junge 15 will zu seinem ziehvater

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5 Antworten

Ohne das Jugendamt, wird es leider nicht gehen und ich glaube nicht, dass jemand mit 100% iger Sicherheit versprechen kann, dass er zu dem Ziehvater darf, da diese Entscheidung vom örtlichen Jugendamt abhängt. Aber möglich ist das schon und meiner Meinung nach auch relativ wahrscheinlich. Wenn der Junge seine Situation so auf dem Jugendamt schildert und auch erklärt, dass er unbedingt zu dem Ziehvater will, besteht die Möglichkeit einer Pflegschaft. Der Ziehvater muss natürlich zustimmen und auch die leiblichen Eltern. Im Notfall müsste sonst den leiblichen Eltern das Sorgerecht entzogen werden, dann wäre es auch ohne deren Zustimmung möglich. Außerdem hat der Junge mit 15 ein Mitbestimmungsrecht und es muss mit ihm gemeinsam eine Lösung gefunden werden. Wenn diese darin besteht zum Ziehvater zu ziehen, dann muss das Jugendamt dieser Möglichkeit nachgehen und die Umstände bei diesem Mann überprüfen...Wenn kein Grund dagegen spricht, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Jugendamt dieser Möglichkeit nicht zustimmt, zumal eine Pflegschaft weniger Kosten als eine Heimunterbringung verursacht... Wenn er aber erst Gewissheit haben will, ist das schwierig, weshalb will er denn nicht ins Heim? (Ich meine lieber geschlagen werden als Heim, das niemand freiwillig ins Heim geht wenn alles ok. ist ,ist ja klar). Am besten wäre, du könntest ihn überzeugen, sich ans Jugendamt zu wenden, so schlecht stehen seine Chancen nicht. Oder du gehst allein mal zum Jugendamt, schilderst seine Situation ohne Namen zu nennen und fragst, welche Möglichkeiten es da gibt, bzw. ob er in so einer Situation zu seinem Ziehvater gehen kann.

Alles Gute!

Keine Angst vor dem Jugendamt er sollte auf jeden Fall dorthin und seinen Fall schildern. Es gibt betreute Wohngruppen dein Freund braucht Hilfe wenn es dir möglich ist begleite Ihn zum Jugendamt. Viel Glück

das habe ich ja auch schon gesagt und angeboten, aber wie gesagt, der junge weigert sich absolut gegen alles solange er nicht die absolute sicherheit hat das er zu seinem ziehvater kommt.

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So oft (gefühlte 150x) wie du den "Ziehvater" erwähnst, bist du der selbst!

Wenn es wirklich so schrecklich ist, dann mußt du eben selbst zum Jugendamt gehen! Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß ein Kind sich lieber schlagen läßt, als notfalls in ein Heim zu gehen!

Deine Geschichte hinkt!!!

ich gebe nur wieder, was der junge gesagt hat. bitte greif mich dafür nicht an. danke. und das ich den ziehvater so oft erwähne liegt daran, das es ja grundsätzlich eher nicht möglich ist, das ein kind zu einer "fremden" (nicht verwandten) person kommt. darum wollte ich das besondere verhältnis der beiden darstellen, da dies denke ich entscheidungs relevant dafür ist ob das kind eine chance hat zu seinem ziehvater zu kommen.

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Der Ziehvater könnte die Pflegschaft beantragen. Sollte aber mit den leiblichen Eltern das absprechen. Die haben nämlich das Aufenthaltbestimmungsrecht.

was würde das genau bedeuten? hat der ziehvater dann das erziehungsrecht am kind? wenn nicht sehe ich das nämlich problematisch, da ich die eltern auch etwas kenne und ich denke wenn die eltern das erziehungsrecht behalten würden, würde das nur zu weiterem ärger führen. die eltern würden das kind hin und her zerren und dem kind wäre es somit nie möglich zur ruhe zu kommen. zudem bin ich gar nicht sicher ob die eltern dem zustimmen würden, aber man kann das kind doch nicht da lassen, wenn das kind gewalt ausgesetzt ist. und wenn bei einer pflegschaft das erziehungsrecht bei den eltern bleibt, dann können sie das kind ja jederzeit wieder nach hause zerren und der kreislauf aus gewalt geht weiter.

also wie verhält es sich rechtlich bei so einer pflegschaft?

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@knuffff

Der Ziehvater wäre auf einer rechtlich ziemlich sicheren Seite. Denn genauso wie beim "Heim" müsste er mit den leiblichen Eltern kooperieren.

Die leiblichen Eltern sollten kapieren, dass Abstand eine sinnvolle Hilfe für den Jungen wäre und dadurch sich das Verhältnis bessern würde. Und der aziehbater müßte sich klar darüber sein, dass er den Jungen nicht von seinen Eltern zu entfremden hat. Das müßte aber beim JA besprochen werden. Jugendämter freuen sich bestimmt, einen pubertierenden Jungen bei einer Pflegestelle unterbringen können. Ist für die vor allem billiger.

Wäre aber sein Kindeswohl gefährdet, könnte sogar das Jugendamt vor dem Familiengericht einen Antrag auf Sorgerechtsentzug stellen. Dann bekäme der Junge einen Vormund. Da er 15 ist, würde er auch gehört werden müssen, was er denn will. So was ist aber absolut die ultima ratio.

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@Eustachio

mit pflegestelle meinst du den ziehvater? und was meinst du damit das der ziehvater rechtlich ziemlich sicher wäre? ich meine so wie ich ihn kenne bin ich mir sicher das er bereit sein wird mit den eltern zu kooperieren, aber wie sieht es aus wenn die eltern nicht kooperieren? kann er von den eltern dann verlangen abstand zu halten oder muss er das kind jederzeit zu den eltern bringen wenn die das verlangen und das kind der situation überlassen?

und was das sorgrechtsentzug und den vormund angeht, verstehe ich dich richtig, dass du die chancen das er als vormund seinen ziehvater bekommt eher gering sind?

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@knuffff

Nee. sorgerechtsentzug ist die ALLERLETZTE MÖGLICHKEIT...

Rechtlich sicher: die leiblichen Eltern behalten die elterliche Sorge. Sie unterschreiben, was Pflegevater darf. Der ist dann auch Erziehungsberechtigter. Er geht beispielsweise zu Elternsprechtagen, regelt Schulangelegenheiten. Und nimmt die Interessen des Jungen wahr. Die Eltern haben ein Informationsrecht. Also: den Alltag erlebt der Junge bei seinem Ziehvater; dann gibt es eine Besuchsregelung, wann der Junge zu seinen Eltern darf, sofern ratsam. (Grundsätzlich ja)

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@Eustachio

"Sie unterschreiben, was Pflegevater darf."

was kann man sich darunter vorstellen?

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@knuffff

Na ja.. Zum Beispiel Schweigepflichtsentbindung beim Arzt, beim Lehrer, usw..

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Der Junge soll mit dem Ziehvater zum "Weißen Ring" gehen. Die schicken garantiert niemanden ins Heim oder so. Die würden dann auch Unterstützung leisten, wenn das Jugendamt entscheiden muss. Jedenfalls wird man von denen super betreut und die gehen auch nicht ohne das Einverständnis des Jungen oder Ziehvaters einfach zum Jugendamt. Jedenfalls können die Euch sagen, wohin man sich noch weiter wenden kann und was evtl. Folgen wären oder ob Ihr überhaupt Aussicht auf Erfolg habt. - google das mal und ruft da einfach mal an. Alles weitere findet sich.

Im Übrigen kommt dein Freund nicht gleich ins Heim, wenn er zum Jugendamt geht. Die würden m.E. immer erst für eine Pflegefamilie bzw. Ziehvater plädieren ehe die Kinder ins Heim kommen. Der Ziehvater muss da mit hin und ihr erzählt da alles wie es ist. Gute Karten habt ihr sicher, weil der Ziehvater ja nicht erst seit gestern aufm Plan steht sondern schon seit Jahren. - Vielleicht entscheiden die das ja auch erstmal auf Probe und die Eltern sagen "ja" dazu. Denn die erlauben ja jetzt schon, dass der Kumpel dauernd bei dem Ziehvater ist. - Also insgesamt denke ich, habt ihr wirklich Aussicht auf Erfolg.

Vielleicht hat der Ziehvater ja auch mal einen Anwalt, den er fragen kann, der sich mit Jugendrecht auskennt. - Nur mal so ne Idee.

vielen dank für diese antwort. das hört sich sehr gut an. ich denke das wird ein hilfreicher schritt sein.

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