Jugendhaus oder doch lieber Hort?

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5 Antworten

Ich arbeite seit 25 jahren in der offennen Jugendarbeit. Ich würde dies immer einem 'geregelten' Leben im Hort vorziehen, da die Besucher freiwillig dabei sind. Habe währendessen 2 tolle Kinder großgezogen und eine intakte Ehe behalten. Es gibt Vormittags viel Freiraum für Einkäufe, Sport und treffen mit Freundinnen, die eben auch Zeit haben. Mein Mann konnte sich auch nach dem Schülerladen um unsere Kinder kümmern. Wir hatten auch freunde, die mithalfen. Ich denke da ist Nichts zu kurz gekommen und ich bin sicher zufriedener mit den Inhalten meiner Arbeit.

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Ich denke das "durchschnittliche" Zufriedensein wird sich zu einem überdurchschnittlichen Zufriedensein entwickeln. Und daher würde ich den Hort wählen.

Denn durch die unregelmäßige Arbeitszeit und das dadurch deine Beziehung leidet, wird letztendlich der tolle Job im Jugendhaus nicht so deiner Zufriedenheit beitragen.

Als Alternative kannst du doch einmal ins Auge nehmen, den Job im Hort zu machen, deine Beziehung zu pflegen und soziale Kontakte zu haben. Und dann dazu parallel zu sehen was für Möglichkeiten sich sonst noch anbieten für dich als Erzieherin. Denn die Palette ist groß.

Ich habe leider den Fehler gemacht mich nicht gleich ganz der Pädagogig und dem Erziehungswesen hin zu geben. Und erst mit Ende 30 habe ich meien Job als Hotelkaufmann geschmissen und die Ausbildung zum staatl. anerk. Erzieher gemacht.

Inzwischen bin ich 20 Jahre in dem Job und ärgere mich noch heute das ich nicht schon früher umgedacht habe.

Wenn du jetzt aber dein Anerkennungsjahr machst, dann hast du auch ein Jahr Zeit dich konkreter zu orientieren in welchen Bereich du ganz konkret und auf viele Jahre gehen willst.

Und daher würde ich den Hort vorziehen. Denn deine sozialen Kontakte werden dir dann auch helfen mehrere andere Ansichten und Ratschläge zu deinen Überlegungen zu bekommen.

In jedem Fall wünsche ich dir viel Freude und viel Erfolg.

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Kommentar von kasachstangirl
07.07.2011, 22:20

ja nur bin ich fast fertig mit dem aej und muss mich jetzt dann entscheiden...

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Ich selbst habe jahrelang wechseldienst gemacht. Ich fand das gar nicht so schlecht. Man hat halt zu anderen Zeiten frei. Das kann auch von Vorteil sein. Für Behördengänge z.B. Wenns der richtige ist, hält die Beziehung das schon aus. Dasselbe gilt für Freundschaften. Und die Familie arrangiert sich. Ich hatte aufgrund des schichtdienstsystems mehrere Jahre hintereinander an Weihnachten Nachtdienst. Dann hat meine Familie extra so geplant, dass ich vor dem Nachtdienst noch mitessen konnte und nach der Bescherung bin ich gefahren. Alles eine Sache der Planung. Und jwenn man Kinder hat, ist der Schichtdienst auch von Vorteil, da nicht beide zur selben Zeit arbeiten müssen. Also unregelmäßige Arbeitszeiten sind nicht nur negativ und schon gar kein Ausschlußkriterium für den Traumjob.

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Geh in den Hort. Träume nicht zu viel. Was ist, wenn Du aus DEINER TRAUMSTELLE rausgemobt wirst, weil Dir alles so gut gelinkt und Dir keiner was gönnt. Schau erst mal auf die Rahmenbedingungen: befristeter Vertrag oder unbefristet, Einkommen und Entwicklungsmöglichkeiten. An erster Stelle muss Deine Familie stehen. Wenn Du neu im Job bist (Praktikas und Aushilfe zählt nicht) musst Du sowieso erst mal Deinen Marktwert erkunden. Viel Glück.

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Die Traumstelle annehmen!!! Nimm die "schlechten Nebenwirkungen" in Kauf und mache das, was Dir liegt und Du gerne tust.

Für Kompromisse ist später noch Zeit (engagierte Erzieherinnen werden auch in Teilzeit immer gesucht).

Nach der Ausbildung ist es erstmal wichtig, eine gute Stellung zu bekommen, diese mit Leben zu erfüllen und bei einem möglichen Wechsel ein gutes/sehr gutes Zeugnis zu bekommen.

Du bist jung, flexibel und offensichtlich ehrgeizig - mach was draus!

Wenn Dein Freund Dich liebt, wird er Verständnis dafür haben, dass auch Du Dir Deinen Traumjob gönnen willst! Hat er kein Verständnis dafür - entscheide selber: Liebe oder beruflich gesicherte Zukunft?!

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