Juristenrat gesucht: Muss eine Mietminderung nach Beseitigung des Mangels an den Vermieter gezahlt werden?

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5 Antworten

Der Vermieter wird Informiert und mehrmals zur Beseitigung aufgefordert

Wie? Telefonisch, per sms, per Whats App oder nachweislich schriftlich?

Nun mindert der Mieter die Miete um 1/3 da die fehlende Beleuchtung im Wohnraum der Wohnung einen erheblichen Mangel darstellt

30 % Mietminderung, weil die Deckenbeleuchtung nicht funktioniert? Keine Frage, dass dies einen Mangel darstellt und sicher auch einen, der zur Mietminderung berechtigt. Ein erheblicher Mangel ist das nicht. Und somit sind 30 % Minderung maßlos übertrieben. Du bist ansonsten nicht in deiner Wohnung eingeschränkt, da du ja für alternative Lichtquellen sorgen konntest und nicht im Dunkeln gesessen hast. Wie kommst du eigentlich darauf, die Miete um 30 % zu mindern?

Nach 6 Monaten lässt der Mieter diesen Schaden und die anderen
unsachgemäß vom Vermieter ausgeführten Elektroinstallationen durch eine
Fachkraft instandsetzen.

Hast du dem Vermieter angekündigt, dass du den Schaden beheben lässt und die Kosten von der Miete abziehst? Und welche "unsachgemäß vom Vermieter ausgeführten Elektroinstallationen"? Weiß der Vermieter davon überhaupt oder hast du das mal eben in einem Abwasch machen lassen ohne den Vermieter davon in Kenntnis zu setzen?  Wer hat überhaupt beurteilt, dass die Installationen fehlerhaft sind? Du?

Bei der von dir vorgenommenen Höhe der Mietminderung hat der Anwalt des Vermieters völlig recht, dass ein Mietrückstand besteht.  Wenn du hier weiterhin querschießt, wirst du über kurz oder lang die Kündigung deines Vermieters im Briefkasten finden.

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Kommentar von EmtBayern
01.06.2016, 16:01

Unsachgemäße Installationen:

Eine an den Strom der anderen Deckenleuchte unsachgemäß angeklemmte 2. Deckenleuchte

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Bitte nur Antworten von fachkundigen Juristen und nicht von Mr. Sollte und Könnte

Dann geh zu einem Anwalt.

Da hättest Du schon hin gehen sollen eh Du die Miete unangemessen hoch minderst.

Wobei ich stark bezweifel das hier eine Mietminderung überhaupt gerechtfertigt war.

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Kommentar von EmtBayern
01.06.2016, 16:03

Dass meinte ich mit sollte und könnte Fraktion. Diese Antwort ist zu nicht nutze außer fürn Papierkorb

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Hier ist der sollte/könnte.

Was ich nicht verstehe ist, warum man sich so etwas ein halbes Jahr lang anschaut.

Ankündigung Ersatzvornahme mit Fristsetzung

-> Keine Reaktion seitens des Vermieters

-> Ersatzvornahme durch von Mieter selbst beauftragten Spezialisten

-> dadurch Instandsetzung

-> Licht geht wieder

-> Rechnung an Vermieter weiter reichen

-> Rechnung ggf. von der übernächsten Mietzahlung einbehalten.

Im Gegensatz zu ein Drittel Mieteinbehalt für 6 Monate wäre der Schaden für den Vermieter dadurch sehr gering gewesen. Als Geschädigter ist man immer zur Schadensminderung verpflichtet und wenn man sich nicht daran hält, muss man auch in Kauf nehmen, wenn der Betroffene damit nicht einverstanden ist. Insofern kann es gut sein, dass Du den Kürzeren ziehst, wenn Du nicht Deinerseits jetzt einen Anwalt einschaltest.

Andererseits verstehe ich natürlich nicht, warum der Vermieter nicht viel schneller gehandelt hat. Und jetzt kommt der hede-dade-ware:

Als Vermieter hätte ich Dir sowieso beim ersten Anruf schon die Nummer des Elektrikers gegeben und Dich gebeten, direkt selbst mit ihm einen Termin auszumachen und mich allenfalls nur noch dann mit der Sache zu behelligen, wenn der Elektriker nicht zeitnah kommt.

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Kommentar von EmtBayern
01.06.2016, 16:42

Das wäre so schön wenn die Welt so einfach wäre ;)

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Klarstellung: Hier bei GuteFrage.net ist eine Rechtsberatung nicht möglich. Daher solltest du dich gegen Bezahlung an :  > Frag einen Anwalt < wenden.

Meine Meinung: Die Mietminderung ist zwar berechtigt aber nicht in Höhe von 33,33% der Gesamtmiete. Eine Ersatzvornahme hast du nicht angekündigt. Eine Aufrechnung der Kosten der Ersatzvornahme könnte erst mit der übernächsten Mietzahlung nach der Ersatzvornahme erfolgen.

Die Punkte, die du  zusätzlich zur Reparatur der Deckenleitung zur W'Z-Lampe instandsetzen ließest, gehen auf deine Rechnung, weil sie nicht als Mietmangel dem Vermieter gemeldet wurden, obwohl du dazu verpflichtet bist. 

Der Anwalt des Vermieters hat insofern Recht, als er feststellt, dass ein Mietrückstand bestehen würde. Daher fordert er die Begleichung des Rückstandes.

Wenn du nicht bezahlst, wird vermutlich eine ordentliche Kündigung des Vermieters ins Haus stehen, der du widersprechen kannst. Dennoch wird der Vermieter deinen Auszug nach Ablauf der K-Frist fordern. Wenn du in der Wohnung bleibst, wird eine Räumungs- und Zahlungsklage erhoben werden. Im Zuge dieses Verfahrens könnte deine Mietminderung und Aufrechnung als rechtens anerkannt werden oder auch nicht. 

Wenn du dieses Risiko nicht tragen willst, solltest du eine Feststellungsklage beim Amtsgericht gegen den Vermieter einreichen, damit du sicher gehst, dasss deine Mietminderung und ev. Aufrechnung berechtigt sind.

Besser wäre das Angebot eines außergerichtlichen Vergleiches, bei dem du einen Teil der Mietminderung an den Vermieter erstattest.

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Kommentar von EmtBayern
01.06.2016, 15:56

Nicht böse gemeint aber wenn eine Elektrofachkraft dem Mieter sagt die vom Vermieter gelegte Verkabelung darf er so nicht als Bestand lassen da es nicht den Vorschriften für Elektroarbeiten entspricht und er nicht in Regress genommen werden will das Schäden entstehen, ist es wohl klar dass der Mieter dies dann gleich beseitigen lässt da er keine Brände oder Kurzschlüsse in der Wohnung will

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Ab ins Juraforum und da mal nachfragen

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