Jura oder Mathematikstudium? Erfahrungen?

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7 Antworten

Zitat: "Jedoch ist bei Jura der Arbeitsaufwand extrem"

Wenn du glaubst, dass der Arbeitsaufwand beim Mathe-Studium geringer ist, dann täuschst du dich ganz gewaltig.
Dazu kommt die extrem hohe Abbrecherquote 70-80% beim Mathe-Studium, weil die meisten Studenten völlig überfordert sind von den Anforderungen des Mathe Studiums.
Aber wenn man es schafft, das Mathe-Studium erfolgreich zu bewältigen, dann warten viele hochinteressante, gut bezahlte Jobs auf die Absolventen.

Anspruchsvoll und arbeitsintensiv sind beide Studiengänge.
Deswegen solltest du dir für deinen Entscheidungsprozess gut überlegen, bei welchem der beiden Studiengänge für dich die Chancen besser stehen, dass du es schaffst, das Studium erfolgreich zu bewältigen.
Viel Erfolg!

Lustiger Weise habe ich in beiden Bereichen Erfahrung.

Mathematik ist sehr harter Tobak, da musst du wirklich clever sein und dich trotzdem noch durchbeißen, die Mathematik aus der Schule ist da nur ein minimaler Vorgeschmack.

Mit deinem Interesse würdest du dann wahrscheinlich Unternehmensberater werden, der Arbeitsmarkt steht dir als Mathematiker in jedem Fall weit offen.

Jura hingegen wird dir deutlich leichter Fallen. Wenn du hier clever bist und richtig an die Sache rangehst, dann versinkst du nicht in Arbeit. Sicher, du musst am Ball bleiben, aber das totlernen trifft nicht zu, wenn du von Anfang an mit Verstehen des Stoffes arbeitest.

Jura hingegen ist bzgl. des Arbeitsmarktes schwieriger. Du musst hier gut sein, alles geht nach der Note. Du musst unter den 20% besten Studenten sein, dann bist du hier auch sicher gut versorgt.

Dies ist aber auch machbar, vor allem, wenn du logisch denken kannst, denn viele deiner Mitstudenten haben das Fach gewählt, weil es kein Mathe enthält und somit bist du ihnen da einiges voraus.

Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit einem Studiengang? 

Ja, Jura.

Wie läuft das Studium, 

Entspannt, wenn Du gerne viel Zeit in der Bibliothek verbringst und Lesen liebst.

wie ist der Arbeitsaufwand 

das Belastung was das Lernen angeht ist pervers

und wie sind die Berufsaussichten? 

Das kommt auf Deine Noten im 1. und 2. Examen an. Die Durchfallquoten sind heftig. Nur eine Minderheit schafft einen Notendurchschnitt (ca. 20 % der Abgänger), der sich als Türöffner für attraktive Arbeitgeber eignet. Der Markt für Rechtsanwälte ist absolut überlaufen. Es gibt sehr viel schlecht bezahlte Jobs. Das Jurastudium ist schon lange kein Garant mehr für ein erfülltes Leben. Man muss da wirklich richtig Bock darauf haben, und zwar nicht nur wegen dem Titel und der Kohle.

Was würdet ihr mir empfehlen?

Mathematik

Viel Erfolg

Ich habe in BaWü Mathe studiert.
Ich kann dir sagen, dass das Studium sehr mühsam ist. Gerade Menschen die in der Schule gut in Mathe waren sind häufig sehr enttäuscht von dem Studium weil die Inhalte noch einmal ganz! anders sind.
Ich war auch immer recht gut in der Schule, aber im Studium musste ich bis zuletzt kämpfen. D.h. dass ich für jede Klausur jeweils ungefähr einen Monat lernen musste. Es gibt natürlich auch immer wieder Menschen denen das Fach leichter gefallen ist aber dem Großteil ging es ähnlich wie mir.

Ich will damit nicht per se vom Studium abraten, aber dich darauf vorbereiten dass das im Studium noch einmal eine ganz andere Welt ist mit der man sich beschäftigt.

Letztendlich ist es aber auch kein Drama wenn du einen Studiengang anfängst und ihn nach gewisser Zeit abbrichst. Du wärst nicht der erste und wirst auch nicht der letzte sein der nicht auf Anhieb das richtige Studium für sich findet. Lass dich aber nicht sofort entmutigen, ich weiß noch genau das ich im ersten Semester sehr verzweifelt war und es letztenendes doch geschafft habe.

Ich würde Jura nehmen, um Richter zu werden. Aber im Endeffekt bringt es dir nichts zu wissen was ich machen würde ^^ Zumindest kann man mit dem Studium leichter in ein Beamtenverhältnis kommen.  

Mathe ist hardcore bezüglich des Schwierigkeitsgrads (weit über Jura) und das Studium ist sehr aufwendig (aber das ist Jura natürlich auch). Ein großes Problem ist auch, dass Studienanfänger nicht wissen, auf was sie sich einlassen, weil sie oft noch nie mit Mathematik in Berührung gekommen sind. Jobchancen sind gut.

  Mit Mathe habe ich Erfahrung; Mathe ist kaserniertes Denken. Du wirst dazu erzogen zu begreifen, warum alle Hochschultexte so aufgebaut sind, wie sie es nun mal sind.

   Beim Bund sagen sie dir ja auch, du kannst noch nicht mal gehen und stejen. Und im ersten Semester Mathe kriegst du gesagt, du kannst noch nicht mal richtig denken. Das Studium besteht hauptsächlich darin, dass du jede Woche in Hausaufgaben irgendwelche Sätze beweisen musst.

   Deine Berufsaussichten sind glänzend; das kam im ZDF Studienführer; und mein Chef hat das übrigens auch gesagt. Weil sich nämlich herum gesprochen hat, dass du FALLUNTERSCHEIDUNG drauf hast.

   Z.B. wenn dein Chef sagt, schreibensw mal ein Programm. Teile mit Spezifikation A kommen auf Lager und B direkt in die Fertigung. Und wenn du jetzt fragst: C , D , E und F ? Dann ärgert der sich vielleicht sogar

   " Ich kann mich doch nicht um alles kümmern; wozu hab ich denn Sie? Arbeiten Sie mal ein Pflichtenheft aus. "

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