Jugendliche ohne Diagnose im Rollstuhl

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Hallo Okarina,

eine zweite, dritte oder vierte Meinung einholen macht immer Sinn. Es gibt Erkrankungen die so selten sind, daß man sie kaum diagnostizieren kann. Das Symtome und Auffälligkeiten von Ärzten nicht immer dem richtigen Krankheitsbild zugeordnet werden, liegt aber nicht an der Unfähigkeit von Ärzten. Es liegt vielmehr daran, daß ein Arzt ungewöhnlich seltene Erkrankungen oder ungewöhnlich seltene Krankheitsverläufe nur zuordnen kann, wenn er sie selber schon einmal erlebt oder von ihnen gehört hat.

Aber auch dem Verdacht der psychogenen Behinderung sollte weiter nach gegangen werden. Ich selbst habe eine Freundin die im Rollstuhl sitzt, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Sie kann ein Bein etwas bewegen, daß andere ist komplett gelähmt und taub. Seit über zwanzig Jahren.

Eine andere Frau die ich beim Sport kennen lernte, hatte einen Krankheitsverlauf der dem dieser Jugenlichen gleicht. Sie wohnt ihn den Niederlanden und heißt Monique van der Vorst. Nach einem Unfall im jugendlichen Alter blieben angeblich Lähmungen der Beine zurück. Monique van der Vorst wurde rollstuhlpflichtig und Hochleistungssportlerin im Rollstuhlsport. Sie holte Medallien bei Europameisterschaften, bei Weltmeisterschaften, den Paralympics und dem Iron Man Hawaii. 2009 wurde sie in den Niederlangen Behindertensportlerin des Jahres 2009. Nach 8 Jahren im Rollstuhl und wahnsinnig vielen internationalen Erfolgen als beim Behindertensport hatte Monique van der Vorst erneut einen Unfall. Auf einmal konnte sie ihre Beine wieder spüren, "lernte" wieder laufen und erholte sich so schnell und so gut, daß sie kurze Zeit später einen Marathon lief und heute einen Profivertrag beim Radsportteam Raboband hat. (Fahrradsport, kein Behindertensport!)

http://www.welt.de/sport/article106153419/Van-der-Vorst-Ich-habe-nicht-gelogen.html

Aber egal ob eine echte Krankheit, eine psychogene Lähmung oder ein ähnlicher Hintergergrund wie bei Monique van der Vorst (den nur Monique selber kennt) hinter der Behinderung dieser Jugendlichen steckt, sie sollte ernst genommen werden und bei allen Entscheidungen mitentscheiden dürfen. Es ist ihr Leben. Erneute Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte sollten auch von ihr gwollt und gewünscht sein. Nicht nur von ihren Eltern. Auch wenn es sie gibt, eine Vorverurteilung sie bilde sich das alles nur ein oder sie sei eine Schummlerin wie Monique van der Vorst sollte man bleiben lassen. Denn nicht ernst genommen zu werden ist im Falle einer echten Behinderung, das, was einen solchen Menschen am meisten belastet.

Der Rollitrekker

Weitere Ärzte aufsuchen. Ich weiß, dass ist eine Quälerei für das Mädel, aber leider sind 90% der Ärzte besonders bei solchen seltenen und krassen Fällen einfach unfähig. Versuche dochmal im Internet Spezialisten und sehr bekannte Neurologen zu finden. Als Laie vermute ich, dass da wohl etwas übersehen wurde.

Besonders, dass man dann gleich in die Psychatrie überwiesen hat zeigt, dass die Ärzte einfach nicht fähig waren. Ich wurde auch, nachdem man nichts gefunden hat zum Psychologen geschickt. Warum? Weil es weniger peinlich für die Ärzte ist, es auf ein Psychologisches Problem zu schieben, als zugeben zu müssen, dass man nicht weiter weiß. Typische Ärzte-Arroganz.

LG

Diese Vorgehensweise kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Als die Ärzte nicht mehr weiter wussten, sollte ich einen Termin für eine Psychotherapie vereinbaren, da es sich bei meinen Beschwerden um "unverdaute Probleme aus meiner Kindheit" handeln muss.

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@MK8858

Ich habe 7 Jahre lang "Ärztehopping" hinter mir. Zwischenzeitlich hieß es, ich hätte eine Angststörung.

Dann ein Besuch im Epilepsiezentrum Erlangen: Meine Vermutung hatte sich bestätigt. Die Krampfanfälle und die Schwindelsymptome kommen von einer Epilepsie. Heute nehme ich Medikamente und bin Anfallsfrei.

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@MK8858

Ich würde das nicht so lächerlich machen.Viele Krankheiten können primär seelische Ursachen haben,ebenso auch Lähmungen.Aus eigenen Anlass musste ich mich damit beschäftigen und auch 3 Monate ich einer psychosomatischen Klinik verbringen,mit anschließender ambulanter Therapie.Mir hat es sehr geholfen.In der Klinik habe ich viele Menschen kennen gelernt,die auch körperlich Probleme hatten und die Ärzte auch nicht weiter wussten.Bei den überwiegend größten Teil sprach die psychosomatische Therapie positiv an.

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die lähmung kann irgendwo am langen rückenmark sitzen. ist jeder abschnitt im kernspin beguckt worden? das dauert ewig und kostet viel geld. ich würde es nicht ruhen lassen und auch nicht auf die psyche schiebeen, das finde ich zu bequem. zweiten arzt konsultieren.

Vielleicht sollten es die Eltern noch mit einem Heilpraktiker versuchen, die sehen sehr oft bessermin einen Mensch hinein, als alleRöntgengeräte.

Es gibt und wir immer wieder solche Phänomäne geben, die so konfus sind, dass die Mediziner nicht weiter wissen und wenn der Patientzueinem Heilpraktiker geht, sieht der oft Dinge, die man nicht erklären kann, wieso das die Medizinischen, teuren Geräte und Apperate nicht sehen/ finden.

Es kann durch aus psychische Probleme geben, wo man nichts sieht, aber Menschen die aus unerklärlichenGründen ihre Beine nicht mehr bewegen können, sowaskann sogar ein Virus sein, den man nicht findet, hatte sowas in der eigenen Family, da konnte ein junges Mädchen eines Morgens nicht mehr vomBett aufstehen, ihre Beine waren total gelähmt, man hat auch hunderte von Untersuchungengemacht, man hat nichts, gar nichts gefunden, nach sehr langer vergeblicher Odyssee gingen die Eltern in ein Chinesisches Aerztecentrum, auch da suchte man lange und fand dann tatsächlich der Grund für die Lahmheit, das Mädchen war bis dahin mittlerweile Querschnitgelähmt, ja, man fand einen Virus, der sehr selten in unserer Umgebung undKontnent vor kam, niemand hat deshalb an sowas gedacht.

Mittlerweile ist wieder einige Zeit vergangen und sie konnte in einerReha mit Physioterapie ,Stationär, beginnen, es geht auch schon vielbesser, also man spürt schon eine Besserung, dasgeht halt sehr lange, weil es auch sehr lange dauerte, bin man endlichwasgefundenhat, Alle haben schon gedacht, das Mädchen habe psychische Probleme, was sie mit derZeit auchhatte, wasnicht verwunderlich ist!

Vllt. sollte man auch in Deinem Fall sowas in Betracht ziehen, schaden kanns nie. Die Chinesische Medizin sieht sehr viel, was unsere nicht finden, warum, wer weiss das?

Dem Mädchen und seiner Familie wünsche ich nur das allerbeste! L.G.Elizza

Der Zustand kann in der Tat psychosomatische Ursachen haben.Nur 4 Wochen ist normaler Weise für solch Behandlungen viel zu kurz:Die Eltern sollten mal in einer psychosomatischen Klinik vor stellig werden.Als Beispiel:

http://www.kh-itzehoe.de/deutsch/UnsereKliniken/zentrumfuerpsychosozialemedizinpsychiatrie-psychotherapie-psychosomatik/PsychosomatischeMedizin/page.html

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