jugendbewegung der 70er

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2 Antworten

Google mal unter dem Thema "Studentenbewegung"!

Die Studenten demonstrierten z.B. mit Slogans wie "Unter den talaren ist der Muff von Tausend Jahren!", u.Ä. VIele waren radikal- politisch gesinnt (z.B: maoistisch- kommunistisch), Andere wollten einfach nur für ein freieres Klima in der BRD demonstrieren (z.B. mehr Freiheit in der Kunst, Abtreibung), FRAUENRECHTE (wichtiges Thema!), gegen Wehrdienst, oder einfach nur für ein moderneres Bildungssystem (Du musste bedenken: es handelte sich hier ja um Schüler und Studenten!).

Vielen Studenten missfiel, dass in der bis dahin sehr konservativen Gesellschaft die alten Nazis selbst in der Politik noch nachweislich viel Einfluss hatten (z.B. Filbinger, Kiesinger, ... ).

Der bis dahin beherrschende konservative Geist in Deutschland erschien vielen jungen Menschen unter dem Einfluss von (anglophoner) Rockmusik und - kultur als veraltet, lächerlich und unattraktiv. Damit konnten sich die jungen Menschen nicht mehr identifizieren. Sie wollten ihre Vorstelleungen leben können, und nich teinfach übernehmen müssen, was die Alten machten und predigten. - Zumal diese Alten in der NS- Zeit ja höchst umstrittene Dinge gemacht hatten...

Ich würde die "Jugendbewegung" der 1970er Jahre nciht einheitlich sehen, sondern eher in einem "kulturell orientierten" Teil (eher Jugendliche, Lehrlinge, Schüler, die z.B. mehr an Rockmusik, entsprechender Erscheinung, usw. interessiert waren; auch z.B. "Hippies"), die eher an Lebensstil und Spaß interessiert waren, und in einem eher "politischen" Teil (eher Studenten, die ganz konkret politische Reformen forderten (auch Frauenrechte, Abtreibung, ), bis hin zu politischen, sozialistischen Revolutionen (Rudi Dutschke, usw., die sich auch sehr durch eine äußerst "formell- sozialistische Ausdrucksweise" "auszeichneten (und von vielen Anderen daher überhaupt nicht verstanden werden konnten, am wenigsten von den Jugendlichen und Arbeitern!), und die im Extremfall sogar radikal- militaristisch eingestellt waren (z.B: RAF, Revolutionäre Zellen, usw.).

Den Widerstand drückten die "Politischen" mit großen Demonstrationen aus, bis hin zu Terroranschlägen einzelner Gruppen (z.B. RAF, usw.). Die "Kulturellen" drückten den Widerstand eher durch ihren Lebensstil (z.B. Kleidung, Rockmusik hören, "Freie Liebe", Wohngemeinschaften, Rockkonzerte, Drogenkonsum, ) aus. Naürlich bestanden zwischen den "Gemäßigten Politischen" und den "Kulturellen" auch viele Gemeinsamkeiten und Freundschaften. Aber insgesamt waren die Zielsetzungen und der Charakter der "Jugendbewegung" äußerst heterogen! - Das war keine einheitliche Sache!

Die "Jugendbewegung" dre 70er trug sehr dazu bei, das verkrustete, konservative Klima der BRD nach der Nachkriegszeit zu verändern.

Untersuchungen haben aber ergeben, dass gar nicht so viele Menschen zur damaligen Zeit den "Protest/ Wiederstand der Jugendbewegung" gut fanden oder ihn gar unterstützten. Aber diese jungen Leute prägten halt damals das öffentliche (Straßen-) Bild und traten sehr selbstbewusst auf. Und heute will aber dennoch Jeder aus dieser Generation "dabei gewesen" sein.

Ich glaube da solltest Du mal bei Wiki unter 68er Bewegung mal lesen.

Der Widerstand ging über Demos bis hin zu Anschlägen. Mann kann mittelbar behaupten, dass sich auch aus den 68ern die damalige Baader-Meinhof-Gruppe gebildet hat, die später als RAF für Terror gesorgt hat.

Und der wichtigste Grund der Auflehnung war im Endeffekt die Ausbleibene Diskussion innerhalb Deutschlands mit dem Nationalsozialismus. Du musst Dir das so vorstellen, dass die Kinder/Jugendlichen/jungen Erwachsenen wissen wollten, warum die Eltern die Nazis zu gelassen haben, warum sie sich nicht aufgelehnt haben. Warum alte Nazis zum Teil hohe Ämter in der Bundesrepublik inne hatten.

Das Thema ist also sehr komplex. ;-)

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