Käufer zahlt nicht was tun (ohne gelieferte Ware)?

12 Antworten

Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:

Du kannst das ganze Instrumentarium des Zivilrechts nutzen, um den Käufer zur Erfüllung des Kaufvertrages zu zwingen. Kostet Zeit, Nerven und - wenn's ganz blöd läuft - eine Menge Geld.

Oder Du eröffnest bei ebay einen Fall, lässt Dir die Verkaufsprovision wieder gutschreiben und vergisst die Angelegenheit.

Ich würde mich an Deiner Stelle für die zweite Variante entscheiden.

Anzeigen kannst Du ihn übrigens nicht, da keine Straftat vorliegt. Das ist eine rein zivilrechtliche Angelegenheiten.

Was versprichst du dir von dem ganzen Theater?

Du schreibst:

Da dies ein Privatverkauf war, hab ich ihn auf seine Pflichten hingewiesen......

Mein Frage:

Kennst du auch deine Pflichten?

Du schreibst:

Bei eBay ein Fall eröffnen ist mir zu wenig,..........

Meine Frage:

Was glaubst du denn welche Folgen ein geöffneter Fall, wegen eines nicht bezahlten Artikels haben könnte?

Du schreibst:

kann ich ihn Anzeigen? Erfolgsaussichten? Ich würde schon ihn anzeigen.

Gut zu wissen:

Alleine schaffst du es nicht mal zu nächsten Wache um dich zu informieren.

Das ist so. Du bestehst zwar wiederholt auf Bezahlung traust dich aber nicht, deine Forderung durchzusetzen.

Du schreibst:

Und er kam mit sein ach so großem juristischen Wissen an.

Gut zu wissen:

Ein typisches Merkmal dafür, dass du selbst wenig Kenntnisse besitzt und dich die Behauptungen des Käufers deshalb verunsichern.

Welcher Straftat willst du den Käufer denn überhaupt bezichtigen?

Tipp1:

Forderungen aus Kaufverträgen müssen zivilrechtlich geltend gemacht werden. Dafür ist das Strafgesetz nicht zuständig.

Tipp 2:

Paragraphen muss man Wort für lesen und verstehen.

So ist der Käufer nach § 433 BGB zwar verpflichtet die Sache zu bezahlen und abzunehmen.

Es bleibt aber offen, ob der Käufer auch tut, wozu er verpflichtet ist.

Keinesfalls sagt § 433 aus, dass der Käufer durch den Kaufvertrag Eigentümer an der Sache geworden ist.

Die Eigentumsübertragung ist ein eigenes, davon unabhängiges Rechtsgeschäft (Abstraktionsprinzip).

Tipp 3:

Bevor du überhaupt einen Anspruch geltend machen kannst musst den Käufer zunächst in Verzug setzen und danach wirksam vom Vertrag zurücktreten.

Tipp 4:

Am Ende hast du dann ggf. eine Anspruchsgrundlage um Schadenersatz verlangen zu können.

Tipp 5:

Jetzt musst du dir Gedanken machen, welcher Schaden dir tatsächlich entstanden ist.

Die Ware hast du ja noch. Also käme eigentlich nur der Differenzbetrag zwischen deinem Sofort Kaufen-Preis und dem Preisvorschlag in Frage.

Tipp 6:

Selbst verständlich kannst du jeden Betrag einklagen. Allerdings gehst du jedes Mal zunächst in Vorkasse.

Tipp 7:

Bietet dir der Käufer entsprechend seiner Einkommensverhältnisse Ratenzahlung an, wird es wohl ein Weilchen dauern bis er sämtliche Anwalts- & Gerichts, sowie sonstige Auslagen bezahlt hat.

Zeit, in der du darüber nachdenken kannst, ob sich dein persönlicher Rachefeldzug tatsächlich gelohnt hat.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Oder wenn man sich auf ein monatelanges Hin und Her einlassen will, dann kann man es auch zivilrechtlich durchziehen:

https://www.mydealz.de/diskussion/wenn-der-ebay-kaufer-nicht-zahlt-ein-klageweg-1026344

Streitwert 520€ (da lohnts ja fast) endete mit Klageanerkenntnis. Käufer wurde also zur Zahlung verklagt.

Die zusätzlichen Kosten dürften auch so hoch geworden sein, die die Käuferin auch tragen musste.

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@Yetanotherpage

Ich habe selten so viel Unsinn gelesen !!!!

Hier will ein Selbstdarsteller ohne jegliche Kenntnisse sein eigenes Rechtsverständnis als realistische Sachverhalte "verkaufen".

Wenn alle tun würden, wozu sie verpflichtet sind, wäre die Welt eine andere!

Fakt ist:

Durch den Kaufvertrag erwirbt der Käufer kein Eigentum.

Anspruchsvoraussetzung ist der wirksame Rücktritt vom Vertrag. Davon ist hier überhaupt nicht die Rede!

Erst nach dem Rücktritt - und keine Minute vorher, kann der Gläubiger in diesem Fall Schadenersatz verlangen.

Und welchen Schaden hat der Verkäufer überhaupt erlitten? - Das Handy befindet sich ja immer noch in seinem Besitz und Eigentum.

Schaden-Ersatz heißt - einen erlittenen Schaden ersetzen. Dieser könnte sich z.B. aus einem entgangenen Gewinn zusammen setzen.

Beispiel:

Nachdem der Verkäufer wirksam vom Vertrag zurück getreten ist, verkauft er das Handy erneut. Diesem Mal beträgt das Höchstgebot allerdings nur 490,- EUR.

Dann wäre der Differenzbetrag zwischen dem 1. und dem 2. Verkaufspreis (30,- EUR) der Schadenersatz, den der Verkäufer gegenüber dem Verkäufer geltend machen kann.

Mein Tipp:

Lest euch nur einmal den Quatsch durch, der hier als Urteilsbegründung zum Besten gegeben wird.

Gut zu wissen:

Wenn der Rücktritt vom Vertrag die Voraussetzung für jede Art von Anspruch ist - wie soll es rechtlich möglich sein, jemanden zu verurteilen, einen Vertrag zu erfüllen, den es ja tatsächlich durch den Rücktritt gar nicht mehr gibt?

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@heurekaforyou

Von wem reden Sie denn jetzt? Und von was? Ihre Antwort ergibt keinen Sinn. Falscher Thread?

Und ich denk hier geht es um eine Zahlungsforderung?

Der Eigentumsübertrag ist doch eine andere Geschichte. Was wollen Sie immer mit dem? Bei eBay wird erst bezahlt und dann geht's weiter (AGB).

Und was soll das immer mit Schadensersatz?

Der TE will einfach nur das Geld für die Ware. Kein Rücktritt, Kein Schadensersatz.

Und in dem verlinkten Beitrag hat genau so einer das bis zum Gericht durchgezogen. Und er hat es seinem Anwalt gegeben, er selbst hat den K nur in Verzug gesetzt (1 Brief und das war alles was er tat).

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Bei Falleröffnung bekommt man hinterher zumindest die nicht unerheblichen Verkaufsgebühren wieder gutgeschrieben.

Ich hatte vor einigen Jahren auch hin und wieder Kleinigkeiten bei ebay verkauft und stand mehrfach vor dem Problem, dass der Käufer nicht zahlt. Ich verstehe sehr gut, dass das richtig ärgerlich ist.

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