Jugendamt ändert Unterhaltsberechnung auf "Wunsch" der Ex-Frau!?

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4 Antworten

Natürlich ist ein Anwalt hilfreich, wenn befürchtet werden muß, daß Schmu getrieben wird!

Ich würde in dieser Situation auch ganz klar einen Anwalt zu Rate ziehen.

Die Berechnung des Jugendamtes hat keinerlei Verbindlichkeit. Es handelt sich hierbei nur um einen Verhandlungsvorschlag der Gegenseite. Dein Freund muß selber berechnen, wieviel Unterhalt er schuldet. Das JA ist quasi der Anwalt des Kindes bzw der Mutter.

Gibt es die Möglichkeit eine Berechnung von einem Anwalt machen zu lassen, und wird diese dann überhaupt vom Amt anerkannt?

Natürlich kann er sich an einen Anwalt wenden und die korrekte Summe in seinen Sinne berechnen lassen. Das Amt hat da nix anzuerkennen, das JA kann lediglich wenn sich beide Seiten einig sind, einen Unterhaltstitel beurkunden. Sind sich beide Seiten nicht einig, dann kann das Jugendamt im Rahmen einer Beistandsschaft klagen. Die Entscheidung triff in diesen Falle das Gericht. Wichtig ist hierbei, das klar kommuniziert wird, welchen Betrag Ihr Freund bereit ist zu zahlen und zu titulieren. Die unstrittigen Beträge sind dabei zu zahlen und falls geforder zu titulieren. Die Titulierung sollte aber besser bei einen Notar und nicht beim Jugendamt vorgenommen werden.

Vielen Dank für die umfangreiche Antwort! Warum sollte man besser einen Notar für die Titulierung aufsuchen?

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@johannes1965

Weil der Notar genau das tituliert, was von ihm gefordert wird.
Bei vielen Jugendämtern gibt es Probleme, wenn der für den Pflichtigen oft ungünstige vorgefertigte Text, abgeändert werden soll.
Beim Notar gibt es diese Probleme nicht. Abgesehen davon muss der Notar bei Kindesunterhalt auch kostenlos titulieren, er darf lediglich eine Schreibgebühr erheben.

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Mein Freund bekommt keine Einsicht in die Unterlagen, und darf nicht wissen warum er plötzlich wieder in einem anderen Prozentsatz gelandet ist.

Aber genau das muss das Jugendamt doch machen!
Es darf nicht willkürlich berechnen. Die Berechnung muss nachvolziehbar sein und im Rahmen der geltenden unterhaltsrechtlichen Leitlinien gemacht werden.

aber laut Aussage der Gebietsleiterin gibt es nun mal "Spielräume" bei einer Berechnung.

Diese Spielräume müssen aber aufgezeigt werden und ebenfalls nachvollziehbar sein. Alles andere wäre Willkür.

Einen Anwalt einzuschalten macht in diesem Fall immer Sinn, der wird auch vom Amt ernst genommen.

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