Jungendamt Kinder entzogen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das Jugendamt wird erst mal pruefen, wie es weiter gehen kann und ob ihr oder der Vater oder die Grosseltern geeignet seid, dass sie dort leben koennen. Das dauert alles seine Zeit. Die Kinder jetzt einfach irgendwo hinzugeben, bevor das nicht abschliessend geklaert ist und sie dann wieder raus zu reissen, waere der falsche Weg und schadet den Kindern.

Irh solltest mit dem Jugendamt reden und zusammen arbeiten und ein Anwalt ist sicher auch nicht verkehrt, dann wird alles seinen Lauf nehmen. Wenn das Jugendamt/Gericht es fuer richtig haelt, die Kinder in eure Obhut zu geben und der Mutter das Sorgerecht zu entziehen oder das Aufenthaltsbestimmungsrecht, dann wird das auch gegen den Willen der Mutter gemacht. Das entscheidet alles die Zeit.

Wird einem oder beiden Elternteilen das Kind oder die Kinder entzogen besteht kein Grund Angst zu haben dass die Kinder da wieder hinkommen. Das Jugendamt ist ebenso wie das Familiengericht verpflichtet das Kindeswohl an erste Stelle zu setzen. Das Jugendamt überprüft jetzt zunächst mal die Gesamtsituation der Kinder. Es ist davon auszugehen dass sie besonderer Behandlung bedürfen die vom Jugendamt eingeleitet wird. Dazu ist zunächst mal Voraussetzung dass die an ihnen begangenen Straftaten der Mutter dokumentiert werden. All diese Themen brauchen ihre Zeit. Sind diese für das Kindeswohl wesentlichen Themen geklärt steht die Frage nach einem dauerhaften Verbleib der Kinder im Raum. Ich unterstelle dass die Kinder jetzt erst mal in einer Pflegefamilie sind oder in einem betreuten Wohnen oder in einem Heim. In jedem Fall sind die Erwachsenen auf solche Themen spezialisiert und in regelmäßigem Kontakt mit dem Jugendamt.

Arbeitet mit dem Jugendamt zusammen. Und tut Euch selbst den Gefallen nicht davon zu träumen dass Ihr sogenannte normale Kinder aufnehmt denn die traumatischen Erfahrungen haben sie geprägt und sehr wahrscheinlich in ihrem Verhalten gestört. Sicher ist Liebe das beste Heilmittel aber für die Zukunft der Kinder ist auch sinnvoll professionelle Unterstützung zu nutzen. Und Ihr habt Zeit in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt die Wohnverhältnisse für die Aufnahme der Kinder zu verändern.

Die Annahme, eine Mutter habe besondere Rechte, ist zum Glück heute falsch. Vater und Mutter haben die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten.

Wenn Ihr einen Anwalt nehmt denkt auch immer daran dass das Kindeswohl an erster Stelle zu stehen hat. Und wenn Du mich persönlich fragst finde ich es äußerst begrüßenswert wenn das Jugendamt erst mal die wesentlichen Fragen für die bestmögliche Zukunft der geschädigten Kinder abklären will. Es sind ja keine Gegenstände die mal eben so von einem Ort zum anderen umgestellt werden können sollten.

nickibau 03.02.2015, 17:38

Vielen Dank für deine tolle antwort :) ja wir können ncht mehr in arbeit uns konzentrieren nichts es ist ein Alptraum !!

0
hertajess 03.02.2015, 19:01
@nickibau

Wenn Ihr nicht mehr arbeiten gehen könnt könnt Ihr sicherlich nicht die besonderen jetzt lebensnotwendigen Leistungen die die Kinder dringendst benötigen erbringen. So würde ich als Mitarbeiterin des JA unterstellen denn die Kinder brauchen jetzt unbedingt ein stark belastungsfähiges Umfeld welches ihnen Schutz bietet. Aus Deiner Frage lese ich aber heraus dass hier der Schutz der Kinder nicht unbedingt im Vordergrund steht. Denn warum wurden sie erst vom JA heraus geholt anstatt dass der Vater im Vorfeld, bevor die Situation dermaßen eskalierte, tätig wurde?

Noch mal:

Kinder sind KEINE Gegenstände die einfach mal so von einem Ort zum anderen umgestellt werden. Es handelt sich um eigenständige Persönlichkeiten die jedes Recht in diesem Staat darauf haben sich so frei als möglich entfalten zu können. Wer keinen Boden unter den eigenen Füßen hat, diesen nicht nachweisen kann dem sollte zwingend die Frage gestellt werden mit welchem Recht er sich um schwer misshandelte Kinder angemessen kümmern wollen kann. Euren Egoismus muss da kein Jugendamt dieses Staates berücksichtigen. Der steht nicht zur Debatte. Und noch mal:

Ausschließlich das Kindeswohl steht an erster Stelle.

Also stellt durch Taten unter Beweis dass Ihr dieses gewährleisten könnt.

1

Was hat denn der Vater bezüglich der Mißhandlung durch die Mutter getan?

Sollen die Kinder beim Vater leben? Lebt der Vater bei seinen Eltern? Haben diese ausreichend Platz für die Kinder?

Die Antworten auf diese Fragen sind sicher wichtig für das Jugendamt und Gericht. Ob die Mutter einverstanden ist oder nicht, ist bei einer Inobhutnahme sicher nicht von Bedeutung.

Allerdings solltet ihr vor den Kinder NIEMALS schlecht über die Mutter reden. Das belastet Kinder sehr, selbst wenn die Mutter nicht gut zu ihnen war - es ist und bleibt die Mutter für die beiden.

Ich wünsche den Kindern alles Gute.

Was möchtest Du wissen?