Julia und Romeo William Shakespeare

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1 Antwort

Das sagt Wiki dazu ;-) Das Motiv der Liebenden, die durch widrige Umstände getrennt werden, wurzelt tief in Mythologie und Märchen. Beispiele für solche Liebespaare sind Hero und Leander, Pyramus und Thisbe, Tristan und Isolde, Floris und Blanchefleur und Troilus und Cressida. Das Schicksal des letztgenannten Paares wurde von Geoffrey Chaucer in seinem Epos Troilus and Criseyde dargestellt. Dieses Werk beeinflusste stark Shakespeares unmittelbare Vorlage, Arthur Brookes Epos The Tragical History of Romeus and Juliet von 1562. Sowohl Brooke als auch sein Landsmann William Painter mit Rhomeo and Julietta (1567) benutzten die französische Fassung von Pierre Boaistuau (1559), die wiederum auf Matteo Bandellos Romeo e Giulietta (1554) und Luigi da Portos Giuletta e Romeo (um 1530) zurückgreift.

Shakespeare arbeitete mit Brookes Werk, was an einer Reihe fast wörtlicher Übernahmen zu erkennen ist. Ob er auch Painters Werk benutzte, ist unklar, aber wahrscheinlich[6] . So übernimmt er etwa von Painter den Namen Romeo anstelle von Brookes Romeus. Im Wesentlichen folgt Shakespeare der Geschichte, wie Brooke sie präsentiert, wobei die doppelte Thematik (Familienfehde und Liebesgeschichte) von Shakespeare – im Gegensatz zu Brooke – gleich zu Beginn des Dramas erwähnt wird und damit den Ablauf der gesamten Tragödie bestimmt. Bei Brooke entfaltet sich die Geschichte über einen Zeitrahmen von neun Monaten, bei Shakespeare wird sie auf wenige Tage gestrafft. Die Rollen von Tybalt und Paris dagegen wurden von Shakespeare erweitert und vertieft.

Danke für den Stern ;-)

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