Junger Kater und ältere Katze

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4 Antworten

Stichwort Straßenverkehr: Eine Hauptstraße(!) bedeutet zu sehr Russisch Roulette, daher würde ich ihn aus Respekt vor seinem Leben drin lassen. Gerade, wenn er Freigang erstmal kennen- und liebengelernt hat, wird er kaum noch etwas anderes wollen. Und selbst, wenn er sich für Straßenverkehr sensibilisieren ließe: Bei der nächsten Maus auf der anderen Straßenseite ist die Aufmerksamkeit schnell woanders - oder aber wie du sagst: Er könnte eurer Kätzin blind folgen, so dass es schnell vorbei wäre!

Da ich wie erwähnt für Wohnungshaltung plädiere, rate ich unbedingt zu einer dritten Katze, obwohl ich wegen der Anzahl grundsätzlich davon abrate (bei dreien ist häufig einer über). - Aber nun ist er da, und auch er soll ausgelastet und glücklich sein. Außerdem lese ich raus, dass eure Kätzin offenbar ein umgängliches Tier ist, das ihn als Neuankömmling längst akzeptiert hat. Vermutlich hätte sie durch die Auslastung beider Tiere insgesamt auch wieder mehr Ruhe.

Welches Tier als dritte Katze? Ich würde mich für einen Kater entscheiden, denn die Spielsprache, die gleichgeschlechtliche Katzen sprechen, ähnelt einander einfach mehr. Wichtig auch zu wissen: Kätzinnen sind stärker objektorientiert (d. h. mehr interessiert am jeweiligen Spielzeug) als Kater, die ihre Kräfte lieber an Artgenossen messen (weshalb Raufereien wohl immer etwas an der Tagesordnung sein werden). Holt euch am besten einen, der auch das gleiche Temperament hat wie er, denn dass Gegensätze sich anziehen, ist ein Irrglaube. Bei Katzen gilt am ehesten "Gleich und Gleich gesellt sich gern.". Welches Alter? Da man Charakterzüge, die zu eurem passen, am ehesten im Erwachsenenalter erkennt, würde ich mich für ein 1 bis 1½ Jahre altes Tier entscheiden - ein Welpe wäre da vielleicht buchstäblich die berühmte "Katze im Sack" …!

Wichtige Voraussetzung für eine dritte Katze: Dein Freund sollte sich auch dafür begeistern können! Katzen sind sehr feinfühlig und merken schnell, ob sie nur geduldet oder auch willkommen sind und können darauf schlimmstenfalls mit Unreinheit reagieren.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen!

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Yentl51 21.03.2014, 12:20

Ich bin als Katzenhalter, der bereits seit 30 Jahren Katzen hat (sehr viele), komplett anderer Meinung, aber das ist eben komplett Ansichtssache. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Wohnungshaltung, das ist manchmal eine ganz gute Lösung, wenn es sich nicht um Einzelhaft handelt. Aber es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass man sich bei Vergrößerung der Anzahl oftmals schlimme Probleme ins Haus holt. Viele Katzen werden mit der Konkurrenz nicht fertig, besonders wenn es sich um ausgewachsene Katzen handelt. Dann fangen sie an zu pinkeln, und dieses Problem wird man NIE wieder los. Die Konsequenzen sind dann oft, dass man sich wieder trennen muss, und was wird dann aus dem armen Tier ? Nein, dann lasse ich lieber die Katzen in ihren natürlichen Lebensraum, der halt mit schlimmen Gefahren gespickt ist. Natürlich hat man dann immer Unruhe, und das ist wirklich schlimm, aber selbst wenn das Leben der Katze enden sollte durch einen Unfall, dann hatte sie wenigstens ein schönes, erfülltes und artgerechtes Leben. Und aus Erfahrung kann ich sagen: Pinkelnde Katzen sind ein Riesenproblem und nerven unendlich. Ich habe meine Pinkelkatzen nicht abgegeben, aber ich war nervlich oft am Ende.

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Kathy34 23.03.2014, 10:39

Danke für das Sternchen :-)

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Würde unser Kater das denn selbst Lernen das die Straße gefahr bedeutet? er kommt aus einem Dorf wo sogut wie nie ein auto gefahren war. Unsere ältere Kätzin hat da gute erfahrung und wartet immer bis sie kein auto mehr hört. Meine Oma hat das glück das ihre Katze gar nicht das Grundstück verlässt, den sie hat so gewaltige angst vor der Straße weil sie mal angefahren wurde.

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Yentl51 21.03.2014, 12:13

Wie hat die Kätzin das gelernt ? Katzen lernen das in der Regel, auch ohne dass sie fast überfahren werden. Ich verstehe Deine Angst, den Kater zu verlieren. Aber oberstes Gebot ist, den Katzen ein lebenswertes Leben zu verschaffen. Wie soll er sich auf Dauer fühlen, wenn er nie raus darf und die Kätzin draußen rumrennt . Ist es vielleicht möglich, das Grundstück zur Straße hin einzuzäunen ? Das kann eine Katze nicht unbedingt abhalten, aber es kann erschweren und macht vielleicht einfach uninteressant.

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Silvester9 22.03.2014, 21:34
@Yentl51

Wir haben bereits einen Zaun. Den wir auch mehr oder weniger Katzen sicher gemacht haben.

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Bei unseren Katzen ist der Unterschied noch viel krasser. Unsere alte Dame wird im Sommer 14 und der Kater 2. Es gab Zeiten, da haben wir befürchtet, wir müssen den "Kleinen" wieder abgeben, mittlerweile haben sie Burgfrieden aber das hat gedauert. Jedenfalls hatten wir letzten Frühling das Glück, dass unser Nachbar sich auch einen Kater angeschafft hat und die beiden Kater haben sich über den Sommer draußen wunderbar gegenseitig beschaftigt und sich gejagt und gebalgt, während die alte Katze das ungestört sonnend aus der Ferne beobachtet hat. Leider ist der Nachbar im Herbst weggezogen. Meine Erfahrung: Eine gleichaltrige Katze entlastet die Alte und beschäftigt die Junge.

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Yentl51 20.03.2014, 18:38

Ich gebe Dir weitgehend Recht. Allerdings nicht in dem Punkt, dass noch eine Katze angeschafft werden soll. Wenn für die alte und die junge Katze gleiche Bedingungen geschaffen werden, ist ein weiteres Jungtier nicht nötig. Das bringt nur noch mehr Verwirrung und Eifersucht. Die alte Kätzin und der Katerjungspunt schaffen das ganz sicher auch hervorragend mit einander, und vielleicht wird auch der Hund ein Teil des DreamTeams.

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Dummie42 20.03.2014, 18:39

Ach so und natürlich: Freigang für Katzen!

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Silvester9 20.03.2014, 18:43
@Dummie42

Unser Problem ist nur vor unserem Haus ist eine Hauptstraße aber wir haben einen riesen Garten hinterm Haus und hinterm haus sind nur Neugebaute häuser mit kleinen kaum befahrenen Straßen...

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Yentl51 21.03.2014, 07:56
@Silvester9

Genauso war das bei uns auch. Meine Miezekatze ist nun 14 Jahre alt. Sie hat stets den Garten genutzt und ist auch schon mal in die Nachbargärten gegangen, aber niemals um das Haus herum auf die Straße. Lasst ihn einfach nur hinten raus, niemals zur Haustür. Ein Katzenleben birgt leider gewisse Risiken, aber es ist glücklicher, wenn sie artgerecht gehalten werden und möglichst großen Freiraum haben. Eine Katze ohne Artgenossen, die nicht raus darf, wird nicht glücklich.

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Dummie42 21.03.2014, 12:06
@Yentl51

Ich finde auch, bevor man eine Katze zu einem Leben in Gefangenschaft verurteilt, sollte man lieber das Risiko mit der Straße eingehen und hoffen, dass es gut geht.

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Da brauche ich nicht lange überlegen. Natürlich braucht Euer Katerchen Freigang ! Wenn ihr die Möglichkeit habt, ist es gerade zu ein Verbrechen, ihm als Einzelkatze den nicht zu gewähren. Gebt ihm die Möglichkeit, draußen mit der anderen Katze zu lernen, er wird immer nach Hause kommen. Nur nicht noch eine Katze. Das schafft viel zu viel Verwirrung. Es sind nun schon 3 Tiere, die sich aneinander gewöhnen müssen. Haltet Eure Tiere artgerecht, dann regelt sich alles von selbst. Wir hatten auch alles gemischt, Katzen und Hund, mit Freigang und ohne. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, lass die Tiere das selbst regeln. Sie finden eine Möglichkeit. Unser Hund und unsere noch verbliebene katze haben sich nicht geliebt, aber sie haben sich arrangiert. Sie hatten die Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen, weil die Mieze Freigang bekam. Als der Hund dann tot war, hat die Katze ihn vermisst, obwohl sie niemals miteinander geschmust haben. Eine Katze sollte ca. 6 Wochen in der Wohnung bleiben, bevor sie Freigang bekommt. Danach wird sie sich Schritt für Schritt ihr Revier draußen holen.

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