Jugendnotstellen?

7 Antworten

Ich bin Sozialarbeiter und wohne in Wuppertal, ich arbeite zwar nicht dort, kenne aber viele Jugendamtsmitarbeiter dort und kann dir versichern, dass du zu den Öffnungszeiten einfach vorbei gehen kannst und eine Notsituation schildern kannst. Auf verlangen muss dich das Jugendamt auch ersteinmal direkt in Obhut nehmen. Du musst aber zu dem Jugendamt der Stadt wo du wohnst, solltest du in Solingen wohnen kannst du auch dort direkt vorbei gehen.

Ohne Jugendamt geht das nicht. Inobhutnahmestellen sind nicht im Internet, da dort oft Kinder oder Jugendliche untergebracht werden und deren Eltern nicht rausfinden sollen wo sie sind. Außerdem wird so ein Platz vom Jugendamt bezahlt, dann müssen die das auch erst mal entscheiden. Aber pack einfach deine Sachen, geh zum Jugendamt und sag das du nicht mehr zu deinen Eltern gehen willst und Inobhut genommen werden willst. Dazu sind die im Jugendamt auch erst mal verpflichtet.

sowas gibt nennt sich Jugendnotdienst.

Allerdings und das man muss man deutlich sagen solange deine Eltern das Aufenhaltsbestimmungsrecht haben, werden sie definitiv über dein erscheinen dort informiert und wenn sie wollen, dass du wieder nach Hause kommst, können die Mitarbeiter dort nichts machen.

Und wenn ich mich weigere zurück zu gehen?

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@Lavieenrose12

Dann muss das Jugendamt eine Gefahreneinschätzung vornehmen. Nur wenn dir durch den Verbleib bei den Eltern konkrete Gefahren für deine körperliche oder psychische Gesundheit / Entwicklung drohen kommt es zu einer "richtigen" Fremdunterbringung. Aber auch so kann das Jugendamt z.B. Hilfen wie einen Erziehungsbeistand oder eine Sozialpädagogische Familienhilfe stellen, die auch viel bringen können.

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@Lavieenrose12

Wenn du dich weigerst können deine Eltern dich von der Polizei zu Hause absetzen lassen. (Ob das was bringt lassen wir mal dahin gestellt)

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@DerJoergi

Die Gefahreneinschätzung bringt rein gar nichts in erster Linie, denn erst muss ein Gericht den Eltern das Aufenhaltsbestimmungsrecht aberkennen, solange die Eltern dieses noch haben, kann das JA zwar alles mögliche Anbieten aber es besteht keine Pflicht der Eltern die Angebote an zunehmen

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@verreisterNutzer

Wo hab ich denn geschrieben, dass die Eltern in der Pflicht sind? Die Gefahreneinschätzung steht im Gesetz.

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@Lavieenrose12

Es gibt übrigens auch anonyme Notschlafstellen, da entfällt das Problem mit dem Informieren der Eltern

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Hi

Würde ne Freundin fragen ob du bei ihr unterkommen kannst, vorher mit den Eltern von ihr abklären - ggf. dem Lehrer / dem Jugendamt das mitteilen das du vorübergehend dort wohnst.

Auf Trebe gehen also abhauen würde ich sein lassen, vor allem nicht da nun die kalte Jahreszeit kommt, wenn du da ohne Erfahrung auf der Straße lebst geht das schief und ich spreche da nicht nur das du dir nen Schnupfen holst.

Sonst schau mal was du auf der Seite machen kannst, ist auch ne Telefonnummer dabei, anrufen und Lage erklären und dann schaust weiter, denke mal das du da schneller Hilfe bekommst - achso das du da mit komplett offenen Karten spielen solltest ist klar.

http://www.kiju.de/

Gruß

Das geht eben leider nicht, die Eltern der Freundin müssten die Polizei oder die Eltern informieren.

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Doch natürlich gibt es das.

Vermutlich findest du die nächste von dir indem du "Inobhutnahme-Stelle" googlest. Dann kannst du dorthin gehen und Inobhutnahme verlangen und ust die bekommen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Eine Inobhutnahme läuft immer über das Jugendamt, da die Erziehungsberechtigten über den Aufenthalt bestimmen können bedarf eine Inobhutnahme immer einer richterlichen Zustimmung oder eine Fremdunterbringung erfolgt mit Zustimmung der Eltern. Es gibt aber in manchen Städten auch Notschlafstellen für Jugendliche, welche sich aber an obdachlose Jugendliche richtet und eben etwas anderes als die Inobhutnahme darstellt.

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@DerJoergi

Völlig richtig. Nur eine Sache: die Inobhutnahme braucht erst dann die Genehmigung vom Rcihter wenn die Ellis tatsächlich dort aufkreuzen und das Kind zurück verlangen.

Die Notschlafstellen heisen meistens "sleep in" oder so was...

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@Kerosine

Das mit der richterlichen Genehmigung hab ich doch klar geschrieben, entweder diese oder Zustimmung der Eltern. Die Eltern müssen per Gesetz unmittelbar über die Inobhutnahme informiert werden. Ich habe selber schon zahlreiche Inobhutnahmen durchgeführt...

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