Jura: Wie wirkt es sich das Urteil aus, wenn das Opfer im Schlaf getötet wurde?

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4 Antworten

Ein Opfer im Schlaf zu töten ist ein typisches Beispiel für einen heimtückischen Mord, für den es gem. § 211 StGB (grundsätzlich) zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe gibt. Wenn man dasselbe Opfer nicht im Schlaf tötet gibt es dagegen zwischen 5 und 15 Jahren Freiheitsstrafe.

Der einzige Unterschied zwischen Mord und Totschlag ist, dass es beim Mord zusätzlich noch sogenannte Mordmerkmale gibt. Mord ist also Totschlag + Mordmerkmal. Welche Mordmerkmale es gibt steht in § 211 StGB. Wenn der Täter z.B. aus Gier oder grausam tötet, dann liegt Mord vor.

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Da die Tat begangen wurde als das Opfer ARG und WEHRLOS war, wird die besondere Schwere der Schuld festgelegt und somit ist dann eine vorzeitige Entlassung ausgeschlossen.

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Dieser Umstand würde das Strafmaß erhöhen, da es sich dann um "schwere Heimtücke" handelt. Das Opfer war wehr- und ahnungslos.

nach § 211 StGB:

http://www.jura-studium.net/definitionen/definitionen-strafrecht/heimtucke-%C2%A7-211/

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Kommentar von uni1234
25.07.2016, 15:22

Du meinst wohl "arglos". In der Sache haben die Begriffe wohl die gleiche Bedeutung. Wer "ahnungslos" schreibt stellt seine eigene Ahnungslosigkeit damit allerdings zur Schau ;)

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Wenn wir uns im Bereich Mord bewegen macht es keinen Unterschied, gibt immer lebenslänglich.

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Kommentar von thetee99
25.07.2016, 15:11

Es gibt auch die Notwehr oder einen Unfall.

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