Jugendamt einschalten - wann?

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14 Antworten

Hallo Lila,

hast Du schon mit dem Klassenlehrer oder Vertrauenslehrer gesprochen, vielleicht läuft ja schon seitens der Schule etwas. Und was ist mit dem Vater des Jungen oder anderen Verwandten? Wenn die Mutter überfordert ist, sollten andere Verwandte einspringen oder Verantwortung übernehmen.

Du hast bereits versucht der Mutter selbst zu helfen, aber es scheint sie hat psychische Probleme und braucht professionelle Hilfe. Hast Du mit ihr gesprochen, ob sie bereit wäre Hilfen anzunehmen (z.B. Profamilia, Kinderschutzbund, Hausarzt, Famlienhilfe, Jugendamt, Sozialpsychiatrisches Zentrum, Hausarzt etc.). Oder vielleicht macht sie das schon und es klappt noch nicht so richtig.

Falls alles ausgeschöpft ist, finde ich auch, dass Du zusammen mit der Schule das Jugendamt kontaktieren solltest, aber das ist in meinen Augen die letzte Lösung und die beste wäre für die Mutter Hilfen zu organisieren oder sie dazu zu bringen, dass sie es selber tut.

Ich finde auf jeden Fall super, dass Du dem Kind helfen willst und wünsche Dir dabei viel Erfolg.

Du schreibst etwas von den Hintergründen - hast du denn Mäuschen bei der betreffenden Familie gespielt?

heut zu tage ,ist es nicht mehr so leicht einfach zum jugendamt zu gehen ,sondern sollte die mutter unterstützung beantragen --erziehungshilfe -betreuung- oder oder,was es noch gibt und wenn sie diese nicht in anspruch nimmt und die lehrer und rektor nicht durch dringen ,wenden diese sich schon ans j.amt und sie wird geprüft ,wenn sie dann feststellen das sie nicht in der lage ist ,ihr kind richtig zu versorgen ,werden andere schritte eingeleitet und das kind auch dazu befragt . ich habe einige jahre ungewollt ,tages und pflegemutter gemacht ,da ist ist selbst für solche leute schwer irgend etwas in dieser art durch zu setzen,man braucht beweise und trifftige gründe ,bis sie aktiv werde und sich einmischen --verwahrlosung-misshandlungen-unterernährung-usw.- und so etwas schwer zu beweisen ,deshalb erst mit lehrer -rektor-mutter reden und sehen was geschieht ,geschieht nichts kannst du dich immer noch einsetzen. ich habe nun schnell geschrieben, sorry für patzer und viel glück. ps .aber ich finde es gut von dir ,das du so etwas siehst,denn selber können kinder sich nicht helfen und sind ausgeliefert ,also müssen es andere was tun und du bist ein mensch der nicht weg sieht ,mutig und hut ab .

Vielen lieben Dank . DU versteht mich !! :-)

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Gibt nur 3 Möglichkeiten:

  • du schaltest das Jugendamt ein, das kann man auch anonym

  • du gehst direkt auf die Mutter zu und fragst nach ihrer Lage/ bietest ihr Hilfe an

  • du lässt deinen Sohn als Mittelsmann fungieren und fragst über ihn, ob der Junge mal zu euch will usw. (schlechteste Idee)

Alle drei sind aber besser, als weg zu gucken. Wenn die Mutter wirkl. Probleme hat und sich diese auch eingesteht, so wird das JA auch nicht tatenlos zusehen. Ich denke eine Intervention Richtung Familienhelfer oder zumindest Erziehungsbeistand wäre sinnvoll....

Ich finde deine Frage oder deine bedenken sind berechtigt. Leider habe ich nicht mehr so viel Vertrauen zu unseren Jugendämtern. Meistens kommen sie nur in Feuerwehrfunktion, wenn das ganze schon brennt und kaum noch zu retten ist. Was du als Bekannte noch tun könntest , ist ihr deine Hilfe anzubieten , indem du ihr ein paar Adressen gibst von erreichbaren Zielen. Wie Erziehungsberatungsstellen und solchen carikativen Einrichtungen. Du hast hier an den Reaktionen sicher schon gemerkt wie sensibel diese "Hilfsangebote" bzw. unser staatliches Hilfspaket "Jugendamt " angesehen wird. Ich würde deine Entscheidung ,ob JA einschalten ja/nein auch von dem betreffenden Kind abhängig machen . Hat es einen Leidensdruck , oder ist es noch ok. für das Kind??? wie ist es mit dem Geschwisterkind? Vielleicht hat dieses Kind auch nur eine Blasenschwäche und ist vom Charakter her etwas luschig mit sich und seinem Körper ???? Lasse deine Antennen ruhig noch ein wenig aufgestellt und handle erst wenn du dir sicher bist , das es nötig ist .Alles gute dir und viel Erfolg.

Hast du dich jemals gefragt wieso?

In Deutschland kommen drei mal so viele Fälle auf einen Sozialarbeiter, wie es eigentlich empfohlen ist (Man ist dadurch ständig im Zeitdruck, kann sich nicht adäquat kümmern, leidet sogar selbst darunter, viele haben ein Burnout oder fallen mehrere Wochen aus! Nicht weil sie faule Beamte sind(was sowieso nur noch die ältesten sind) sondern weil sie schlichtweg überfordert sind)

ständig bekommt man zu hören, dass zu unrecht Kinder aus Familien "gerissen werden",

und in der Tat scheint "nur" eine Verwahrlosung nicht mehr zu reichen, um einer Familie Rückhalt geben zu können. Vor allem in Großstädten kommen viel mehr Fälle auf einen SA!

Man sollte erst mal die Backgrounds wissen, ehe man die der Institution so einen Stempel aufdrückt!

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@kirschsaft88

es kommt sicher auf die Art der betrachtung an, von welcher Seite aus man so etwas betrachtet. Sicher habe ich gut reden, weil nicht betroffen in irgendeiner Form. Dennoch bekommen wir als Aussenstehende oft nur in den Medien mit, wann das Jugendamt als solches, wieder mal gar nicht, oder viel zu spät reagiert hat. Das liegt aber nun nicht an den Beamten , sondern auch an unserer unsensiblen Gesellschaft. Die Kommentare bei dieser Frage fand ich deutlich genug. oft wird das Jugendamt eher als Eindringling erlebt als ein Helfer.

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@mariechen3

Ich höre eher zu oft dass Kinder zu unrecht "rausgeholt" wurden, dass sich die JA Mitarbeiter lieber mal um "richtige" Fälle kümmern sollen usw.

Natürlich kommt gleich "OH GOTT bloß nicht das Jugendamt, die nehmen dir das Kind ab!", Humbug, ich denke um jedes Kind, das in der Ursprungsfamilie leben kann / darf ist man mehr als froh! Immerhin gibt es auch zu wenige Pflegefamilien... Natürlich gilt abzuwägen... ich kenne so viele Kinder, denen ich gerne ein "verwahlost" Stempel geben würde, aber man kann einfach nicht überall sofort eine Maßnahme installieren, nur weil ein Kind nur 1x die Woche geduscht wird... selbst wenn es riecht usw. ist es schwierig und vor allem (!) wenn die Eltern selbst das nicht einsehen und die Hilfe nicht wollen. Jeder Erziehungsberechtigte hat das Recht auf Hilfe zur Erziehung, doch wer nimmt das schon in Anspruch?

Bis man von Kindeswohlgefährdung sprechen kann, ist leider mehr "erforderlich" als fettige Haare ;-((

(Gerade wegen der totalen Überlastungen, der fehlenden Transparenz und z..T. auch durch den fehlenden Austausch mit anderen Institutionen (Schulen, Kinderärzte) ... das alles wird eben noch dadurch verschlimmert, dass die SozialArbeit als Profession noch in den Kinderschuhen steckt und von der Gesellschaft als solche auch nicht wirkl. anerkannt wird. (z.B. zweifelt keiner an einem Arzt oder Richter, jedoch denken die Leute, dass doch "jeder" als SozialArbeiter arbeiten könnte..)

So viel Text.... :-( Am besten und effektivsten ist es einfach, die Eltern dazu zu bewegen, sich selbst Hilfe zu suchen... denn (erst) wenn die Eltern ihr Problem / Defizit / temporäre Krise (usw.) als solches anerkennen und bereit sind daran zu arbeiten, Jugendamtsmitarbeiter usw. ins Haus zu lassen und mit diesen zu kooperieren, wird da überhaupt erst etwas fruchten können...

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ich verstehe nicht ganz, warum du dich erst über den lehrer aufregst der Eltern einfach beim Amt anschwärzt und dann selbst den gleichen Weg gehen willst. Als erstes solltest du probieren mit dem Jungen selbst mal zu reden und anschließend mit der Mutter.... es ist zwar enorm wichtig mit auf seine Mitmenschen zu achten, doch sollte man sich gut überlgen wann man das amt letzendlich einschaltet

Wie bereits geschrieben, ich hatte Kontakt zur Mutter und auch zum Kind. Ich habe versucht zu helfen so gut es ging, dies wurde aber ausgenutzt und ich hinterher beschimpft. Ich habe niemanden angeschwärzt sondern suche nach einem Lösungsweg . Ich könnte natürlich auch sofort das Jugendamt anrufen und nicht er hier nach neutralen Meinungen fragen.

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@lila98

richtig kannst du das, nur mit welchem Erfolg? Also warst du auch schon bei ihnen in der Wohnung, sah die auch so schlimm aus ?

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@lila98

Ok, wenn du es dann als untragbar empfindest und keinen anderen Lösungweg mehr siehst, geh zum Amt, würde ich dann auch tun

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Naja, ich finde, dass du mal mit den Erziehungsberechtigten sprechen solltest.Ansonsten finde ich das zu voreilig, denn ein Gespräch kann auch die Lösung sein.

Was nutzt es...hier muß zunächst mal die Mutter therapiert werden, bevor dem Kind geholfen ist. Das Jugendamt kann hier nur als schützende INstanz in der allergrößten Not eingreifen, aber so weit scheint es nciht zu sein.

Wenn diese Mutter Hilfe benötigt, solltest du ihr welche anbieten - anstatt sie zu denunzieren. Viele regen sich über "Zustände" auf, nur wenige sind bereit, etwas dagegen zu tun. DAS ist Deutschland.

Ich hätte schreiben solen, dass ich ihr Hilfe angeboten habe, sie unterstütze so gut es ging aber dann irgendwann meine Zeit auf der Strecke blieb und sie ausfallend mir gegenüber wurde....ich kann nicht helfen wenn sie ihre fehler zwar sieht aber nichts machen will

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@lila98

Das JA wird nichts tun. Vielleicht kann man noch mehr Eltern mobilisieren? Oft setzt dann auch so ein "Scham-Kümmern" ein. Das heisst, die Mutter schämt sich weil so viele Leute aufmerksam werden und kümmert sich dann selbst.

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@tipps4scheidung

Die Mutter kann nicht. Sie ist mit sich und ihrem Leben überfordert. Leider. Ich habe ihr so viel erklären müssen. se ist mitte 40 , weit älter als ich und ich denke da kann ich allein nichts tun. ich will nur das das kind eine chance hat

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@tipps4scheidung

Das Jugendamt tut nichts, wenn nicht die Mutter, sprich die Erziehungsberechtigte um Hilfe zur Erziehung bittet UND obendrein kein driftiger, von außensichtbarer Grund vorliegt! Ansonsten hilft es sehr wohl! (am besten man macht im Vorfeld schon Notizen zu seiner Beobachtung, auch die Pädagogen/Lehrer)

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Du beobachtest das schon seit einem Jahr? Dann solltest du mit der Mutter sprechen, da du sie ja auch zu kennen scheinst. Sag ihr, wo sie eventuell Hilfe bekommt und mach ihr Mut, diese auch anzunehmen.

Das habe ich gemacht und musste dabei feststellen, dass sie meine Zeit sehr in Anspruch genommen hatte, da ich ihr wirklich ALLES erkläre musste

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@lila98

Ja, Hilfe ist nicht immer einfach! Aber man kann selten helfen, ohne sich selbst zu involvieren. Nimm dir die Zeit, wenn dir der Junge wirklich am Herzen liegt!!!

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Du kritisiert, wenn Lehrer sich einmischen? http://www.gutefrage.net/frage/lehrer-schaltet-einfach-das-jugendamt-ein

Dann solltest Du das auch nicht tun.

Bei mir hat sich der Lehrer und die Schulleitung kurz darauf entschuldigt . Es war ein Versehen und wurde sofort geklärt - ich bitte Dich erst einmal die Hintergründe genauer zu durchleuchten bevor Du schreibst . Ich möchte nichts böses, ich mache mir ernsthaft Sorgen um den Jungen - ich könnte natürlich ach drüber hinwegsehen, wie fast alle in dieser Gesellschaft . Ist Dir das recht ???

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Wiso hilfst dann nicht der Mutter?Jugendamt ist nicht für alles verantworlich.Wir sollen helfende Hand austrecken.Erst wenn sie ablehnt kannst dann nächste Schritte unternehmen.Rede auch mit dem Rektor und Klassenlehrer.

wie bereits in anderen Komentaren : Ich habe geholfen !!!

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frag erstmal bei der Schulpädagogin nach.

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