Kaiser willhelm 2 im dritten Reich?

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3 Antworten

Vor der Machtübernahme der NSDAP hat Wilhelm II. sich durchaus erhofft, die Monarchie in Deutschland wieder einzuführen, notfalls mit Unterstützung der Nazis. Nach 1933 war er jedoch ein Gegner des Regimes.

"Man wird die einzige Fahne, die sie noch übrig gelassen haben, die mit dem Hakenkreuz, noch einmal verfluchen, und die Deutschen selber werden sie eines Tages verbrennen“, urteilte er am 7. September 1933.

Über die Reichskristallnacht 1938 war er äußerst aufgebracht.

Bei Beginn des deutschen Westfeldzugs eröffnete das niederländische Königshaus eine Flucht des ehemaligen Kaisers. Der britische König bat Asyl an. Wilhelm II. lehnte ab. Nachdem die Wehrmacht über die Niederlande hinwegfegte, kam die Gestapo zu seinem Anwesen und nahm ihn dort unter Arrest-ähnlichen Zustand - den er in den Niederlanden auch zuerst hatte. Wilhelm schickte später zwar ein Telegramm an Hitler, in dem er diesem für die Einnahme von Paris gratulierte. Doch zu diesem Zeitpunkt war er eben bereits kein wirklich freier Mann mehr. Es ist gut vorstellbar, dass ihn der Gedanke eines deutschen Paris durchaus reizte. Doch seit 33 war er nunmal auch ein Gegner der Faschisten. Das Telegramm muss somit keineswegs freiwillig von ihm gesendet worden sein oder aber, er hoffte seiner Situation zu entkommen, indem er das Vertrauen des "Führers" gewinnt. Die Hintergründe kennen wir nicht.

Als Wilhelm II. 1941 starb, wurden öffentliche Trauerfeiern durch das Regime verboten.

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"Den in Deutschland aufkeimenden National­sozialismus, den er allein schon aufgrund seiner christlichen Überzeugung ablehnt, betrachtet er mit großer Sorge. Nach der NS-Machtübernahme 1933 verfügt Wilhelm II. für seine Beerdigung vorsichtshalber: „Keine Hakenkreuzfahnen“. Die Ereignisse der Reichskristallnacht 1938 empfindet er als „Schande“, und alle Offiziere und anständigen Deutschen müßten jetzt aufstehen und protestieren."

aus: http://www.wilhelm-der-zweite.de/kaiser/kurzbiographie.php

Ich weiß nicht, wie unparteiisch diese Quelle ist, denn als Kontrast:

1931/32

Wilhelm II. empfängt Hermann Göring

in Haus Doorn. Er erhofft sich von einer nationalsozialistischen
Regierung die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland.

1940

Wilhelm II. gratuliert Adolf Hitler telegraphisch zur Einnahme von Paris.

aus: https://www.dhm.de/lemo/biografie/biografie-wilhelm-ii.html

(dhm ist das Deutsche Historische Museum)

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Kommentar von Antworter45
09.03.2016, 22:42

vielen dank

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