Jugendpsychiatrie verschlimmert alles, doch Schwester will nicht mehr raus?

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4 Antworten

Ihr solltet euch an einen externen Psychiologen/Psychiater oder auch Sozialarbeiter wenden, also eine Zweitmeinung bzw Rat einholen. Ja Tabletten helfen nicht immer und Nebenwirkungen werden meist stärker wahrgenommen als der Nutzen, was oft auch zum selbsständigen Absetzen führt. Fakt ist auch, dass in Kliniken sehr viele auch neue Medikamente ausprobiert werden. Das man sich ans Klinikleben auch gewöhnen kann (leider nicht nur im positiven Sinne) und engere Bindungen zu einzelen Personen dort aufbaut ist wohl nur menschlich unter diesen Umständen.

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Wenn hier nicht eine extrem schwierige Situation vorliegen würde, würde die Krankenkasse niemals einen so langen stationären Aufenthalt genehmigen.

In welcher Form ist hier das Jugendamt involviert?                                          Kommt Deine Schwester regelmäßig am WE nach Hause?                             Wie verlaufen die Gespräche zwischen Deinen Eltern und dem behandelnden Therapeuten?                                                                                                         Was soll nach Ablauf des stationären Aufenthaltes geschehen?

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Kommentar von mweberchen
01.07.2016, 18:36

Vielen Dank für deine Antwort!

Mit den Jugendamt muss ich mal nachfragen. Sie kommt jeden Tag nach Hause. Sie ist dort 2 halbe Tage und 3 ganze Tage die Woche. (ganzer Tag=8 Stunden).

Das Argument mit der Krankenkasse klingt ganz plausibel. Vorgesehen war ein Jahr Aufenthalt und dann Fortsetzung in der örtlichen Schule. Jetzt soll allerdings um ein Jahr verlängert werden.

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An ihrer Stelle würde ich nochmal mit der Station bzw. den Therapeuten ein offenes Gespräch suchen. Manchmal ist auch ein "runder Tisch" hilfreich. Bei diesem Treffen besprechen sich alle Parteien ab (auch Jugendamt, Familienhelfer etc.) , wie , wo und wann es weiter gehen soll usw. . Holen Sie sich Unterstützung um jemanden Fachkundigen an ihrer Seite zu haben.

Den Verweis auf die Krankenkasse finde ich auch gut, tatsächlich würde die Krankenkasse ohne triftige Gründe dies nicht finanzieren wollen. 1 Jahr ist schon ein sehr langer Aufenthalt, aber manchmal muss man dem Kind die Zeit lassen, die es braucht und die Schule ist diesbezüglich eher nebensächlich, solange das Kind noch keine Perspektive hat. Allerdings kenne ich nur Stationen, die auch eine interne Schule haben und eben auch während der Therapie beschult werden.

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1 Jahr in der KJP, das ist absolut unrealistisch. Normalerweise prüft die Krankenkasse spätestens nach 3 Monaten sehr genau ob das wirklich noch notwendig ist. Bleibt jemand 1 Jahr ist er ernsthaft psychisch krank und selbstgefährdet. Dann ist das auch absolut gerechtfertigt, dass sie noch in der KJP ist.

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