Käufer will altes, gebrauchtes Handy (Privatverkauf) zurückgeben. Wie sieht hier die Rechtslage aus?

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6 Antworten

Paragraphen hin oder her, jetzt mal zur Praxis:

Für wie viel hast Du das Handy denn  verkauft? 150 - 250 EUR? 

Soll er doch die erst mal einen Anwalt finden, der Bock auf so einen Bagatellfall hat, dann soll er für den Prozess die Kosten vorstrecken und dann soll er hergehen und den Beweis dafür erbringen, dass bei Übergabe das W-Lan Modul bereits mit Mängeln behaftet gewesen ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er einen Prozess führen wird. Ich würde also gar nichts machen, die Ansprüche bestreiten und abwarten. 

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Kommentar von qugart
19.07.2017, 07:04

Hm....Bagatellfall. Hier liegt evtl. eine Straftat vor. Würde ich jetzt nicht einfach so als Bagatellfall abtun.

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DIe Rechtslage ist da eindeutig. Der Käufer hat das Recht eine mangelfreie Sache zu erhalten. Der Verkäufer hat das Recht den Sachmangel zu beseitigen. Siehe § 440 BGB.

Bei erfolgloser Mangelbeseitigung kann der Käufer u.a. vom Kaufvertrag zurücktreten.

Kannst du beweisen, dass die W-Lan-Funktion durch den Käufer beeinträchtigt wurde? Wenn nein, dann dürfte es das einfachste sein, das Handy zurück zu nehmen.

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Kommentar von Emily0499
18.07.2017, 13:45

Das ist zwar soweit richtig, die Frage bleibt jedoch ob ein Sachmangel vorliegt/vorlag.

Denn Anwendungsfehler (falsches Verbinden mit dem W-Lan) sind kein Sachmangel und der muss vorliegen, § 434 Abs. 1 S. 1 BGB. Außerdem ist die Frage wie die Beschaffenheit genau aussieht. Technischer Bestzustand ist keine klare Definition. Man wird davon ausgehen müssen, dass damit ein fehlerfreies W-Lan gemeint ist. Nun muss dieser Mangel auch bei Gefahrübergang vorgelegen haben, also als der Käufer die Sache abgeholt hat, vgl. §§ 434 Abs. 1 S. 1, 446 BGB

Er hat sich das Handy auch angesehen und als er es eingeschaltet hat, wollte es sich automatisch mit einem W-Lan verbinden.

Sieht so aus als funktionierte es. Hier muss mal also wirklich noch mal ganz genau mit einem feinen Kamm durchgehen. Denn so einfach ist die Rechtslage dann doch nicht.

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Gewährleistung hast du wahrscheinlich nicht ausgeschlossen oder?

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Dann hat der Käufer wohl irgendwas falsch gemacht. Man kann nur automatisch mit WLAN verbunden werden, wenn man einmal das Passwort des Routers, oder Hotspots eingegeben hat.

Weis ihn erstmal darauf hin.

Wenn du im Verkauf Rücknahme und Gewährleistung ausgeschlossen hast, musst du es nicht zurücknehmen.

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dann teilst du ihm erst mal mit, das er mit dem gerät bei dir vorbeikommen kann und du es dann prüfen wirst.

dann siehst du erst mal ob es wirklich deine verkaufts gerät ist, und wenn es das ist ob es bei dir funktioniert.

will der käufer da erst geld zurück und es dann zurückschicken kann es sein das du irgendein altes hande bekommst, welches du ihm nie verkauft hast

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Du musst es zurücknehmen..

Hier alles dazu: http://www.ratgeber-geld.de/privatverkauf/

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Kommentar von martinzuhause
18.07.2017, 13:19

der käufer kann das gerät erst mal zurückbringen und der verkäufer kann es dann prüfen und gegebenenfalls nachbessern wenn denn was nicht funktionieren sollte

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