Kabale und Liebe - wie und unter welchen Umständen wurde es geschrieben?

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Der Plan zu Sch.’s drittem Jugenddrama entstand nach Frau von Wolzogen im Juli 1782 in dem Arreste zu Stuttgart (vergl. Fiesco), wo auch der Gedanke zu der im September desselben Jahres ausgeführten Flucht seine erste Nahrung erhielt. Was den Stoff betrifft, so erwähnt Freitag eines Zeitungsinserats: „Stuttgart vom 11. Am gestrigen Tage fand man in der Wohnung des Musicus Kritz dessen älteste Tochter Louise und den herzoglichen Dragoner-Major Blasius von Böller todt auf dem Boden liegen. Der aufgenommene Thatbestand und die ärztliche Obduction ergaben, daß beide durch getrunkenes Gift vom Leben gekommen waren. Man spricht von einem Liebesverhältniß, welches der Vater des Majors, der bekannte Präsident von Böller, zu beseitigen versucht habe. Das Schicksal des wegen seiner Sittsamkeit allgemein geachteten Mädchens erregt die Theilnahme aller fühlenden Seelen.“ Dagegen hält Eckardt es für möglich, daß Sch. die erste Anregung durch Rousseau’s Schrift: „Sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes“ erhalten habe, in welcher derselbe die Idee, daß die Gleichheit der Menschen ein Naturrecht sei, zum ersten Male öffentlich aussprach und wissenschaftlich zu begründen suchte. Uebrigens gaben dem Dichter auch die Verhältnisse und Persönlichkeiten des Stuttgarter Hofes hinlängliches Material für die Darstellung eines Conflicts, in welchen er, der Bürgersohn, ja bereits selbst gerathen war. Die Idee, ein bürgerliches Trauerspiel unter dem Titel „Louise Millerin“ zu schreiben, beschäftigte ihn, wie Streicher berichtet, auch auf seiner Flucht,

Der Rest:

http://www.wissen-im-netz.info/literatur/schiller/lex/K/KabaleLiebe.htm

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