Habt ihr Erfahrungen und Tipps zum Beibringen von Programmieren für Kinder?

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7 Antworten

Ich persönlich habe angefangen, zu "programmieren", bevor ich eingeschult wurde.

Das ist kein Witz!

Das ist inzwischen mehr als 20 Jahre her. Heute bin ich (natürlich) Informatiker. ;-)

Mir wurde das allerdings nicht "beigebracht". Meine Eltern können keine einzige Zeile programmieren und haben auch kein Interesse daran. Ich habe mir das selbständig, aus eigenem Antrieb und "auf experimentelle Art und Weise" angeeignet. Zumindest zu Anfang. Später, als ich älter wurde, habe ich mir dann natürlich auch systematisches und formales Wissen angeeignet. Zunächst über Bücher, später auch online, dann im Job und schließlich in der Uni.

Ich denke aber, dass man da durchaus ein gewisses "Faible" für braucht. Ich kann auch nur relativ schwer (wenn überhaupt) einem anderen "programmieren beibringen", selbst bei Erwachsenen, da ich es selbst zunächst "intuitiv" gelernt habe und die Systematik erst später kam. Das heißt, ich "wusste schon intuitiv, was ich tue" und hatte auch schon Erfahrung gesammelt, bevor ich es "formal" gelernt habe und ich kann mir nicht vorstellen, es "formal" zu lernen, wenn man es nicht "intuitiv" bereits kann.

Man muss auch nicht zwangsläufig die Englische Sprache beherrschen, um programmieren zu können. Natürlich ist es sehr hilfreich, aber eben nicht strikt erforderlich. Für mich waren die Schlüsselwörter und Funktionsnamen damals (im Vorschulalter) sicher hauptsächlich "halbwegs aussprechbare Buchstabenfolgen". Ich wusste vermutlich nicht, was der Name einer bestimmten Funktion oder ein bestimmtes Schlüsselwort bedeutet, aber ich konnte herausfinden, was sie bewirkt. ;-)

So habe ich das Schlüsselwort "else" damals, als kleines Kind, ausgesprochen, wie den weiblichen Vornamen "Else" und an den habe ich auch gedacht, wenn ich das Schlüsselwort hingeschrieben habe. Dass es Englisch für "sonst" ist, wusste ich damals noch nicht. Ich wusste zwar nicht, was es heißt, aber ich wusste, was es macht. ;-)

Mein Werdegang ist sicher die Ausnahme, aber ja, es ist offensichtlich prinzipiell möglich, sich bereits vor Schuleintritt die Grundlagen der Programmierung anzueignen (sogar "autodidaktisch", ohne "Lehrer"). Du wirst aber wohl nicht davon ausgehen können, dass das wirklich jedes Kind lernen kann. Da ist bestimmt ein gewisses "Naturtalent" dabei, genau wie etwa manche kleinen Kinder auch schon besser Instrumente spielen können, als viele Erwachsene, sofern es sich nicht gerade um Berufsmusiker handelt. Das kannst Du auch nicht jedem Kind "beibringen". Es braucht eine gewisse Begabung. ;-)

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Wenn ein Kind auf die Erforschung digitaler Sachen und Geschichten Lust hat solltest Du Dich nicht abhalten lassen. 

Ja. Es gibt einige neurologische Studien zur Thematik. Bis reichlich. Wenn ich mal in eigenen Worten zusammen fassen darf: 

Eine gesunde Entwicklung wird durch vielfältige aber nicht überhäufende / zumüllende Angebote gefördert. Dabei macht es Sinn das kleine Kind durchaus bei jedem Wetter möglichst täglich bei Tageslicht an der frischen Luft zu beschäftigen. Aus vielfältigen Gründen. Natur ist hier natürlich zu bevorzugen. Wird dann auch noch Gemeinschaft mit Gleichaltrigen angeboten ist es optimal. 

Aber der Mensch lebt nun mal allgemein nicht ständig draußen. 

Drinnen ist sicherlich Teletubbie nachweisbar schädlicher als die Vermittlung einer einfachen digitalen Sprache. - Könnte ich jetzt lang und breit begründen, lasse ich aber mal. Denn ich müsste all die Nachweise erst mal lang und breit recherchieren. Manche davon sind schon Jahrzehnte alt, also älter als diese hirnlose Sendereihe selbst. 

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Ja ich denke unsinvoll ist es nicht man kann es ja zumindest schonnmal versuchen. Wenn dann würde ich Emphfehlen an den Spiel Mincraft zu üben das ist für Programierer sehr leicht und simple. Zum Beispipiel kann man ihnen erklären wo welche Dateien hingehören dann gibt es da noch viele Mods zum Downloaden an sows kann man dan auch gut rumbastel.

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Du kannst Kindern Mengenlehre beibringen, oder if/else-Gedanken. Nutzt immer, auch wenns kein Programmierer wird.

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Klar ist das irgendwie möglich - vorausgesetzt das Interesse und die grundsätzliche Kompetenz (wer nicht mal einfaches Mathe versteht, hat da schlechte Chancen) der Kinder. Von welchem Alter reden wir hier eigentlich? 5, 10, 15?

Einen guten Einstieg für jede Altersklasse bietet Scratch - google das mal.
Einfache Programmiersprache können nach dem ersten Verständnis - also Bedingungen, Variablen, Schleifen und logischen Abläufen - daran anknüpfen. Hier ist zu entscheiden, ob ihr gleich in Richtung Karriere - das kann natürlich genauso Spaß machen -, oder eher in Richtung Freizeit gehen wollt: Mit Basic lässt sich schon eine Menge machen, eine Karriere fördert das aber nur suboptimal, da diese Sprachen heute meist verdrängt sind. Andernfalls steigt ihr vielleicht mit Python ein, wer weiß - vielleicht, mit dem richtigen Training und Erklärungspotenzial, schafft ihr auch einen direkten Kalteinstieg nach C :-)

PS: Da ich in den anderen Antworten Diskussionen um die Notwendigkeit von Englischkenntnissen lese, hierzu auch meine Meinung: Solange ihr euch im einfachen Bereich (min. die ersten zwei Lernjahre) befindet, ist das nicht notwendig: Die wenigen notwendigen Vokabeln, die vorkommen, kann sich jeder einfach im Wörterbuch (z. B. linguee.de) nachschlagen.

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Bestimmt kompliziert da die meisten Sachen ja auf englisch sind, wenn das Kind englisch beherrscht könnte man mit dem "Unterricht" beginnen. 

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Man kann Kindern alles beibringen. Mein Onkel ist Mathematiker und hat das Fach seinen Kindern auch nahe gebracht; statt Kinderfernsehen, gab es dann halt zT Mathe Filme.

Mit einachen Programmen anfangen und das ganze nicht übertreiben. Sich aus dem eigenen Kind einen Superprogrammierer basteln wollen ist aber keine gute Idee (Also nicht unfrewillig auf "das Berufsleben" vorbereiten).

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