Jura-Studium oder Lehramt, Zeit für Familie?

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3 Antworten

An deiner Stelle würde ich mir "die Fälle BGB AT" kaufen. Macht dir das Spaß, ist es das Richtige für dich. Egal welches Rechtsgebiet, es ist immer dasselbe: Man wertet einen Sachverhalt anhand von § im Gutachtenstil aus. 

Wie viel Zeit du dann später hast hängt stark vom Arbeitgeber ab. Bei Freshfields wird das Arbeitspensum hoch sein, als Richterin am Amtsgericht kann man auch ohne weiteres über Monate in Mutterschaftsurlaub gehen.

Probleme mit dem Jura Studium haben vor allem Leute, die viel auswendig lernen, aber wenig verstehen. Die Gesetze sind aufeinander aufgebaut. Diese Struktur muss man erkennen und mit ihr arbeiten. Ansonsten geht man in der Fülle des Stoffs unter. 

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Karriere und Kinder funktioniert nicht. Die Kinder bleiben dabei immer auf der Strecke. Es sei denn, du hast einen Mann, der die Kinder vorzieht.

Natürlich lässt sich über Fremdbetreuung vieles regeln und mit entsprechendem Verdienst reicht es vermutlich sogar für die eigene Nanny.

Familienleben sieht dennoch anders aus. Und es ist - wenn man es ernst nimmt - eine der wirklichen Herausforderungen im Leben, denn man trägt die Verantwortung für die nachfolgende Generation und hat zu einem ganz entscheidenden Teil das Lebensglück seiner Kinder in den Händen.

Wenn man das mal analytisch betrachtet, dürfte es wenig an beruflichen Herausforderungen geben, die dieses Maß an Kompetenz und Verantwortung toppen könnten.

Letzten Endes muss man wohl entscheiden, was einem wichtiger ist: Die Anerkennung irgendwelcher Leute, die einen möglicherweise ebenso schnell vergessen haben, wie sie seine Nummer aus dem Speicher ihres Smartphones gelöscht haben. Oder das Glück, Familie zu leben.

Es ist ja nicht so, dass man mit einem Lehramtsstudium am Hungertuch nagen müsste. Und wenn's einen packt, hat man durchaus Möglichkeiten, irgendwann im Leben andere Wege zu gehen. Eine Promotion kann dabei ganz hilfreich sein.

Planbar ist das Leben sowieso nicht. Und je mehr man es festlegen möchte, desto weniger verläuft es nach Plan ;).


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Mit einer so langen geplanten Elternzeit kannst du Aufstiegschancen auch im Jurabereich vergessen.

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