Jura die richtige Wahl (Studium)?

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4 Antworten

Die Berufsaussichten und damit die finanzielle Komponente wird tatsächlich weitestgehend nach den Examensnoten entschieden. Das heißt, nur das beste Fünftel der Absolventen hat gute Aussichten auf ein überdurchschnittliches Anfangsgehalt. Natürlich kann man auch mit weniger tollen Noten im Laufe der Zeit mit Geschick und Können etwa als selbständiger Rechtsanwalt an gute Verdienstmöglichkeiten kommen. Die Voraussetzungen sind aber ungleich schwieriger. Der Vorteil des Studiums ist aber sicherlich, dass es relativ klare klassische Berufsbilder gibt (etwa Richter, Anwalt, Verwaltung) und zunehmend auch in Unternehmen neue Berufsbilder entstehen, die durchaus spannende Inhalte haben. Für gute Juristen gibt es sicher auch in Zukunft noch Bedarf. Für durchschnittliche nicht so wirklich...

Dazu muss man noch bedenken, dass je nach Region etwa drei Viertel der Studenten, welche ein Jurastudium aufnehmen, es vor dem  ersten Examen abbrechen. Teilweise aus Leistungsgründen, teilweise auch weil sie eigentlich was anderes studieren wollten. Aus den Schulnoten kann man übrigens nicht auf die Leistungen im Jurastudium schließen...

Mir persönlich hat das Jurastudium durchaus gefallen, mein Job ist spannend und ich verdiene auch ausreichend. Wenn du wirklich Lust auf hochabstrakte theoretische Gedanken hast (was anderes ist das nämlich bis zum ersten Examen nicht wirklich), solltest du dich nicht abhalten lassen. Als Verlegenheitsstudium für den Fall, dass einem nichts besseres eingefallen ist, würde ich aber immer davon abraten.

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Kommentar von Terra6667
20.11.2015, 11:49

Vielen Dank für deine Antwort! Hat mir sehr weitergeholfen. Wie ist das denn mit dem Prädikat?? Warum schaffen das nur ein Fünftel? Sind die anderen zu faul ? (Man hört ja oft Jura sei ein Fleißfach - wobei doch eigentlich fast jeder Studiengang oder haha)

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Ein Studium ohne Abschluss...? Kommst zwar beruflich fast überall unter, aber Abschluss ist das A + O, hast mehr Berufsperspektiven mit Abschluss.  Jedem ist das Gehalt wichtig, logisch, hier wird aber zunächst über einen "Anfangsgehalt" gesprochen. Den späteren musst Du Dir dann aber durch Leistung selbst erarbeiten. Die Anwaltsberufe haben und bekommen immer mehr Zukunft, ohne Gerichte geht fast garnichts mehr!

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Mich stört vor allem die Darstellung "tollste Berufe".

Es gibt heutzutage für den Normalmensch keine "tollen Berufe". Jeder Beruf ist vor allem Leistungsstreß. Und als Jurist in Ausbildung und Beruf hast Du es vor allem mit endlos viel Papier und Texten zu tun. Tollheit gibts vielleicht im Zirkus, aber nicht im Anwaltbüro, wo Du wahrscheinlich enden wirst.


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Kommentar von Terra6667
20.11.2015, 11:44

Ist dieses Empfinden nicht etwas Subjektives? Ich meine nicht jeder sitzt gerne im Cockpit einer Boing 747 mit bildhübschen Stewardess und verdient sich monatlich die Birne weg. Andere empfinden das vielleicht nicht als toll andere schon. Finde das subjektiv. Ich "ende" in der Anwaltskanzlei...naja..andere enden in der Arztpraxis oder auf der Baustelle..ziemlich negativ siehst du das ja

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jura ist viel lernen und bissel logik

wenn du das kannst, ist es einfach

sicher sind die zukunftsaussichten gut, jura ist doch ein gutes fach und nicht so etwas wie sozialpädagogik

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