Kahle Fellstelle bei degu!

2 Antworten

Hallo AMME16 (Emilie),

zunächst einmal muss sich ein Tierarzt nicht unbedingt mit Degus auskennen, um einen Pilz oder Parasitenbefall zu diagnostizieren. Es reicht, wenn er sich mit anderen Kleintieren wie z.B. Meerschweinchen o.ä. auskennt, da die Untersuchungsmethoden die gleichen sind.

Davon ausgehend, das es sich tatsächlich nicht um Pilze/Parasiten handelt ist das übermäßige Kraulen/Putzen tatsächlich eine sehr häufige Ursache für kahle Stellen, insbesondere im Nacken/Rückenbereich.

Das liegt dann entweder daran, dass der Käfig zu klein ist, nicht für Degus passend eingerichtet ist oder auch nicht genügend Abwechslung bietet.

Darf ich daher folgendes Fragen:

  • Wie groß ist der Käfig/Welche Maße hat er ?
  • Verfügt der Käfig über Volletagen?
  • In was für einem Zimmer steht der Käfig?
  • Was für Einrichtungsgegenstände befinden sich darin?

LG Trinity

Die Mindestmaße waren schon ausreichend wo ich noch alle 4 hatte.Jetzt sind es nur noch 3 und da dürfte es ja nur besser sein.Der Käfig verfügt über 3 Etagen mit einzelnen kleineren Etagen in der ecke.Die innenausstattung ist aus Holz und es Ist ein laufrad,ein Tunnel,Holz zum knabbern,futter,wasser ect. maiskolben und ein Sandbad Drin und natürlich Heu.Etwas Stroh zum Nestbau ist auch drinnen. Lg

Bringt vllt Kastrieren etwas ? weil 2 von ihnen "kämpfen" immer miteinander.Und der eine bereitet den einen immer und hält ihn fest.es sieht aus wie beim Liebesakt.

Achso der Käfig steht in meinem alten Zimmer mit Fenster natürlich in einer ruhigen ecke.

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@AMME16

Hallo Amme,

erstmal sorry, dass ich erst jetzt zu Deiner Frage zurückkehre aber da Du auf meine Antwort unten nicht die Kommentar-Funktion benutzt hast habe ich keine E-Mail Benachrichtigung darüber bekommen, dass Du meine unten stehenden Fragen doch noch beanwortet hast.

Das sogenannte "Aufreiten" ist normal und beruht zum Einen auf den Geschlechtstrieb als auch als Teil der Rangfolgeklärung. Insbesondere bei Degus, die noch in der Pubertät stecken, kann man das Aufreiten häufig beobachten. Der obere Degu bringt dadurch seine dominantere Position zum Ausdruck in dem er sozusagen den unteren Degu unterwirft.

Wenn der Tierarzt Parasiten etc. tatsächlich ausschließt, und dazu muss er nichtmal Experte für Degus sein, denn für Degus gelten genau die gleichen Untersuchungs und Behandlungsmethoden wie für andere Kleintiere (Meerschweinchen etc.), dann liegt es wohl wirklich am übermäßigem Kraulen.

Wenn der Käfig tatsächlich ausreichend groß ist, dann solltest Du evtl. ab und an mal die Einrichtungsgegenstände an andere Orte stellen. Gerade nach der Käfigreinigung bietet sich das an. Da gibt es dann sozusagen wieder was neu zu entdecken. Bei Degus in der Pubertät möchte ich Dir aber empfehlen nie den kompletten Käfig zu Reinigen, sondern nur Etagenweise. Eine Komplettreinigung verursacht häufig bei pupertierenden Degus Streitereien, da sie in ein neutrales Gebiet zurückkehren und daraufhin ggf. erneut beginnen Ihre Rangordnung auszufechten.

Zur Abwechslung hänge ihnen mal nen Hirsekolben rein oder lass Fressnäpfe weg und verstreue das Futter an verschiedenen Stellen im KÄfig, damit sie sich ihr Futter "erarbeiten" müssen.

Nimm ne Klorolle, stopf ein Taschentuch rein, paar Leckerlies dazu und nochmals ein Taschentuch. Auch Du wirst Deinen Spaß daran haben wenn die Degus mit den Taschentuchlappen durch den Käfig flitzen ;-)

KASTRATION bringt rein gar nichts, denn die Hormone werden überwiegend in den Nebennieren produziert und nicht in den Hoden. Darüber hinaus ist das bei Degus kein Standardeingriff. Wenn, dann sollte das ein Tierarzt durchführen der dann auch Degu-fachkundig ist. Generell aber sollte man aufgrund des Risikos eine solche OP nur wagen, wenns wirklich notwendig ist.

Dir bleibt nur eines...Geduld haben, bis die Pubertät vorbei ist und bis dahin für Entertainment sorgen, damit sie sich nicht ständig aus Langeweile putzen.

LG Trinity

PS: Mais ist extrem Stärkehaltig und damit als absolutes Mastfutter anzusehen. Generell sollte auf Getreide verzichtet werden und anstelle dessen Saaten/Sämereien angeboten werden.

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