Käufer will von privaten Kaufvertrag mit Ausschluß der Gewährleistung zurücktreten. Geht das?

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4 Antworten

Auch wenn die Antwort nicht gerade schön ist, aber es wäre wohl am besten, wenn du die Sache auch einem Anwalt übergibst, insbesondere, wenn er auch einen Anwalt einschaltet.

Ggf. kannst du dir für die Beratung - je nach deiner finanzielle Lage - einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht beantragen.

Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, kannst du Prozesskostenhilfe beantragen.

Ich weiß, unbefriedigend, aber Anwälte wissen was sie tun.

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Kommentar von Cachermeister
19.05.2016, 23:07

Danke für deine Antwort! Ich würde jetzt aber erstmal noch warten ob da wirklich was kommt, bevor ich zum Anwalt gehe.

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Verträge müssen erfüllt werden. Er kann nicht zurücktreten. Wenn Du die Aussage zum Zustand der Akkus unwissentlich falsch beantwortet hast, ist das auch keine arglistige Täuschung. Also kein Grund für einen Rücktritt. Privatleute müssen auch keinen Widerruf akzeptieren.

Hättest Du nichts zu den Akkus gesagt, würde er Dir gegenüber keine Ansprüche geltend machen können. Er hat den Roller ja so wie er ist gekauft. Da Du ihm aber mündliche Zusicherungen zum Zustand der Akkus gemacht hast, kann er Nachbesserung verlangen. 

Also ab in die Werkstatt und Schadensfeststellung. Im Prinzip müsste er auch akzeptieren, wenn Du ihm gebrauchte funktionierende Akkus als Ersatz für die nachweislich defekten Akkus einbauen lässt. Wen er sich aber weigert, den Mangel beheben zu lassen und auf Rückgabe besteht, musst du nichts unternehmen. Das ist sein Problem. 

Kommuniziert am besten schriftlich, falls das doch vor ein Gericht geht. Biete ihm am besten per Einwurfeinschreiben die Nachbesserung (Akkureparatur/Tausch) an. Mehr musst Du nicht tun. Einen Anwalt kannst Du immer noch nehmen, falls er klagt.

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Kommentar von Cachermeister
20.05.2016, 08:56

Mhhm, im Angebot stand ja auch, dass die Akkus im März 2014 eingebaut worden sind. Bei neuer Nachfrage in der Werkstatt meinte der, dass das wohl durchaus normal ist, dass die nach 2 Jahren die biege machen. Ich wusste das bis dato nicht und er auch nicht. Klar blöd für ihn, aber er hat den Roller nun gekauft. Er ist bei Verkauf ja auch ohne Probleme gefahren. Die Akkus hätten ja Auch erst in 2 Monaten kaputt gehen können. Eine Nachbesserung ist fast ausgeschlossen, da es nicht wirklich gebrauchte Akkus in der Art gibt. Neue Kosten 50€ das Stück und es sind 6 Stück im Roller verbaut. Dann hätte ich 250€ für nen Roller bekommen der 3 Jahre alt ist. Irgendwie ist das nicht ganz fair.

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Kommentar von maetsch
20.05.2016, 12:15

Du kannst hier auch einfach behaupten, du hättest ihm keine Zusicherungen gemacht und ihm ein Fahrzeug im gebrauchsüblichen Zustand verkauft. Dass die Akkus zwei Jahre alte Verschleißteile sind, deren Lebensdauer nach etwa zwei Jahren erschöpft ist, ist allgemein bekannt und Stand der Technik. Du hättest ihm keine Zusicherung hinsichtlich der weiteren Verwendbarkeit gemacht und eine Gewährleistung im Vertrag ausgeschlossen.

Ich bezweifle aber, dass ein Gericht das auch so sieht. Du hättest im Vertrag eigentlich drauf hinweisen müssen, um eine Mängelhaftung auszuschließen. Akkus sind funktional wichtige Teile und nicht einfach nur kaputte Scheibenwischer.

Ein Dilemma. Sauber ist nur a) die Rücknahme des Rollers oder b) die Nachbesserung (Akkutausch). Du hast einfach mal einen Fehler gemacht. Hättest du den Roller korrekt mit dem Hinweis verkauft, die Akkus haben ihr Lebensdauerende erreicht und du gibst für deren Funktion keine Gewähr, hättest du vermutlich weniger Geld bekommen. Jetzt hast du quasi zuviel bekommen und musst in Ersatzskkus investieren. Sieh es einfach so. Ein Roller mit verschlissenen Akkus ist nun mal wertgemindert.

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nein du musst die Chance bekommen das zu richten. Von einem Privaten Kaufvertrag (der übrigens nicht mal schriftlich sein muss) kann man nicht einfach zurücktreten.

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Kommentar von Cachermeister
19.05.2016, 23:03

Warum soll ich das denn richten? Das hätte ja auch genau so gut später passieren können! Die Gewährleistung ist doch ausgeschlossen worden.

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Erst mal ein dickes Kompliment für die gut formulierte und präzise Fragestellung - eine Wohltat! 

Trotzdem kann ich dir keine gute Antwort geben, weil ich zu wenig Ahnung habe. Besprich es mit einem Anwalt - spätestens wenn das Schreiben vom Anwalt des Käufers kommt solltest du gewappnet sein.  

Ich schätze aber, du hast gute Chancen wenn es hart auf hart kommt. 

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