Jura: Wie wirkt es sich das Urteil aus, wenn das Opfer im Schlaf getötet wurde?

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4 Antworten

Ein Opfer im Schlaf zu töten ist ein typisches Beispiel für einen heimtückischen Mord, für den es gem. § 211 StGB (grundsätzlich) zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe gibt. Wenn man dasselbe Opfer nicht im Schlaf tötet gibt es dagegen zwischen 5 und 15 Jahren Freiheitsstrafe.

Der einzige Unterschied zwischen Mord und Totschlag ist, dass es beim Mord zusätzlich noch sogenannte Mordmerkmale gibt. Mord ist also Totschlag + Mordmerkmal. Welche Mordmerkmale es gibt steht in § 211 StGB. Wenn der Täter z.B. aus Gier oder grausam tötet, dann liegt Mord vor.

Da die Tat begangen wurde als das Opfer ARG und WEHRLOS war, wird die besondere Schwere der Schuld festgelegt und somit ist dann eine vorzeitige Entlassung ausgeschlossen.

Dieser Umstand würde das Strafmaß erhöhen, da es sich dann um "schwere Heimtücke" handelt. Das Opfer war wehr- und ahnungslos.

nach § 211 StGB:

http://www.jura-studium.net/definitionen/definitionen-strafrecht/heimtucke-%C2%A7-211/

Du meinst wohl "arglos". In der Sache haben die Begriffe wohl die gleiche Bedeutung. Wer "ahnungslos" schreibt stellt seine eigene Ahnungslosigkeit damit allerdings zur Schau ;)

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@uni1234

Du tötest mich dann besser nicht, sonst wird dir ein heimtückischer Mord angehängt.

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Wenn wir uns im Bereich Mord bewegen macht es keinen Unterschied, gibt immer lebenslänglich.

Es gibt auch die Notwehr oder einen Unfall.

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@thetee99

Genau, Notwehr an einem Schlafenden...Ich hab extra gesagt wenns um Mord geht, alle mögliche Fälle von Totschlag hier zu analysieren würde zu weit führen. Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;-)

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@thetee99

Wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass Mord vorliegt, dann hat man bereits ausgeschlossen, dass der Täter sich auf einen Rechtfertigungsgrund, wie z.B. Notwehr, berufen kann.

Zudem kann es sich nicht zeitgleich um Mord und einen Unfall - also fahrlässige Tötung - handeln.

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@Spezialwidde

Du wirst lachen, aber das mit der Notwehr an dem Schlafenden ist gar nicht mal so weit hergeholt... Durchaus denkbar, wenn auch nicht in Form der Notwehr, sondern als Notstand nach § 34 bzw. § 35 StGB.

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@Spezialwidde

Notwehr oder Unfall würde dann natürlich einen Mord ausschließen. Nur wenn man jemanden tötet, muss es nicht automatisch Mord sein, falls du "Mord" mit "jemanden töten" gleichgesetzt haben solltest.

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