Käufer gefällt Puppe nicht und will sein Geld zurück?

6 Antworten

Man kann auf diese Frage nicht sinnvoll antworten, denn es erforderte das Wissen darum, ob der Verkauf privat oder gewerblich erfolgte und in welchem Zeitfenster der Widerruf erfolgte.

Nehmen wir einen Privatverkauf an, dann besteht grundsätzlich kein Widerrufsrecht (das setzt gewerbliches Handeln voraus), was aber auch nur befristet ausgeübt werden könnte. Bei der Haarfarbe wäre aber zu fragen, ob es Folge einer unzureichenden/irreführenden Produktbeschreibung gewesen sei (blond statt braun), was dann eine Mängelrüge (Stückschuld da Handarbeit) wäre, reines Mißfallen reicht aber hier nicht als Begründung und es dürfte Gewährleistung nicht ausgeschlossen worden sein, um eine duldbare Abweichung von der Produktbeschreibung zu reklamieren, wie sie hier maximal vorliegen dürfte, aber wohl nicht der Fall ist, da nicht benannt.

Wenn Privatkauf und keine Abweichung von der Beschreibung, dann läge keine Mängelrüge vor, sondern ein Widerruf, der aber P-2-P nicht ausgeübt werden kann. Damit kann man unter Verweis auf ein nicht bestehendes Widerrufsrecht aus Kulanz anbieten, die Puppe abermals zu verkaufen, sich aber vorbehaltend, die zusätzlichen Kosten als auch einen Mindererlös vom Kaufpreis abzuziehen (wäre zu belegen) bzw. die Puppe auf Kosten des Käufers wieder zurückzusenden.

Wenn es ein normaler Privatverkauf war musst du nix zurücküberweisen da du als Verkäufer keine Garantie mitangegeben hast.

Das sie die Puppe einfach zurückschickt ist unverantwortlich. Würde auch sagen Puppe und Geld behalten. Da diese von großem Wert sind nehme ich mal an sie würde auch versichert versendet ect sodass du Beweise hast das sie bei der Käuferin angekommen war ?

Für den Fall des Falles das sie behauptet die Ware sei nie angekommen

"Garantie" ist immer freiwillig, aber ohne expliziten Ausschluß einer Gewährleistung griffe auch von Privat an Privat die volle Gewährleistungspflicht nach BGB, allerdings läge hier kein Gewährleistungsfall vor, da nur mit "Geschmack" argumentiert wurde.

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Ja. Ich hatte versichert versendet. Sie aber auch bei ihrer Rücksendung. Sie hat also den Nachweis, dass ich das Paket angenommen habe. AllerDings waren nun die Haare der Puppe vwrfilzt uns ein Teil ausgerissen.

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Es war ein Privatverkauf. Ich hatte viele Fotos von der Puppe eingestellt. Auch die Haare waren gut zu erkennen. Der Käuferin waren die Haare im Nachhinein nicht dicht genug. Als ich die Puppe gestern zurück bekam, waren die Haare verfilzt uns teilweise ausgerissen. Ich habe Fotos gemacht .

Verfilzt und ausgerissen bedeutet eine Wertminderung, wobei der volle Kaufbetrag zurückgefordert wird. Das erfüllt m.E. schon § 263 StGB (Betrug). Zur Sicherheit einmal Kontakt mit der Kundin aufnehmen und zusätzlich zu den Angeboten in meiner Antwort dezent (ohne Verweis auf Betrug) feststellen, daß die Puppe in einem vorsätzlich verschlechterten Zustand (verfilzte uns ausgerissene Haare) zurückgesendet wurde, also eine deutliche Wertminderung durch Nutzung erfolgt sei. Möglichst per Fax mit qualifiziertem Versendungsprotokoll. Die Antwort wäre spannend.

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@PolluxHH

Da ich die Käufer in den Kleinanzeigen blockiert habe, weil sie keine Ruhe gab, kann ich ihr keine Nachricht schicken. Ich kann daher auch keine Rück- bzw. Teilrücktahlung vornehmen. Habe ja keine Bankdaten.

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