kaiser-wilhelm-gedächtniskirche

3 Antworten

Im Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Berlin-Charlottenburg) traf sich ein Kreis um den Pfarrer Gerhard Jacobi, der eine reformatorische Neubesinnung der protestantischen Kirche anstrebte. Er spielte eine wichtige Rolle in der "Bekennenden Kirche", einer innerkirchlichen Oppositionsbewegung gegen den Nationalsozialismus und dessen totalen weltanschaulichen Anspruch, wie er von den sogenannten "Deutschen Christen", die Ludwig Müller zum Reichsbischof wählten, vertreten wurde.

Am 11. September 1933 wurde dort der Pfarrernotbund gegründet (vgl. http://www.gedaechtniskirche-berlin.de/KWG/pdf/Kirchenkampf_in_Charlottenburg.pdf).

Das wird uechomatico sicher gut helfen, DH auch von mir.

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Ich meine die Frage von uechomatico bezog sich auf evtl. Bedeutung für den Nationalsozialismus. die Nazis haben ja viele Monumentalbauten zweckentfremdet. Siehe z, B. den Braunschweiger Dom, erbaut von Heinrich dem Löwen im 12. Jahrhundert, (welcher auf Wunsch Hitlers, der in Braunschweig trickreich eingedeutscht wurde und so eine "Karriere" überhaupt erst starten konnte) zu einer nationalsozialistischen Weihestätte entwürdigt wurde. die Nazis ließen ja sogar die Gräber von Heinrich d.L. und seiner Frau Mathilde öffnen um vielleicht etwas ideologisch wertvolles zu finden und zu verwerten.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche hatte im 3. Reich genau so viel (oder wenig) Bedeutung, wie andere Kirchen auch. Die Kirche wurde leider im Krieg schwer beschädigt, und nach dem Krieg abgerissen. Der Rest des zerbombten Turmes blieb als Mahnmal gegen den Krieg stehen. In diesem Teil findest Du eine Ausstellung über die Geschichte der Kirche und die Zerstörung im Krieg. Um diesen Turm herum wurde eine neue Kirche gebaut.

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