauch, wenn sich der Magen umstülpt! Und seitlich schlafen ist die ersten beiden tage nicht drin...

Ach ja, beide Mädels sind kerngesund und mit dem "Bonding" gabs keine Probleme.

Die Sachen die du aufzählst würde ich eher damit in Verbindung bringen, wenn das Kind nicht gestillt sondern ausschliesslich mit der Flasche grossgezogen wird, da die Muttermilch zum Immunabwehraufbau des Kindes beiträgt. . Ich war auch ein Kaiserschnitt und bin kerngesund. Keine Allergien, kein Athma, ganz wenig Infektionen (Erkältung bekommt ja jeder mal)

Ich persönlich weiß das echt nicht! Aber ich glaub nicht,dass das Kind anfälliger für Allergien etc. wird! Wie denn auch? Also meiner Meinung nach hat das nichts mit dem Kaiserschnitt zu tun. Lg

Habe zwei Kaiserschnittchen und beide sind nicht anfälliger gewesen als alle anderen Kinder. Außerdem sind es beides Flaschenkinder, was ihnen auch nicht geschadet hat. Man sollte sich nicht vorher verrückt machen und schon gar nicht auf irgendwelche Gerüchte hören.

Es kommt immer darauf an, ob ein Kaiserschnitt notwendig ist oder nicht. Wenn bereits im Vorfeld darüber gesprochenwird, ist es ein geplanter Kaiserschnitt, um die Wehenschmerzen zu umgehen. Das mag sicher zutreffen, aber eines sollte sich jeder bewuußt sein, ein Kaiserschnitt bringt auch Schmerzen mit sich.... hinterher.

Wenn es Komplikationen gibt, (Kind hat sich nicht gedreht....) dann ist das völlig ok. Es sollte kein Risiko eingegangen werden. Muss in der heutigen Zeit nicht sein....

Also wenn es mediz. notwendig ist, dann sollte ein Kaiserschnitt gemacht werden, das Kind kann anschließend trotzdem gestillt und geliebt werden. Darauf sollte auf keinen Fall verzichtet werden. Denn die Muttermilch wirkt gegen all die Krankheiten, die du aufgezählt hast. Stillen stärkt auch die Mutter-Kind- Bindung, darauf kommt es letztendlich an. .... und am besten längere Zeit stillen, nach 3 Wochen ist das noch längst nicht genug.... und zudem gibt es nix einfacheres als Stillen. Keine Fläschen, keine Zusatzstoffe, keine Sterilisationsgeräte, keine Taschen voll mit Zubehör..... wenn jemand behauptet Stillen ist anstrengend, ok aber zumindest nicht umständlich.

Kurzum, wenn es mediz. nicht notwendig ist, auf jeden Fall eine natürl. Geburt bevorzugen. Die Schmerzen sind auszuhalten. Das beweißen Millionen Frauen auf dieser Welt. alles gute

Das ist eine wissenschaftlißch belegte Tatsache. Außerdem schreien Kaiserschnittkinder in den ersten Monaten häufiger und haben häufiger Anpassungsstörungen und Atemprobleme direkt nach der Geburt.

LG, Hourriyah

wiralle2010 12.04.2012, 09:09

:oD Also das mit dem Schreien kann ich nun GAR nicht bestätigen! Ausgerechnet mein Kaiserschnitt-Kind war von Anfang an die Ruhe selbst und ein wundervoller Durchschläfer.

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Ich habe 5 Kinder spontan entbunden, Nr. 6 wurde dann plötzlich ein Kaiserschnitt.

Alle meine Kinder haben keine Allergien, Unverträglichkeiten, etc. sind extrem selten krank...anscheinend ein robustes Immunsystem.

Meine Schwester hatte 5 (Wunsch-)Kaiserschnitte. Ihre Kinder sind relativ anfällig für Erkältungen, Bronchitis, Ohrenentzündungen, etc. Aber Allergien hat auch keines.

Aber vllt besteht "der große Unterschied" (wie hier ja schon gesagt wurde) tatsächlich eher in der Tatsache, dass sie alle 5 Kinder nicht gestillt hat (ging nicht, wegen einer Brust-OP (Verkleinerung!)). Ich habe alle Kinder gestillt.

Ich sehe da in meinem Fall keinen Unterschied zwischen meinen Kindern. Aber was wissenschaftlich evtl. mal raus gefunden wurde, kann ich nicht sagen.

ich halte das eher für das Gerücht einer älteren Generation, die noch unter großen Schmerzen bei vollem Bewußtsein entbunden hat und es einfach der jetzigen Generation nicht "gönnt", auch schmerzfrei entbinden zu können.

Ich befürworte die Entscheidung jeder Frau zum Kaiserschnitt, denn einen Zahn läßt man sich ja auch nicht ohne Betäubung ziehen bzw. sich operieren ohne Narkose.

kiniro 30.03.2012, 07:31

Es ist kein Gerücht.

Außerdem ist eine Zahnextraktion nicht mit einer Geburt zu vergleichen.

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Sunglasses109 30.03.2012, 07:36
@kiniro

Wenn es schlecht wäre würden nicht so viele Ärzte dazu raten bzw es durchführen.

Man muss bedenken, JEDE Operation hat risiken, aber auch JEDE Geburt!

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Mein Sohn kam auf natürlichem Weg zur Welt und meine Tochter durch einen Kaiserschnitt. Beide sind gesund, haben keine Allergien oder ähnliches............

Ja, Kaiserschnittkinder sollen aufgrund eine anderen Bakteriebesiedelung anfälliger sein, also natürlich geborene Baby.

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