Jugendliche behinderte?

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8 Antworten

Es liegt für meine Begriffe daran, dass behinderte Menschen meistens in unserer Gesellschaft mit System von nicht-behinderten Menschen getrennt wurden und WERDEN. Siehe Schule: Förderschule etc., Arbeit in Werkstätten. Es ist zwar so manches verändert worden oder gar verbessert worden, aber oft haben nicht-behinderte Menschen nie Kontakt zu einem behinderten Menschen gehabt und sind daher gehemmt im Umgang.

Zunächst ist es ja auch ungewohnt, je nach Behinderung etc. - da jemand im Rollstuhl z. B. ganz anders durch den Alltag kommen muss und auch auf andere Dinge achtet, z. B. sind Stufen vorhanden, ist eine Tür breit genug etc. - das sind ja Dinge, die körperlich gesunden Menschen oft gar nicht auffallen. Es wäre wichtig, dass Menschen mit und ohne Behinderung schon möglichst früh zusammen kommen, denn nur so können Hemmungen abgebaut werden. So kann ein unverkrampfter Umgang entstehen, der letztlich zeigt, dass Jugendliche mit einer Behinderung zwar viele Aspekte in ihrem Leben berücksichtigen müssen, die nicht-behinderte Jugendliche (vielleicht) nicht betrachten - trotzdem sind Jugendliche mit einer Behinderung genau so Jugendliche wie die anderen... 

Ein weiterer Punkt ist die gesellschaftliche und auch politische Haltung der "Leistungsgesellschaft" einmal genau zu hinterfragen: Zählen Menschen nur dann wenn sie immer nur Leistung bringen?

Oft werden Menschen mit einer Behinderung nur nach dieser beurteilt und auch darauf reduziert, gleichzeitig gelten sie nicht selten als weniger leistungsfähig etc. (z. B. häufig erhalten sie keine Stelle, da vermutet wird, dass sie öfter krank sind etc. - dies ist übrigens widerlegt worden). Ein anderes Feld ist die Schule. Zurzeit wird zwar viel von Inklusion gesprochen und das Thema ist sicherlich sehr komplex, aber ihr müsst mal überlegen, dass es Menschen gibt, die einfach, weil sie einen Rollstuhl benötigen auf bestimmten Schulen nicht erwünscht sind, ganz zu schweigen davon, dass sie kognitiv nicht behinderten Kindern in nichts nachstehen. So verschärft sich natürlich erneut die Trennung zwischen behindert und nicht-behindert.

Ich kann hier auch mal die Aktivitäten von Herrn Raul Krauthausen empfehlen, er ist selbst behindert und gibt Auskünfte über viele Aspekte des Lebens mit einer Behinderung.

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Also ich gehe auf eine integrative Schule und habe ganz und gar nicht das Gefühl, dass hier irgendjemand ausgegrenzt wird. Natürlich ist das auch der Sinn des Schulkonzepts, aber auch meine Freunde (Rollifahrer) beschweren sich nicht über Ausgrenzung oder mangelnde Integration der Gesellschaft.

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Finde ich nicht. Ich betreue zwei Schulklassen und da sind die behinderten Schüler voll integriert. Es ist ja heutzutage schon fast " cool" einen behinderten Freund zu haben. Also, dein Eindruck täusch echt oder sind Einzelfälle.

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Kommentar von Viki039
02.02.2017, 16:39

echt danke hast mir sehr geholfen ich muss nämlich für die schule etwas über die integration behinderter jugendliche etwas schreiben

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Man kann nur sich selbst ändern und selbst handeln. Also selber diese Menschen nicht ausschließen. Andere Menschen "erziehen" wird nicht funktionieren.

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Kommentar von Viki039
02.02.2017, 16:12

aber wie schafft man es das man sie nicht ausschliest wie kommt man zu ihnen es gibt viele einrichtungen aber gibt es andere sachen auch noch?

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💪 sehr gute Fragestellung

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Kommentar von Viki039
20.04.2017, 20:02

danke

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Hallo Viki039,

Sie schreiben:

Jugendliche behinderte?

Warum werden so viele behinderte jugendliche aus der heutigen gesellschaft ausgeschlossen 

Antwort:

Wir leben in einer Leistungs- und Konsumgesellschaft, welche sich in der nächsten Zeit nochmals grundlegend verändern wird!

Stichwörter:

Automatisierung, Wegfall von Arbeitsplätzen mit Ersatz durch Roboter, Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland, und, und, und.....

Die Menschen leben sich immer mehr auseinander, "fast" Jeder ist sich selbst der Nächste, Schönheitsideale stehen vorne an und wenns sein muß, wird mit Botox und anderen Giftspritzen nachjustiert!

Es gilt der Slogan:

"Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andere an!"

Unter folgendem Link des VDK finden Sie eine sehr hilfreiche Beschreibung, wie es aktuell zu Ihrem Thema in der Realität aussieht:

und was können wir dagegen unternehmen?

Antwort:

Zum Beispiel Mitglied werden im größten Deutschen Sozialverband VDK und die Aktionen des VDK unterstützen!

http://www.vdk.de/bayern/pages/26741/inklusion_und_integration

Die Wohlfahrtsverbände halten dagegen:

http://www.cjd.de/

Caritas

Diakonie

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Behinderte Menschen waren noch nie so integriert, wie heutzutage.

Das sind Prozesse die Zeit brauchen, die passieren nicht von heute auf morgen.

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Kommentar von Viki039
02.02.2017, 16:11

aber kann man ihnen irgendwie helfen es gibt viele  einrichtungen wo sag ich mal "normale" und behinderte leute zamkommen gibt es auch andere sachen?

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Wir müssen uns das "Schubladendenken" abgewöhnen ! Dann klappt es auch.Wenn du helfen möchtest, dann wende dich an solch eine Einrichtung .....

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Kommentar von Viki039
02.02.2017, 16:17

wie meinst du schubladendenken?

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Kommentar von Leser30
03.02.2017, 15:50

Gleichzeitig schadet es auch nicht mal zu schauen was nicht-behinderte Menschen von behinderten Menschen lernen könnten... 

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