Jugendgerichtshilfe - Aussage?

6 Antworten

Aussagen verweigert man, wenn man sich entweder selbst belastet, in familiären Bindungen mit dem Angeklagten steht. Angaben zur Person, Name Alter Adresse, musst du machen, sie dienen nur zur Überprüfung. Damit da nicht nen falscher herumsitzt. Bitte nicht mit den diversen TV Serien vergleichen.

Die Jugendgerichtshilfe ist keine Ermittlungsbehörde, weswegen man auch als Zeuge oder Opfer einer Tat keinerlei Aussagen machen muss. Es ist aber sinnvoll, dort mitzuwirken, wenn man vor der Polizei sowieso schon ausgesagt hat oder wenn die JGH einen Täter-Opfer-Ausgleich anstrebt. Dem Täter kann dies ggf. eine Anklage ersparen; das Opfer kann Genugtuung erfahren, sofern die Konfrontation mit dem Täter nicht zu belastend ist.

Es kann sinnvoll und nicht sinnvoll oder sogar Nachteile haben, bei der JGH Angaben zu auch nur irgendetwas zu machen. Beispiel: Angeklagt wegen Trunkenheit im Verkehr, besoffen auf'm Fahrrad. JGH: "Was machst du in deiner Freizeit?", Du: "Ich gehe gerne in Kneipen."

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