Justitia Inkasso Betrüger?

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10 Antworten

Über 100 € sind natürlich schon eine Hausnummer.

Nun wissen wir leider nicht, in welchem Umfang tatsächlich Kosten angefallen sind. Sicherlich werden hier ein paar Euro Mahngebühren drauf sein, evtl. eine Rücklastschrift, evtl. ein paar Zinsen und wenn du dich im Verzug befindest, wovon ich ausgehe, dann natürlich auch ein paar Euro an Verzugsschaden, das wären dann die Inkassogebühren.

Ganz ehrlich, ich frage mich, warum du die 15,62 € nicht schon längst beglichen hast.

Zunächst mal solltest du die Hauptforderung einschl. Mahngebühren an den Gläubiger bezahlen. Danach kannst du dem Inkassobüro schreiben, dass die Hauptforderung an den Gläubiger bezahlt wurde und du deren Forderung zurückweist.

Wenn du Glück hast, lassen sie dich dann in Ruhe.

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Um was für einen Gläubiger handelt es sich ? Sind in den 15,62 bereits interne Mahngebühren enthalten ? Lastschriftrückläufer ?

Lt dieser Liste wären maximal 18 € zu zahlen (15 € Inkassokosten plus 3 € Auslagenpauschale http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht-/

Da das Inkassobüro aber deutlich mehr verlangt ist davon auszugehen das mangels Erfolgsaussichten kein Intresse besteht diese Gebühren expl einzuklagen

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uni1234 11.08.2016, 14:01

+ MwSt. ;)

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mepeisen 11.08.2016, 14:28
@uni1234

Mehrwertsteuer entsteht als Schadensanspruch nur und ausschließlich dann, wenn der Gläubiger nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.

Das ist beispielsweise bei Ärzten/Versicherungen der Fall.

Im Normalfall darf von Inkassos bzw. Gläubigern keine Mehrwertsteuer auf RVG-Gebühren gefordert werden.

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Gegenfragen:

Warum ist die Hauptforderung offen?

Ist diese berechtigt?

Dann zahle diese an den Gläubiger.

Ansonsten hätte ich gerne mal die Kostenaufstellung des Inkassobüros als Kommentar zu meiner Antwort, dann sag ich was dazu!

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Also die Hauptforderung ist offen und der Betrag stimmt? Inkassogebühren drauf und dann sind schnell 100€ zusammen. Setz dich mit denen in Verbindung und begleiche die summe.

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kevin1905 11.08.2016, 11:46

Es gibt keinen Grund einfach so Inkassokosten zu begleichen.

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franneck1989 11.08.2016, 11:58

Setz dich mit denen in Verbindung

Warum? Was das Inkasso will, hat es doch bereits schriftlich mitgeteilt.

und begleiche die summe.

In 99% der Fälle fordern Inkassos zu viel Unfug, der nicht durchsetzbar ist. Wenn man das also erstmal prüft, kann man viel Geld sparen.

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Hauptforderung berechtigt? Dann zahle diese zzlg. Mahngebühren und Zinsen (evtl. Rücklastschriftgebühren und Adressermittlung) direkt an den Gläubiger. Im Verwendungszweck entsprechend so kennzeichen.

Hauptforderung unberechtigt? Dann einmalig schriftlich widersprechen.

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Die Frage ist eher ob die Forderung echt ist...falls ja ist es Sache der Inkassofirma wieviel Beabreitungsgebür die berechnen...das in der Inkassoszene eine Rechning von 20 Euro auf einmal 200 Euro beträgt ist relativ normal wenn man nichts macht.

Könnte man natürlich juristisch gegen vorgehen aber viele die in so einer Situation sind können oder wollen sich keinen Anwalt leisten und das wird ausgenutzt.

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franneck1989 11.08.2016, 11:40

falls ja ist es Sache der Inkassofirma wieviel Beabreitungsgebür die berechnen

Nein. Da gibt es klare gesetzliche Regelungen, namentlich RDG, RDGEG und BGB

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EXInkassoMA 11.08.2016, 12:07

Da braucht man keinen Anwalt denn man will ja nichts von der Firma.Die Gebühren sind nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig Viele Gerichte streichen auch komplett  https://openjur.de/u/552608.html

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mepeisen 11.08.2016, 14:29


das in der Inkassoszene eine Rechning von 20 Euro auf einmal 200 Euro beträgt ist relativ normal

Wie hier schon steht, gibt es eindeutige Gesetze. Gegen diese würde das Inkasso bei 180€ Gebühren bei diesem niedrigen Streitwert verstoßen. Damit riskiert das Inkasso seine Lizenz, würde es so etwas fordern.

Nicht alles, was Inkassos so tun, ist auch automatisch erlaubt. Ganz im Gegenteil.

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Und warum konntest du die ursprüngliche Forderung nicht begleichen? War doch wirklich nicht die Welt. Dass es deutlich teurer wird, wenn derartige Institute eingeschaltet werden, sollte hinreichend bekannt sein.

Kann es nicht sein, dass auf die ursprüngliche Forderung auch schon Mahngebühr drauf kam? Dann wäre die Differenz nämlich gar nicht mehr so riesig. Schließlich "leben" diese Firmen von dieser Tätigkeit.

An deiner Stelle würde ich zahlen. Kannst dich ja vorher beim Verbraucherschutz erkundigen, aber auch das könnte kostenpflichtig sein.

Nicht vergessen: Es kann immer noch teurer werden.

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franneck1989 11.08.2016, 11:41

Schließlich "leben" diese Firmen von dieser Tätigkeit.

Das hat den Schuldner nicht zu kümmern

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mepeisen 11.08.2016, 15:07

Autodiebe leben auch von dieser Tätigkeit. Erlaubt ist es trotzdem nicht.

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Da gibt es eine Gebührenverordnung, die können nicht nehmen was sie wollen

Hab das gefunden:

.https://www.die-inkasso-kanzlei.de/statics/kosten

Übernehme aber keine Gewähr für die Richtigkeit.

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franneck1989 11.08.2016, 11:41

Diese Seite ist natürlich alles andere als unabhängig

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franneck1989 11.08.2016, 12:00
@Grautvornix

Was ich damit sagen wollte: Die dürfen zwar max. eine 1,3 Gebühr berechnen, diese ist aber in den allerseltensten Fällen durchsetzbar und gerechtfertigt

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EXInkassoMA 11.08.2016, 11:59

Sind allerdings echte Rechtsanwälte und kein schnödes Inkassobüro ;)

Anwaltsgebühren sind im Verzugsfall im Gegensatz zu Inkassogebühren meistens durchsetzungsfähig


Intrum Justitia ist leider nur ein schnödes Inkassobüro


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franneck1989 11.08.2016, 12:02
@EXInkassoMA

Ich würde mich da aber an der folgenden Aussage stoßen: "Ihnen entstehen somit keine Kosten."

Wo keine Kosten, da auch kein (Verzugs-)Schaden

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Grautvornix 11.08.2016, 12:09
@franneck1989

100€ sind vielleicht ein bischen viel, aber so 50 € werden schon zusammen kommen, plus den 15 €.

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Grautvornix 11.08.2016, 12:26
@EXInkassoMA

Höhe der Inkassogebühren

Nach Ansicht der Gerichte kann der Gläubiger vom Schuldner die Erstattung der Gebühren für die Einschaltung eines Inkassobüros verlangen, die ihm tatsächlich entstanden sind.

Der Höhe nach sind diese Kosten aber auf die
Gebühren beschränkt, die ein Rechtsanwalt für dieselbe Tätigkeit verlangen könnte (OLG Dresden, Urteil vom 04.04.1995, Akz. 13 U1515/93; OLG Bamberg,Urteil vom 13.10.1993, Akz. 8 U 59/93; OLG Köln, Urteil vom 08.03.1972, Akz.2 U 111/71).

Ein Rechtsanwalt würde für die außergerichtlicheInkassotätigkeit eine Geschäftsgebühr ansetzen, die innerhalb einesvariablen Gebührensatzes von 0,5 - 2,5 liegt.

Eine Rechtsanwalt wendet dabei im Regelfall einen Gebührensatz von 1,0, weil die gesetzliche Reglung ihmeine Gebühr von mehr als 1,3 nur dann zugesteht, wenn die Tätigkeitumfangreich oder schwierig ist.

Dieser Maßstab gilt auch für Inkassobüros, soweit nachfolgend nicht nochmals ein Rechtsanwalt mit der außergerichtlichen
Wahrnehmung der Interessen des Gläubigers beauftragt wird.

http://www.inkassogebuehren-rechner.de/index.php#rechner

Andere Seite gleiches Ergebniss, ob die Forderungen durchsetzbar sind oder nicht, ist hier nicht gefragt.

83,54 sind die Gebühren

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mepeisen 11.08.2016, 15:04
@Grautvornix

Das Entscheidende ist der Teil "für dieselbe Tätigkeit". Denn ein Anwalt macht für eine 1,3 Gebühr folgendes: Einzelfallprüfung und Rechtsberatung. Nur dann steht ihm diese Gebühr überhaupt zu.

Ein Inkasso im Fall des Masseninkassos macht so etwas aber nie. Ergo: Weder ein Anwalt noch ein Inkasso dürfen für die erbrachte Tätigkeit jemals eine 1,3 Gebühr verlangen.

Das, was das Inkasso macht, dafür gibt es eine eigene Gebührenregel: Schreiben einfacher Art. Eine 0,3 Gebühr.

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EXInkassoMA 11.08.2016, 16:05
@mepeisen

1,0 gem rvg für ein einfaches Mahnschreiben eines inkassodienstleisters dürfte schwer durchsetzungsfaehig sein. Da hilft auch der inkassorechner nicht viel

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Wenn die Forderung gerechtfertigt ist, und der Gläubiger ein Inkassounternehmen zur Eintreibung deiner Schuld beauftragt hat, bleibt dir nur der Weg es zu bezahlen oder durch einen Anwalt es klären zu lassen.

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franneck1989 11.08.2016, 11:43

bleibt dir nur der Weg es zu bezahlen oder durch einen Anwalt es klären zu lassen.

Falsch. Man kann auch einfach das zahlen, was man selbst als gerechtfertigt und durchsetzbar einschätzt. Und das ist in der Regel weniger als das Inkasso verlangt

Derjenige, der etwas will, muss dann klagen

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Interesierter 11.08.2016, 13:01
@franneck1989

Nicht ganz. Er kann auch einfach einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirken und für den Fall des Widerspruches das streitige Verfahren beantragen. 

Dann läge der Ball wieder beim Fragesteller.

Ich denke, Verzug ist hier gegeben, das könnte für den Fragesteller durchaus unangenehm werden, denn wenn er nicht komplett sauber aus der Sache rauskommt, legt er in einem Rechtsstreit immer drauf.

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franneck1989 11.08.2016, 13:04
@Interesierter

für den Fall des Widerspruches das streitige Verfahren beantragen. 

Ist natürlich nichts anderes als eine Klage

Dann läge der Ball wieder beim Fragesteller. 

Sollte dann tatsächlich eine Klageschrift eintreffen, dann ja. Hab ich aber im Inkassogeschäft bei bezahlter Hauptforderung noch nicht erlebt

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mepeisen 11.08.2016, 14:32
@Interesierter

Dann läge der Ball wieder beim Fragesteller.

Zunächst einmal ist der Gläubiger stets verpflichtet, seinen Anspruch auch in der Klageschrift zu begründen.

Man selbst kann dann relativ bequem eine Reihe von Dingen einfach bestreiten. Beispielsweise kann man bestreiten, dass der Gläubiger jemals die 85€ Gebühren an das Inkasso überwiesen hat. Man kann bestreiten, dass das Inkasso jemals mit Einzelfallprüfung und Rechtsberatung beauftragt war usw.

Durch das Bestreiten von Dingen, wo der Schuldner nicht beteiligt ist, wird der Gläubiger dann in die Beweispflicht gezwungen.

Wir alle wissen aber, wie die Praxis aussieht (Inkasso-Flatrates usw.). Lieber verzichtet ein Inkasso auf seine Vergütung als die Verträge offen zu legen.

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Die Forderung Betrug 15,62 € ich habe vorher keine Briefe erhalten sonst hätte ich diese natürlich sofort bezahlt

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mepeisen 11.08.2016, 15:05

Bis auf wenige Ausnahmen bist du ohne Mahnbrief auch nicht in Verzug. Und ohne Verzug braucht man auch keine Inkassokosten bezahlen.

Ausnahmen gibt es beispielsweise bei einem vertraglich (!) vereinbarten Zahlungstermin oder bei Rücklastschriften. Achtung: Zahlungsfristen auf Rechnungen sind irrelevant, denn die Rechnung gehört nicht zum Vertrag.

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