Juristische Weiterbildung?

5 Antworten

Wenn du wirklich Jura studieren willst (deine jetzigen juristischen Kenntnisse haben nur wenig mit einem rechtswissenschaftlichen Studium zu tun), dann solltest Du dich darauf konzentrieren, möglichst bald die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Es gibt außerdem einige Bundesländer (Brandenburg, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg), wo es für Leute mit Fachhochschulreife Sonderwege zu einem Universitätsstudium gibt (z.B. die baden-württembergische Delta-Prüfung). Bevor Du eine Entscheidung triffst, solltest Du dir das juristische Studium an einer Universität noch genauer ansehen und dich diesbezüglich etwa von der Zentralen Studienberatung beraten lassen. Eine Ausbildung zum Volljuristen ist ein langer und anspruchsvoller Weg. Nur Juristen, die im 2. Staatsexamen ein "Prädikat" erreichen, haben später brauchbare Berufsaussichten in den typischen juristischen Berufen.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
10

Ja, ein abgeschlossenes Jura-Studium ist definitiv mein Ziel. Deshalb hole ich auch ab Sommer innerhalb eines Jahres die Fachhochschulreife nach, danach muss natürlich die allg. Hochschulreife folgen, es sei denn, es gibt auch in RLP eine solche Spezialregelung.
Danke für die Tipps.

0

Moin,

ich empfehle sowohl Praktika im juristischen Bereich als auch Schnuppertage an der Uni. Soweit ich weiß, bietet bspw die Uni Münster für interessierte eine ganze schnupperwoche. Da kann man dann schon mal schauen, ob einem das denn auch tatsächlich liegt. Genauso wie bei einem Praktikum. Die sind idR hunzlangweilig, weil man als „unausgebildeter“ noch nichts darf/kann, aber da bekommst du evtl schon mal einen Eindruck vom aktenstudium.

was auch „Lohnen“ kann, sind Gerichtsverhandlungen in einem Amtsgericht/Landgericht in deiner näher zu besuchen. Ich würde mich dabei ans Strafrecht halten, weil die zivilrechtlichen Verhandlungen ohne vorheriges Studium der Akten kaum verständlich sind, da sich ständig auf diese bezogen wird.

aber wie gesagt: an oberster Stelle - nutze schnuppertage oÄ an den jeweiligen Unis. Oder wenn du in einer Unistadt wohnst, die Jura anbietet, gehe einfach schon mal in die Erstsemester-Vorlesungen.

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Nur weil dir das Thema Recht gefällt, heißt das nicht, dass dir auch das juristische Studium gefallen wird. Eine Ausbildung hat nicht im Ansatz die Tiefe, die von einem bereits für die Zwischenprüfung abverlangt werden. Das soll nicht überheblich klingen, aber Du solltest wissen auf was Du dich einlässt.

Warum besuchst Du nicht einfach mal ein paar Vorlesungen an einer Universität in der Nähe? Vielleicht hast Du ja Freunde, die Jura studieren oder sogar einen Volljuristen im Bekanntenkreis (irgendwo gibt es immer einen ^^). Ich habe bisher noch keinen Anwalt erlebt, der einen Interessierten noch nicht mitgenommen hat. Sicherlich kannst Du auch ein Praktika beim Gericht machen.

Für das juristische Studium benötigst Du zwingen die allgemeine Hochschulreife. Der Schnitt dürfte nicht überall utopisch sein, wenn man nicht gerade in München oder Heidelberg studiert. Zumal es sicherlich Universitäten gibt, die dir die Ausbildung in irgendeiner Art und Weise anrechnen können. Voraussetzung ist aber zwingend Abi.

Was möchtest Du wissen?